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Dienstag, September 09, 2008

Hallo Herr Kaiser!



Ich fühle mich irgendwie kaiserlich veräppelt. Woran mag das liegen? Im Jahre 2007 wurde ihnen das Siegel „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister 2007“ verliehen.

Glückwunsch!

Wobei ich mich frage, wie man das schafft, wenn man eigentlich außer der 0180-Nummer keinen Berater in ihrem Unternehmen zugewiesen bekommt. Die Briefe, die von ihrem Unternehmen an den Versicherungsnehmer – das bin in dem Fall ich – geschickt werden, sind zumindest handschriftlich unterschrieben.

Das sieht ungefähr so aus:




Ach Pardon, stand auf dem Kopf. So ist’s richtig:




Netterweise steht auch kein getippter Name mehr drunter – aber man kann ja die 0180-Nummer anrufen. Also kommuniziere ich fröhlich über den Versicherungsmakler, den Sie mir zugewiesen haben, nachdem die Mitarbeiterin, die mir den Vertrag verkaufte vom Erdboden verschwand. Der Makler sitzt in Hamburg. Das ist ungefähr 550 Km nördlich von mir. Langsam beginne ich mich zu fragen, woran sich der Begriff „kundenorientierter Dienstleister“ nun wirklich orientiert. Aber hey, was weiß ich schon.

Ich will ja gar nicht auf den jahrelangen Schriftverkehr mit ihrem Unternehmen eingehen, bleiben wir doch mal bei der letzten Aussage.

Ich habe eine zurzeit stillgelegte Versicherung, in die ich bis dato ca. 4390 Euro eingezahlt habe. Laufzeit bis 2034. Wenn ich diese Versicherung jetzt auflöse, bieten Sie mir einen Rückkaufswert in Höhe von 152 Euro an.

Hm. Lassen Sie mich kurz überlegen. Haha! (<-Dies soll Ausdruck meines wahnsinnigen Gelächters sein!)

Scheint mir ein schlechtes Geschäft für mich zu sein. Abgesehen davon, dass in meiner letzten Police ein Rückkaufwert von 1694,18 zum 1.5.09 angeben ist. Aber diese Angaben kann man wohl getrost auch in der kaiserlichen Pfeife rauchen, denn der Wert hat sich von der ersten Police die ich erhielt (01.12.08 – Rückkaufswert 2817,19 EUR) bis heute stark vermindert.

Also Plan B: Ich lasse die Versicherung bis 2034 weiterlaufen und zahle Ihnen monatlich einen Betrag von 17,54 EUR. Ohne Zinseszins und ohne das Geld großartig angelegt zu haben ergibt sich daraus dann eine Summe von 5560,18 EUR.

Dies würde einen eingezahlten Betrag von 9950,18 EUR ergeben und sie bieten mir daraus resultierend eine garantierte Auszahlung von 6,827,00 EUR.

Hm.

Oder aber ich bekomme eine lebenslange Rente in Höhe von garantiert 25 EUR.

Uh.

Sie werden verstehen, dass mein Vertrauen in Ihre Fähigkeiten, mein Geld gewinnbringend anzulegen, gerade einen empfindlichen Dämpfer erhalten hat.

Ich gehe davon aus, dass die 3123,18 EUR dann Ihr Honorar sind. Also im Jahre 2034. Immerhin knapp über 30 %. Nun verstehe ich nicht ganz, wenn Sie 30 % des Betrages nach 26 respektive 30 Jahren für sich einstreichen, warum ich zum jetzigen Zeitpunkt nur 152 EUR für meine bereits eingezahlten 4390 EUR bekommen soll. Wenn ich mal großzügig bin und 30 % von dem Betrag rechne – was sich immer noch als Frechheit empfinde – käme da immerhin eine Rückzahlung von 3073 EUR heraus. Für mich, nicht für Sie Herr Kaiser.

Ja, ich glaube auch, ich bin kaiserlich versichert. Und egal wie die Geschichte auch immer ausgehen mag, mit Sicherheit zum letzten mal bei Ihnen Herr Kaiser!

Denn bevor ich bei Ihnen noch mal eine Versicherung abschließe, stell ich mich lieber in Frankfurt auf die Zeil und verbrenne das Geld öffentlichkeitswirksam - ich weiß zwar noch nicht für was, aber da fällt mir sicher etwas ein.

