Es ist für mich ja immer wieder erstaunlich, mit welcher Ignoranz einige Menschen durch die Welt stolpern. Sicher ist es so, dass jeder erst mal sein Empfinden in den Vordergrund stellt, um eine Situation zu beurteilen. Lustig wird es allerdings dann, wenn man Leuten mitteilt, dass es einem nicht gut geht, den Grund dafür nennt und die Situation schildert. Theoretisch kann dann jeder kurz darüber nachdenken, ob ein vielleicht etwas nachlässiges Verhalten die soziale Kontaktpflege betreffend, einfach auf den Lebensumstand zurückzuführen sind, oder aber einem persönlichen Affront gleichzusetzen ist.
Meist ist das ja genau der Grund, warum man Leuten im näheren Umfeld etwas schildert - damit sie die Verhaltensweisen in nächster Zeit besser verstehen und nicht persönlich nehmen. Und nein, dass sollte natürlich kein Freibrief für ungebührliches Benehmen sein. Allerdings haben manche Leute nichts besseres zu tun, als sich darüber aufzuregen, dass man sich gebührendermaßen zwei Tage später bei ihnen nicht gemeldet hat. Hierbei handelt es sich eindeutig um ein ausgereiftes Kurzzeitgedächtnis oder aber derjenige neigt zur leichten Egozentrik.
Tragisch. Wirklich tragisch. Da können bei einem selbst Welten zusammenstürzen und andere denken nur darüber nach, warum man sich jetzt nicht gebührend um ihre Person kümmert.
Das sind dann die Zeiten, wo ich kurz darüber nachdenke, wer sich eigentlich bei mir meldet, um mal zu fragen, ob es mir gut geht. Oder, ob man mir helfen kann. Vorgenannte sind es definitiv nicht. So ein Zufall. Wenn mir nicht gerade jemand von höchster Stelle gesagt hätte, ich soll mich nicht aufregen, würde ich mich jetzt aufregen.
Da ich das aber nicht darf, habe ich mich entschlossen, dass ganze mit trauriger Distanz zu betrachten, meine höfliche Aufwartung mit einer Entschuldigung meines ungebührlichen Benehmens zu verbinden und ansonsten die Person in den Status „persona non grata“ zu erheben.
Dinge die passieren.
Ich und meine übertriebene Erwartungshaltung. Die kneift mich auch immer wieder in den Hintern.
Freitag, September 19, 2008
Erwartungshaltung auf allen Seiten
Donnerstag, September 11, 2008
Welcome to my world
Manchmal glaube ich, es gibt Dinge, die nur mir passieren können. Oder ist es einfach nur surrealistisch, wenn ein prinzipiell nahestehender Mensch stirbt und man sich mit dem behandelnden Arzt unterhalten muss, der Dr. Hiob heißt?
Donnerstag, April 24, 2008
Demnächst in ihrem Kino!
Der neue Spot von AI zum Thema Waterboarding. Würde mich nicht wundern, wenn einigen Kinobesuchern beim Betrachten das Popcorn aus der Hand fällt...
Zitat aus dem "Independet" von Kate Allen, Chefin der britischen Sektion von Amnesty International: "Unser Film zeigt genau das, was die CIA gerne geheim halten möchte - den grausamen Anblick eines fast ertränkten Menschen." Für ein paar Sekunden, fügt sie hinzu, hätten die Macher des Films das Waterboarding wirklich praktiziert. "Selbst für diese wenigen Sekunden ist der Anblick entsetzlich. In der Wirklichkeit aber - in einem geheimen Gefängnis, wo niemand ist, der eingreift - ist es noch viel, viel schlimmer."
Daher wahrscheinlich auch die url: www.unsubscribe-me.org
Den kompletten Artikel zum Thema findet man auf SPON Klick mich
Freitag, März 14, 2008
Spielen soll Freu(n)de machen
Weswegen spielt man? Weil man Erfolg möchte? Weil man sich ablenken möchte? Weil man mit Leuten zusammen spielt, die man mag? Verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Antworten. Da ich meine interaktive Spiel-Zeit meist mit World of Warcraft verbringe, steht bei mir durchaus der Erfolg als auch das Zusammenspiel mit anderen Spielern im Vordergrund.