Oder ich kauf mir von dem Geld ein Zugticket und fahre nach Hamburg und verbrenne meine Scheine vor ihrem Büro. Vorher ruf ich allerdings noch bei Axel Springer an und beklage den Untergang der Gerechtigkeit und wie der "kleine Mann heutzutage von den großen Firmen beschissen wird". Da kann dann ihr Pressesprecher auch sicher wieder was nettes sagen, aber sein sie gewappnet, ich hab sicher auch eine Menge zu sagen und seien Sie versichert (Ach, welch Wortwitz!), ich werde an Theatralik nicht sparen.

Zum Abschluss ein Zitat ihres Pressesprechers:

„Kundenorientierung ist ein zentrales Kriterium für den Markterfolg“, so Rainer Möller, Pressesprecher der Hamburg-Mannheimer. „Daher freuen wir uns besonders über die hervorragende Platzierung. Wir nehmen die Auszeichnung als Bestätigung und auch als Ansporn, weiter an unserem Kundenservice zu feilen.“

Der Mann weiß wovon er redet, vielleicht sollte ihm mal einer im Unternehmen zuhören.

Donnerstag, Januar 17, 2008

War schön mit dir die Zeit!

Mein geliebtes Nokia Handy - immerhin in der vierten Generation! Soll mal jemand sagen, ich wäre nicht Markentreu. Aber irgendwie langweilst du mich jetzt, ja, ich muss sagen, du hast eindeutig deinen Reiz verloren. Früher, ja früher, da warst du rank, schlank, ja einfach handlich. Ich hab dich gerne angeschaut und wußte genau, welche Knöpfe ich bei dir drücken muss, damit du es mir dankst und ich natürlich auch dir.

Doch unsere Beziehung hat einen merklichen Dämpfer erhalten. Meine Gefühle zu dir sind einfach erkaltet. Ja, es ist traurig, aber wahr. Nun schau ich dich an und bin schlecht gelaunt, handlich nun ja, das war einmal, nun find ich dich nur noch kantig. Deine Tasten klemmen und deine Ausdauer läßt auch arg zu wünschen übrig. Mal ganz abgesehen von den unschönen Aussetzern, die du neuerdings so an den Tag legst. Aber ach, nicht jede Beziehung kann bestand haben. Und deswegen, mach's gut mein Nokia Handy, in Rumänien mußt Du dir einfach neue Liebhaber suchen.

Ich bin ja nur froh, dass wir Deutschen so eifrig die EU unterstützen, dann können die Rumänen den Jungs von Nokia wenigsten nebst der niedrigen Löhne auch noch attraktive Bonus-Angebote schnüren. Das ist ja auch dringend nötig, denn Nokia fährt zwar Gewinne ein, aber wie man weiß, reicht so ein läppischer Gewinn heutzutage halt nicht mehr aus.

Ich hab gerade beschlossen, ich kauf mir kein Handy mehr. Okay, ist unwahrscheinlich, aber es ist kurz nach 1 Uhr nachts, da werd ja selbst ich noch mal träumen dürfen, oder? Muss ich wohl demnächst erst mal recherchieren, von welchem Unternehmen ich überhaupt noch was kaufen möchte. Naja, am Wochenende vielleicht...

Samstag, Januar 05, 2008

Loyalität ist freiwillig, aber nicht umsonst

Okay. Falls irgendein Verrückter in naher Zukunft noch einmal auf die Idee kommt, mir eine Lehrstunde in Sachen Loyalität erteilen zu wollen, raste ich gepflegt aus. Es gibt wenige Dinge, die für mich so gar nicht gehen. Lehrstunden über Loyalität gehören eindeutig dazu. Vor allen Dingen von Leuten, die Loyalität mit blindem Gehorsam verwechseln. Und ja, ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es landläufig heißt: „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“. Soweit so gut – mit Loyalität hat das nun aber nichts zu tun. Eher mit Vertragserfüllung.

Deswegen für mein Seelenheil und auch damit ich irgendwelchen seltsamen Leuten einfach für die Zukunft einen Link schicken kann zum Nachlesen.