Wie bei jeder Tätigkeit, die man mit mehreren Menschen teilt, trifft man Leute, die mag man mehr und solche, die mag man weniger. Das ist bei mir genauso, mache ich kein Hehl daraus. Ich gehöre auch nicht zu den Spielern, die ihre Meinung für sich behalten, ich versuche jedoch meist, diese noch einigermaßen diplomatisch auszudrücken, auch wenn ich gerade auf der nächsthöchsten Palme sitze. Manchmal gelingt mir das, manchmal auch nicht. Im schlimmsten Fall, äußere ich mich zu bestimmten Themen einfach nicht mehr, weil ich auch keine Lust habe mich zu erklären und meine gewonnenen Erkenntnisse bis zum Skt. Nimmerleinstag vor Publikum zu wiederholen. Nach dreimaligem erklären ist bei mir Schluss.
Hinzu kommt die Tatsache, dass zwar meist alle teilnehmenden Spieler das gleiche Ziel verfolgen, aber unterschiedlicher Auffassung darüber sind, wie man dieses erreicht. Das ist legitim. Dann diskutiert man. Eventuell. Manchmal schreit man sich aber nur an, hört nicht zu, beleidigt andere mehr oder weniger vorsätzlich und wird selbst verletzt – vielleicht auch aufgrund der Tatsache, weil man sich selbst zu ernst genommen und verbal über die Stränge geschlagen hat. In einem Onlinespiel sind solche Diskussionen leichtfertiger geführt, als im wirklichen Leben, wenn man seinem Gegenüber ins Auge schaut. Letztendlich kennt einen ja keiner und "hey, wenn es ganz dumm läuft, komme ich einfach nicht mehr wieder". Das ist eine Reaktion, die durchaus vorkommt, die man im wahren Leben aber nie in dieser Härte durchziehen würde, oder vielleicht nur die wenigsten. Auseinandersetzung muss sein, ist gut und meistens kommen hervorragende Dinge dabei heraus. Manchmal aber auch nur Frust. Und das bei einem Spiel, dass mir Freude und Entspannung bringen soll. Ist es das Wert? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Es hängt halt doch schon viel an den Spielern hinter diesen seltsamen Charakteren. Zumindest für mich. Und deswegen ist natürlich doppelt unangenehm, wenn zwei Spieler, die ich persönlich mag, nicht miteinander können und sich nach allen Regeln der Kunst demontieren. Und dabei sollte man doch annehmen, man hat es mit erwachsenen Menschen zu tun. Aber spielen hat auch etwas mit Emotion zu tun und Emotionen sind eben selten erwachsen. Und weil das so ist, sitzt mein dicker Zwerg Outside zurzeit in einer Spelunke in Ironforge und betrinkt sich nach allen Regeln der Kunst. Nicht, dass Zwerge nicht ohnehin ständig etwas trinken, aber diesmal ist es ihm ernst, die Bedienung hat auch schon Nachschub geordert, weil das Bier droht auszugehen. Nun ja. Lassen wir den Kleinen erst mal in seinem Elend zurück....
Im übrigen sagt man mir auch nach, ich wäre ein sehr emotionsgeladener Mensch und wenn ich mich richtig aufrege – was glücklicherweise nicht so häufig vorkommt – dann könne man mit mir nicht mehr reden. Das stimmt. Am besten lässt man mich dann mal in Ruhe, weil ich mich meistens nicht nur über die Person oder Situation ärgere, die meine Krise auslöst, sondern meistens auch über mich. Und wenn ich mich schon über meine Wenigkeit aufrege, will ich halt keinen um mich rum haben, der mir genau diesen Punkt auch noch aufs Brot schmiert. Da bin ich kindisch, da bin ich stur, da kann ich ungerecht werden, was ich noch mehr hasse, und daraus resultiert dann hin- und wieder eine leichte Übellaunigkeit. Ja, ich möchte sagen, ich bin ungenießbar! Wenn ich dann selbst mal kundgetan habe, dass ich mich vielleicht, also nur unter Umständen, die natürlich eigentlich überhaupt nicht vorkommen, auch nicht ganz korrekt verhalten habe, dann, ja dann, kann man mit mir auch wieder anfangen zu reden. Bis dahin grab ich mich ein und verteufele die Ungerechtigkeit der Welt. Aber manchmal – zum Glück nicht wirklich oft - muss das halt auch mal sein.