Ich bin einer der loyalsten Personen überhaupt!

Punkt.

Und dazu gehört gar nicht viel. Man muss mich nur pfleglich behandeln. Respektvoll wäre nett, Lügen sollte man vermeiden und, was man auf gar keinen Fall tun sollte ist, mich verarschen – da werde ich nämlich sauer. Und wenn ich sauer bin, werde ich extrem unbequem. Ansonsten sind die Regeln doch gar nicht so schwer und extrem übersichtlich.

Man sollte mir nicht ständig erzählen, ich soll mich loyal verhalten, wenn man als Gegenüber nicht bereit ist, diese einfachen Regeln einzuhalten. Und ja, ich halt mich auch dran! Wenn man mich allerdings für meine Loyalität ins Messer laufen lässt, um mir dann unter vier Augen zu erzählen „Hey, sorry, ich konnte nicht anders, sonst würden mich die anderen ja nicht mehr ernst nehmen. Das musst du jetzt verstehen.“ – der muss sich dann leider auch einmal anhören: „Ich muss hier gar nichts verstehen, ich muss hier nur eine Konsequenz ziehen.“

Also für alle Pappnasen, die mir erzählen wollen, dass Freundschaft nur dann Bestand hat, wenn sie einen Vorteil daraus ziehen, die mir erzählen wollen, dass man Loyalität einkauft wie zwei Pfund Äpfel, ja ihr alle dürft mir mal gepflegt den Buckel runterrutschen. Ihr habt vielleicht Ahnung davon, wie man aus allem und jedem seinen persönlichen Vorteil zieht, aber von Loyalität habt ihr leider keine Ahnung und werdet ihr auch nie haben. Manchmal tut Loyalität weh, weil sie einem eben nicht zum Vorteil gereicht, weil es einfach heißt das Richtige zu tun und hinter einem Freund zu stehen. Sozusagen wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung und nicht wie Treibsand.

Ich verlang ja auch gar nicht, dass jeder der mit mir zu tun hat, eine entsprechende umfassende Loyalität zu meiner Person entwickelt. Würde ich gar nicht wollen. Aber komischerweise treffe ich immer wieder auf Leute, von denen ich eigentlich gar nichts weiter möchte, als einen netten Umgang, die dann aber Loyalität einfordern. Für was? Kenn ich euch länger? Bin ich mit euch schon mal die Treppe irgendwo runtergefallen? Oder wie? Habt ihr mir schon mal aus einer Misere geholfen? Vertrau ich euch? Nee. Also. Dann Klappe dicht. Man kann auch ganz normal miteinander umgehen, ohne das „Loyalitätskärtchen“ zu ziehen. Und für alle diejenigen, die meinen, mir mangelnde Loyalität vorzuwerfen, obwohl sie mich ich kein bisschen kennen: Geht euch doch einfach Freunde kaufen! In der großen weiten Welt gibt’s genug Deppen, die gegen entsprechenden Obolus ein Loyalitätsfähnchen auf euren Wegen schwenken. Aber verschont mich einfach mit euren tumben Vorwürfen, von Dingen, von denen ihr ohnehin so rein gar nichts versteht.

Vielen Dank auch. Das wollte ich jetzt nur mal so gesagt haben.

Montag, Dezember 03, 2007

Journalisten sind der verlängerte Arm der PR

Kleiner Scherz! Bitte nicht gleich steinigen. Ich weiß ja, dass hier einige Journalisten lesen und die mögen mir die fiese Headline verzeihen. Wer mich kennt, weiß ja genau, dass ich sehr viel Wert auf guten Journalismus lege.

Aber aufgrund aktueller Vorkommnisse, muss ich nun leider auch einmal meinen Kommentar zu dieser Zweckbeziehung PR-Mensch/Journalisten loswerden. Als Journalist hat man es heute sicher nicht immer einfach. In den Redaktionen wird fröhlich der Headcount reduziert, aber der Umfang der Zeitungen/Magazine wird ja nicht weniger. Eine der Basisarbeiten des Journalismus, nämlich die Recherche, bleibt heute dank Zeitmangel auch mal gern auf der Strecke - ich persönlich finde, es gibt nichts schlimmeres, denn unfundiertes Palaver gibt es wahrhaftig genug. Doch zurück zum Thema. Weiterhin ist man natürlich gerade wenn man direkt über Produkte berichtet, wie zum Beispiel im Bereich Spiele, Hardware oder Automobile, auf den Hersteller angewiesen.