Dienstag, Februar 05, 2008
Immer wieder erstaunlich
Es gibt manchmal so Tage, da kann ich mir selbst irgendwie nichts recht machen. Ich glaube, das liegt an meiner überzogenen Erwartungshaltung mir selbst sowie bestimmten Situationen gegenüber.
Manchmal liegt's vielleicht auch einfach daran, dass ich mir nicht gern was sagen lasse. Naja, dass ist so nicht ganz richtig. Man darf mir natürlich erst mal alles sagen. Allerdings höre ich nicht gerne Ratschläge, die ich ohnehin schon befolge, und schon gar nicht von Leuten, die ich nicht mag. Da muss ich mir dann auf die Zunge beißen und das wiederum ist äußerst unangenehm. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, gute Ratschläge von Menschen die ich nicht leiden kann schlicht einfach und ergreifend zu ignorieren. Das funktioniert in der Regel ganz gut.
Und dann gibt's Tage, wie heute, da mag mir das einfach nicht gelingen. Und ich weiß nicht, woran das liegt. Dann ärgere ich mich doppelt. Einmal über vielleicht durchaus gutgemeinte Ratschläge, die ich schon zum zehnten Mal höre und das zweite Mal über mich selbst.
Und was macht man dann am besten? Genau. Ins Bett gehen, ein nettes Buch mitnehmen und die restliche Welt einfach mal aussperren.
Morgen ist auch noch ein Tag. Angenehme Nachtruhe.
Samstag, Januar 19, 2008
Mußte das jetzt sein?
Gibt ja so Tage, da wacht man morgens auf und denkt sich mit einem Blick auf die Uhr, musste das jetzt sein? Man hätte ansatzweise ausschlafen können, doch irgendwer oder gar irgendwas sorgte dafür, dass genau das nicht passiert. Dann denkt man, ach was, dreht sich um, und versucht wieder einzuschlafen. Aber der Schlaf ist hin- und wieder ein störrisch Ding und genau deswegen will er sich irgendwie nicht einstellen. Verdammter Mist. Man dreht sich auf den Rücken und starrt die Decke an. Draußen ist noch nicht mal richtig hell und zu allem Überfluss streicht der Wind ums Haus und sorgt für weinerliche Stimmung. An Einschlafen ist nun nicht mehr zu denken, denn die Denkmaschinerie läuft langsam an und stellt eben genau die eingangs erwähnte Frage: Muss das jetzt sein? Es hilft alles nichts, man ist hellwach. Also steht man auf schlurft in die Küche, vorbei an grauen Fenstern die nicht wirklich einen fröhlichen Tag verheißen. Der Wind streicht immer noch heulend ums Haus. Man wehrt sich definitiv gegen einen Kaffee, denn eigentlich wollte man noch nicht wach sein, und setzt Teewasser auf, weil man sich etwas innerliche Wärme davon verspricht – außerdem ist einem nach fruchtig und nicht bitter. Während langsam aber sicher blubbernde Geräusche davon künden, dass der fertige Tee in greifbare Nähe rückt, merkt man, dass einen der eigene Kater mit mitleidigem Blick bedenkt, während ihm beiläufig ein leidendes „Miau“ entspringt. Nein, es gibt noch nix zu essen, denke ich während ich das Wasser aufgieße und in seine bernsteinfarbenen Augen schaue. Das hat er verstanden, er versteht mich eigentlich immer, außer, er will nicht. Ich belade mich mit Teekanne und Tasse und bewege mich zu meinem Rechner. Und hier sitz ich nun. Aus der Tasse steigt der Dampf des heißen Tees auf, der Wind heult immer noch ums Haus und draußen ist es grau. Einzig allein meine kleine Kerze auf dem Schreibtisch, erstrahlt in wärmenden Licht und das leise klappern der Tastatur ist zu hören, während ich tippe.
Ich mag solche Morgen nicht, sie deprimieren mich irgendwie.