Und dann passiert folgendes:

Auf der einen Seite steht immer der Hersteller, der natürlich der Meinung ist, das Beste Produkt aller Zeiten zu haben - und selbst wenn er nicht der Meinung ist, wird er diese mit voller Inbrunst vertreten. Auf der anderen Seite steht ein Journalist, der die Pflicht hat, seine Leser relativ unvoreingenommen über die Qualität der Produkte zu informieren. So weit, so gut. Man kann nun darüber streiten, ob die Methoden, die einige Zeitschriften anwenden, um objektive Testergebnisse zu präsentieren, wirklich hilfreich und objektiv sind. Man kann auch darüber diskutieren, dass viele Tests - aller Test-Objektivität zum Trotz - nicht doch manchmal subjektiv ausfallen. Man kann und sollte darüber diskutieren, ob Unternehmen zu viel Einfluß auf Journalisten und Verleger haben, weil sie vielleicht von den geschalteten Anzeigen abhängig sind. Und genau hier kommen wir an dem Punkt an, der eigentlich nicht sein sollte.

Wenn ein Journalist ein Produkt testet und zum Ergebnis kommt, dass das Produkt totaler Müll ist, dann sollte er das auch sagen können. Natürlich nur unter der Prämisse, dass er das auch nachvollziehbar erklären kann, journalistische Allmachtsfantasien haben in Reviews nämlich in der Regel nichts zu suchen.

Komisch wird es natürlich dann, wenn der Journalist wegen einer schlechten Rezension gefeuert wird.

Editor fired over Kane Lynch Review

Jetzt stellt sich mir als Leser eigentlich ja nur noch eine Frage: Wie zuverlässig sind Reviews von Magazinen, die ihre Redakteure feuern, wenn die Review-Scores leider nicht mit dem Anzeigenvolumen in die Höhe schnellen?

Ach, ich mag eigentlich gar nicht drüber nachdenken.

Ich möchte an dieser Stelle auch gern einmal darauf hinweisen, dass ich in meiner Jugendzeit mit dem Gedanken gespielt habe, Journalist zu werden. Warum wollte ich das? Natürlich nicht, weil man als Journalist so viele nette Geschenke bekommt. Nein, ich wollte das, weil ich irgendwann natürlich "All the Presidents Men" gesehen habe. Es hatte ein bisschen etwas mit Revolution zu tun, damit ein wenig aufsässig zu sein, aber vor allen Dingen damit, dass es Dinge gibt, die man nicht durchgehen lassen darf. Investigativer Journalismus ist sicher nicht immer so aufregend wie beim Duo "Woodstein", aber es erfüllt einen Zweck. Nämlich den, dass in einer Demokratie vielleicht jeder versuchen kann, die Allgemeinheit zu bescheißen, dass es aber eine einigermaßen neutrale Instanz geben sollte - und das war glaube ich auch einmal die Idee der Pressefreiheit - die Produkte, Taten, Geschehnisse oder was auch immer von allen Seiten beleuchtet.

Und was ist daraus geworden? Ein großes Geschäft der Eitelkeiten und Finanzer. Ach, nu bin ich frustriert...

Zum Abschluss:

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."

Dienstag, Oktober 16, 2007

K.O. Kriterium

Ich fasse zusammen:

4,5 Stunden Autofahrt
45 Minuten Gespräch (war ganz okay soweit, dachte ich)
65 Euro für die Tankfüllung
1 Tag unterwegs (war aber schönes Wetter und eine nette Gegend)

und das alles für die Aussage:

"War super, aber ich glaube, wir suchen jemand mit abgeschlossenem Studium!" (Ich nehme mir heraus, dass hier leicht flapsig zu formulieren.)

Uff. Na Danke.

Es ist ja nicht so, dass ich in meinem Lebenslauf angegeben habe, dass ich 8 Semester Philosophie studiert hätte und dann im Gespräch sage:

"Ach wissen Sie, das war geflunkert, ich wollte mich nur interessanter machen."