Mittwoch, Oktober 17, 2007
Der blaue Klaus
Manche mögen sich vielleicht aus Kindertagen noch an den „Blauen Klaus“ erinnern. Es gab früher mal eine Sendung, die nannte sich „Der große Preis“ mit Wim Toelke, sozusagen ein Vorläufer der heutigen Quiz-Shows wie „Wer wird Millionär“. Ungefähr ab Mitte der Show gab es dann immer eine Kartoon-Einblendung mit Wum & Wendelin, das waren ein Hund und ein Elefant. Die unterhielten sich dann mit dem Showmaster und am Ende, erinnerten sie immer daran, Lose für die Aktion Sorgenkind zu kaufen. Manchmal gesellte sich noch ein blaues Männchen dazu, das war der blaue Klaus, der kam aus einer anderen Welt. Er kam mit seinem UFO immer angeflogen und hatte dann auch immer irgendetwas zum Sketch beizutragen.
Klaus ist im Übrigen ein weiterverbreiteter Name, weswegen man in seiner Bekanntschaft ja gern Spitznamen vergibt. Einer dieser Spitznamen für einen Klaus, war der blaue Klaus. Er bekam diesen Spitznamen irgendwann einmal nach einer Party, wo er so richtig einen sitzen hatte. Überhaupt gab es früher eine Menge Partys, auch gern mit unsinnigen Mottos wie „Die Party „an der jeder mit Hut, Sonnenbrille und grünem Ohr kommen muss“. Ist echt wahr, ich hab davon neulich gerade wieder Bilder gefunden (Das Bild von 1995 zeigt den Klaus mit grüner Nase, aber das Ohr war auch angemalt!).
Der blaue Klaus war mit Bea zusammen, einer sehr guten Freundin von mir. Ich weiß nicht genau wie lange sie zusammen waren, würde aber sagen, sicher mindestens 15 Jahre. Wir haben Geburtstage gefeiert, Silvester und eben auch Partys mit „grünen Ohren“.
Der blaue Klaus hatte es in seiner Jugendzeit wohl nicht ganz einfach, aber er hat alles wieder in den Griff bekommen. Wir haben nie so richtig viel darüber geredet, war auch nicht wichtig, es zählte ja nur das hier und jetzt.
Am Samstag ist der blaue Klaus gestorben. Nach kurzer, schwerer Krankheit, wie Bea mir gestern am Telefon sagte. Ich war schockiert, sprachlos und ratlos. Es tut mir sehr leid. Für Klaus und auch für Bea, denn alle Pläne, die sie gemeinsam hatten, werden sie nun nicht mehr verwirklichen können.
Und ich schäm mich ein wenig, denn ich wollte die ganze Zeit „mal anrufen“ aber hab’s nie geschafft. Außerdem war ich etwas sauer auf den Klaus, obwohl er mir etwas wunderschönes gebaut hat, ich aber dachte, dass hätte er vielleicht schneller erledigen können. Der Klaus war halt nie schnell, aber er war sehr gewissenhaft, was als Schreiner ja kein Fehler ist. Das musste man wissen und etwas Geduld mitbringen, was nachweislich nicht gerade meine Stärke ist. Und weil ich manchmal etwas stur und besserwisserisch bin, hab ich mich nicht gemeldet. Ich war ja nicht richtig böse, ich war nur „schmollig“. Mir wäre ja auch nie in den Sinn gekommen, dass der blaue Klaus einfach so wegstirbt. Von heute auf morgen – mehr oder weniger. Und außerdem stirbt man in der Altersklasse um die 40 nicht einfach, alle werden mindestens 75!
Nu ist es zu spät und ich gräm mich ein wenig. Nicht nur weil ich es ungerecht finde, sondern weil ich dachte, ich hab noch eine Menge Zeit mit den Leuten die ich mag, Dinge zu unternehmen. Jetzt stelle ich einmal mehr fest, manchmal hat man die Zeit einfach nicht.
Klaus, ich werde dich vermissen. Deine ruhige Art, die mich manchmal auf die Palme brachte, deine Art deine Zigaretten selbst zu drehen, deine Art innezuhalten und deine Arbeit zu begutachten, deine blitzenden Augen, wenn du über was gelacht hast. Ich finde es unfair, ich finde es doof, ich wünsche der Bea viel Kraft und werde ihr helfen, wo ich nur kann, wenn sie es denn möchte.