Naja, wer lesen kann ist klar im Vorteil und das geht sogar auch ohne Studium.

Mittwoch, September 05, 2007

Kun*den*dienst

Laut Wahrig:

Dienst für den Kunden, z. B. Transport von Waren; Betreuung techn. Geräte durch den Hersteller od. Verkäufer gegen Entgelt.

Direkt darunter findet sich im übrigen:

kun*den*freund*lich (Adj.) vorteilhaft für den Kunden, den Bedürfnissen des Kunden entgegenkommend; ...

Man könnte nun lapidar fabulieren, dass es sich beim Kundendienst wortwörtlich um den „Dienst am Kunden“ handelt. Das führt jedoch zu weit. Auch die weitverbreitete Annahme, der Kundendienst sei kundenfreundlich, steht in keinem kausalen Zusammenhang – wenngleich die Wörter im Wahrig aufeinander folgen.

So ist es nur folgerichtig anzunehmen, dass, wenn ich für ein Onlinespiel zahle und etwas nicht funktioniert, mir der Kundendienst weiterhilft – wenn auch nicht zwangsweise freundlich. Es ist realistisch, wenn auch nicht wirklich Service orientiert, dass ich – und neun andere Leute – ungefähr 45 Minuten lang auf diese Hilfe warten müssen, um dann mit den Worten „da kann ich nix machen“ abgespeist zu werden.

Wie in vielen Fällen von Willkür, sind auch hier persönliche Reaktionen nur begrenzt durchführbar. Körperliche Züchtigungsmaßnahmen gegen die Service-Schnecke sind leider nicht erfolgsversprechend, da man ihn/sie gar nicht finden wird. Jegliche verbale Attacken sollte man auch vermeiden, denn Kundendienstmitarbeiter sind Gott gleich zu setzen, somit ebenso unsichtbar wie auch allmächtig.

In unserem Fall hat einer der Spieler den rettenden Einfall schon nach 17 Minuten Wartezeit auf Mr. Allmighty, somit konnten wir dann nach 48 Minuten weiterspielen. Da bewahrheitet sich wohl der alte Spruch: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“

Wahrscheinlich steht im Wahrig demnächst:

Kun*den*dienst*mit*ar*bei*ter – Göttliches Wesen, Lichtgestalt der Wirtschaft. Allgegenwärtig, jedoch nie dann, wenn sie gebraucht werden. Ähnlich der Muse beim Künstler, sorgen sie dafür, dass der Kunde seine Problem selbst erkennt und in einem Anflug von Genialität selbst löst.

Montag, August 20, 2007

Ich würde ja gern ...

...was neues veröffentlichen, aber leider geht's nicht. Naja, dann nicht. Jetzt ärgert mich nur noch, dass ich damit soviel Zeit vergeudet hab.

Freitag, Juli 13, 2007

Schnäppchen: Die Rolling Stones

Falls jemand daran Interesse und auch das nötige Kleingeld hat, die Rolling Stones sollen angeblich bei einer netten privaten Veranstaltung der Deutschen Bank aufgespielt haben. Für den Salär von läppischen 4 Millionen Euro. Sagt man. Ich hoffe, das war das Geld für die 600 geladenen Manager wert und sicherlich kann man die Kosten auch als Werbungskosten absetzen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,494279,00.html

Eigentlich wäre es doch eine tolle Idee, wenn man die Gehälter der Angestellten auch von der Steuer absetzen könnte oder als Werbungskosten, dann würden die ganzen Analysten vielleicht nicht auf die Idee kommen ihre nächste Gewinnmaximierung durch Personalabbau zu finanzieren und den Erfolg dann mit den Rolling Stones zu feiern. Aber was red ich, war sicher alles ganz anders.

Donnerstag, Juli 12, 2007

Wahre Worte

Meint ein Freund zu mir gestern:

"Weißt du was wirklich erschreckend ist?"

"Nee, was denn?"

"Wenn der Schäuble plötzlich bedrohlicher wirkt, als der Beckstein."

Da hat er recht. Aber davon mal ganz abgesehen; nimmt den Schäuble nach seinen Äußerungen eigentlich noch irgendwer ernst?