Ich bin traurig, traurig auch über die Zeit, die nie wieder kommt. Traurig, dass die Erinnerungen jetzt nur schmerzen, auch wenn ich weiß, dass sie das Einzigste sind was überbleiben wird. Es wird eine Zeit dauern, bis es wieder schöne Erinnerungen sind.
Mach’s gut Klaus.
Freitag, August 31, 2007
Wish you were here
Mußte gerade an ein paar Menschen denken, die mir sehr fehlen. Hätte gern mit ihnen über die verschiedensten Dinge geredet und mir ihre Meinung eingeholt. Geht leider nicht - sind alle schon tot. Nu bin ich irgendwie sauer, weil ich's ungerecht finde. Ich hätte ja bestimmte Sachen auch nicht vor Jahren besprechen können, weil es die zu diesem Zeitpunkt eben noch nicht zu besprechen gab. Und das macht mich irgendwie traurig, weil's eben so schreiend ungerecht ist.
Und deswegen:
So, so you think you can tell
Heaven from Hell,
Blue skys from pain.
Can you tell a green field
From a cold steel rail?
A smile from a veil?
Do you think you can tell?
And did they get you to trade
Your heros for ghosts?
Hot ashes for trees?
Hot air for a cool breeze?
Cold comfort for change?
And did you exchange
A walk on part in the war
For a lead role in a cage?
How I wish, how I wish you were here.
We're just two lost souls
Swimming in a fish bowl,
Year after year,
Running over the same old ground.
What have we found?
The same old fears.
Wish you were here.
Thanks to Mr. Waters and Mr. Gilmour ...
Sonntag, August 12, 2007
Melancholie am Sonntag
Heute Morgen bin ich aufgewacht und war irgendwie von einer melancholischen Traurigkeit erfüllt. Manchmal hat man das, zumindest ich. Scheinbar ohne Grund. Es kam so das Gefühl auf, dass irgendwie in meinem Leben nichts so gelaufen ist, wie es sein sollte.
Sonntage eignen sich auch sehr gut für solche Gedanken, weil Sonntage die ruhigsten Tage der Woche sind. Man kann auf der Terrasse stehen und hört: Nichts. Keine Vögel, keine Nachbarn, keine Kinder und – wie heute morgen – noch nicht mal das rascheln der Blätter im Wind, weil selbiger durch Abwesenheit glänzte. Mit anderen Worten, dieser Sonntagmorgen ist der stillste seit langem. Nun saß ich da in dieser Stille bei meinem ersten Kaffee des Tages und mir fiel auf, dass ich gar nicht weiß, wie mein Leben hätte aussehen sollen. Da hab ich dann beschlossen, dass eigentlich alles gut sein muss und die wenigen Sonnenstrahlen auf der Terrasse genossen. Und genau an diesem Punkt flog ein kleines Flugzeug über das Haus und unterbrach diese unnatürliche Stille mit einem knatternden Geräusch.
Und deswegen ist diese röhrende Cessna nun schuld, dass ich das alles aufgeschrieben habe.
Mittwoch, Mai 16, 2007
I’m so depressed.
Es regnet.
Und es ist kalt.
Und grau.
Ach.
Kann mir mal jemand bitte sagen, dass alles gut wird? Das wäre nett.
Vielleicht hilft’s ja – vielleicht aber auch nicht.
Warten wir mal auf morgen.
Donnerstag, März 29, 2007
Deutsche Kleingeister
Es ist typisch deutsch, dass man die deutsche Nationalmannschaft seit der WM hochjubelt, aber kaum verlieren sie ein Spiel, alle schon wieder total am rummotzen und maulen sind. Nicht, dass ich der Fußballprofi wäre, aber war doch mutig mal neue Jungs aufzustellen, denn Nachwuchs kann man immer brauchen und das die original Besetzung gut spielt wissen wir ja. Außerdem ist ein 0:1 nun wirklich kein Weltuntergang. Manchmal sind wir Deutschen wirklich kleingeistig. Und mir tut sowas manchmal wirklich weh.