Mittwoch, Juni 27, 2007

Ich freu mich so, dass es überall Idioten gibt

Und überhaupt, diese Unterhaltungen im Handelschat sind doch immer wieder eine Freude. Vor allen Dingen, bei solch ausgefeilten Charakternamen...


Mittwoch, Mai 30, 2007

Aufreger des gestrigen Tages

1. Immer noch Grippe - immer noch Fieber. Draußen regnet es. Das nervt.

2. Trotz leichter Übelkeit auf dem Weg zum Arbeitsamt. Da muss man sich nämlich innerhalb der ersten drei Tage nach Erhalt der Kündigung melden. Es regnet immer noch. Na gut.

3. Nette Frau auf dem Arbeitsamt (keine lange Wartezeit!) gibt mir das Begrüßungspaket. Auf dem Deckblatt steht: "Information für Neukunden". Ich halte diese Formulierung für stark übertrieben.

4. Am Abend: Welcher geniale Marketing Mensch kam wohl auf die Idee, die Werbung für die DVD des Zweiteilers "Bermuda Dreieck - Tor zu einer anderen Zeit" in den Werbepausen bei der Ausstrahlung desselbigen zu buchen? Btw. so spannend war der nun wirklich nicht, dass man den auf DVD kaufen müsste.

5. T-Home go home! Ist ja okay sein Produkt zu bewerben. Aber hallo? Habt ihr eigentlich jede verfügbare Werbepause gebucht?

6. Mir fällt auf, das die Jungs der Dove Kampagne die Einzigen sind, die ein Produkt "Pro-Age" statt "Anti-Age" genannt haben. Eigentlich sehr sympathisch, kein Grund sich aufzuregen.

Dienstag, Mai 15, 2007

Ich muss mal quengeln

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass mir mal wieder alles nicht schnell genug geht.

Auf der Arbeit...

... kommt man nicht weiter. Na gut. Das ist ja nix neues. Aber es nervt. Ich hasse Stillstand.


Mit meinem neuen Projekt...

... komm ich nicht weiter. Es fehlen zu viele Komponenten. Ok. Man arbeitet dran. Und das wird sicher auch was. Aber ach. Das dauert alles so elendig lange.


Beim Spielen...

... langweilt mich WoW. HdR find ich nicht so ansprechend. Warhammer Online ist noch nicht released. Warum eigentlich nicht... Ich will eine Beta. Sofort.


Ansonsten möchte ich anmerken, dass ich ganz tolle Freunde habe! Und ganz tolle Geschäftspartner!

Muss ja auch irgendetwas positives geben.

Werbung für Filme

Vor zwei Tagen hab ich einen durchaus witzigen Film auf DVD gesehen. Dazu mehr demnächst auf den Literaturhexen. Erstaunlich waren jedoch die Trailer für diverse andere Filme. Zum Beispiel: Marrakesch.

Man sieht Bilder irgendwo aus Marroko. Man sieht Kate Winslet. Man sieht - offensichtlich - einen Marrokaner. In den verliebt sich wohl Kate Winslet. Egal. Man sieht Bilder irgendwo aus Marroko. Und dann aus dem off:

"Marrakesch!"

- Pause -

"DER Film mit Kate Winslet!"

- Pause -

"Nach Titanic!"

- Ende -

Leute. Abgesehen davon, dass ich weder großer Kate Winslet noch Titanic Fan bin, aber was sagt das denn nun über den Film Marrakesch aus? Ah. Richtig. Garnix. Großartige Werbung.

Mittwoch, Mai 02, 2007

Ich bin zu alt für Geplänkel!

Echt jetzt! Es ist eigentlich ein schöner Tag, es ist super Wetter und ich hab Kopfschmerzen, weil ich mich die Hälfte vom Tag schon wieder nur aufrege.

Deswegen eine kleine Geschichte. Es gibt Leute, die Angst vor Hunden haben. Ich für meinen Teil gehöre natürlich nicht dazu, denn ich habe selbst einen großen Hund. Nichtsdestotrotz hab ich Respekt vor anderen Hunden und käme nie auf die Idee, fremde Hunde einfach anzutatschen. Vor etwas Respekt haben und eine Situation - oder einen Hund - einzuschätzen ist ja auch eine Sache. Das bewahrt einen davor, gebissen zu werden. Und das ist im Regelfall gut. Wenn man allerdings Angst hat, merken das Hunde sofort. Sie können es einfach riechen - da hilft auch nicht, wenn sich derjenige einredet, dass alles gut ist und der Hund einem eigentlich nichts tun wird. Deswegen ist es im übrigen auch immer vollkommen daneben, Leuten die Angst vor Hunden haben zuzurufen: "Der macht nix!"

Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist folgendes: Ich glaube, dass sich die Menschheit dieses "Angst riechen" irgendwie auch bewahrt hat - wenn auch nur unbewusst. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es funktioniert. Es gibt Menschen, die können Angst nach wie vor riechen. Und wenn man mit denen zu tun hat, hat man entweder keine Angst oder man gibt gleich auf. Das erspart einem viel Geplänkel, viel Zeit und außerdem haben Leute wie ich weniger Kopfschmerzen.

Donnerstag, März 29, 2007

Deutsche Kleingeister

Es ist typisch deutsch, dass man die deutsche Nationalmannschaft seit der WM hochjubelt, aber kaum verlieren sie ein Spiel, alle schon wieder total am rummotzen und maulen sind. Nicht, dass ich der Fußballprofi wäre, aber war doch mutig mal neue Jungs aufzustellen, denn Nachwuchs kann man immer brauchen und das die original Besetzung gut spielt wissen wir ja. Außerdem ist ein 0:1 nun wirklich kein Weltuntergang. Manchmal sind wir Deutschen wirklich kleingeistig. Und mir tut sowas manchmal wirklich weh.

Meine Lieblingsmanager sind wieder gewählt!

Ich hatte ja gestern abend das "Aha"- Erlebnis schlechthin, weil sich auf meinem Konto ein letzter Abschiedsgruß der Firma befand, für die ich noch bis morgen offiziell tätig bin. Nettes Gefühl. Ich frag mich nur, was macht einer meiner Lieblingsmanager mit einem Jahreseinkommen von 13 Millionen? Ach so, man muss ja fair sein, sein Fixum ist nur 1,2 Millionen, der Rest ist erfolgsabhängig.

Ich stell mir grad vor, wie das ist, wenn monatlich ein sechs- bis siebenstelliger Betrag auf meinem Konto eingeht. Nee. Das geht garnicht. Soviel Geld kann kein Mensch jeden Monat verdienen. Unglaublich. Die lügen doch alle...

Und ja, ich weiß, die deutschen Manager sind vergleichsweise arm dran! Angeblich verdiente der Goldman-Sachs Chef Llyod Blankfein (der Name ist doch Programm oder?) im Jahre 2006 einen Bonus von 40 Millionen Euro - ja richtig, das Fixum ist nicht ausgewiesen. Wie jedes Jahr folgt jetzt die Debatte, ob ein Manager überhaupt soviel verdienen darf. Meine Antwort: Ich weiß es nicht. Ich gehöre ja zu den Naivlingen, die behaupten, dass durch überragende Leistung auch überragendes Gehalt zustande kommen sollte. Naiv ist diese Einstellung eigentlich nur, weil sich dies im übrigen nur ab Vorstandsebene wirklich realisieren läßt. Außerdem sind wir uns ja einig darüber, dass wir hier nicht nur von den Leistungen eines einzelnen an der Spitze rumtingelnden Managers reden. Sprich, das Unternehmen sollte etwas von seinem Erfolg an die Mitarbeiter weitergeben - und zwar an alle Mitarbeiter. Schließlich ist die Geschäftsleitung auch immer ganz schnell bei der Sache, wenn es darum geht den Leuten das Gehalt zu kürzen, oder die Jobs gleich ganz einzusparen. Wir erinnern uns an meinen Schweizer Lieblingsmanager, der bei besten Renditen und Gewinnen, noch mal schnell einige tausend Jobs bei der Deutschen Bank gestrichen hat. Ergebnis: Die Bank steht besser da als zuvor, Herr Ackermann bekommt 13 Millionen Bonus und die gekündigten Mitarbeiter Hartz IV. Na da hat doch jeder bekommen, was er verdient. Prost!