Mir wurde letzthin doch wieder eine leicht unterschwellige Arroganz im Umgang mit gewissen Menschen unterstellt.
Ich möchte dies gern korrigieren.
Das Problem ist, dass es Leute gibt, die mich dermaßen langweilen, dass es mir schwer fällt, ihnen auch nur drei Sätze folgen zu können ohne einen Gesichtsausdruck absoluter Leere zu entwickeln, um den mich wahrscheinlich jeder Meditationsschüler beneiden würde.
Insofern kann man in diesem Zusammenhang vielleicht gar nicht von unterschwellig sprechen.
Mittwoch, September 09, 2009
Arroganz
Donnerstag, April 24, 2008
Demnächst in ihrem Kino!
Der neue Spot von AI zum Thema Waterboarding. Würde mich nicht wundern, wenn einigen Kinobesuchern beim Betrachten das Popcorn aus der Hand fällt...
Zitat aus dem "Independet" von Kate Allen, Chefin der britischen Sektion von Amnesty International: "Unser Film zeigt genau das, was die CIA gerne geheim halten möchte - den grausamen Anblick eines fast ertränkten Menschen." Für ein paar Sekunden, fügt sie hinzu, hätten die Macher des Films das Waterboarding wirklich praktiziert. "Selbst für diese wenigen Sekunden ist der Anblick entsetzlich. In der Wirklichkeit aber - in einem geheimen Gefängnis, wo niemand ist, der eingreift - ist es noch viel, viel schlimmer."
Daher wahrscheinlich auch die url: www.unsubscribe-me.org
Den kompletten Artikel zum Thema findet man auf SPON Klick mich
Sonntag, Januar 13, 2008
Irgendwer
Einer ist da, der mich denkt.
Der mich atmet. Der mich lenkt.
Der mich schafft und meine Welt.
Der mich trägt und der mich hält.
Wer ist dieser Irgendwer?
Ist er ich? Und bin ich Er?
Diese Zeilen stammen natürlich nicht von mir, sondern von Mascha Kaléko. Heute hat mir ein Freund - auf meinen Wunsch - die Biografie von Mascha Kaléko geschenkt. Er tat das mit den Worten "intellektueller Kram", glaube ich - wobei er das natürlich nicht böse meinte, wahrscheinlich mag er nur keine Lyrik. Und außerdem stimmt es ja auch gar nicht, jeder kann Gedichte lesen und verstehen. Das ist ja keine intellektuelle Glanzleistung.
Ich mag nachweislich Gedichte, weil ich hier etwas wiederfinde, von dem ich glaube es ging irgendwie, irgendwann verloren. Gedichte zu lesen, gibt mir somit ein gutes Gefühl. Nämlich das Gefühl in meinem Empfinden nicht allein zu sein. Und dies erachte ich als sehr wichtig.
Während ich dies schreibe lausche ich der Musik von Joni Mitchell, die mir eine Freundin schenkte - dafür auch noch einmal herzlichen Dank, ich bin begeistert, ich liebe ihre Musik.
Und während ich den Liedern lauschte, mußte ich darüber nachdenken, warum ich so gern Biografien lese. Vielleicht, weil ich denke, dass alles was diese Personen jemals in ihrem Leben gemacht haben, nicht umsonst war. Sie haben etwas geschaffen, meist mußten sie für ihre eigene Überzeugung einstehen. Und sie hatten es auch meistens nicht leicht. Vielleicht waren sie am Ende nicht unbedingt das, was man kommerziell erfolgreich nennt. Aber was ist wichtiger, kommerzieller Erfolg oder für die eigene Überzeugung einzustehen? Ich weiß es nicht genau.
Was ich aber weiß, ist, dass ich wahrscheinlich nicht die Gedichte einiger Schriftsteller lesen würde, hätten sie sich nur vom Kommerz leiten lassen.
Und das ist es auch, warum ich ihre oder generell Biografien so gern lese. Weil sie mir das Gefühl geben, egal in welche Umständen oder Zeiten man hineingeboren wird, man hat immer die Möglichkeit etwas einzigartiges zu schaffen.
Es kommt halt immer darauf an, was man selbst daraus macht.
Zur Not auch gegen alle Widerstände.
Sonntag, Dezember 16, 2007
My Brain plays tricks on me - sometimes...
Ich stelle immer wieder fest, dass die Speicherkapazität meines Gehirns nahezu unbegrenzt sein muss. Solche Kleinigkeiten wie die gesamte Steuerung der Motorik zum Beispiel, erledigt mein Gehirn mit links. Erlerntes, Erinnerungen, Erfahrungen und immer noch weiß keiner so genau, wie wir es in seiner Gesamtheit nutzen - oder ob wir's überhaupt nutzen. Bei einigen Leuten bin ich mir im Übrigen sicher, die nutzen es überhaupt nicht, muss wohl ein dauerhafter disconnect sein.
Wie dem auch sei, ich bin zutiefst besorgt. Ich gehöre ja zu diesen Menschen, die in ihrem Gehirn scheinbar Hunderte von Liedtexten gespeichert haben, die ich relativ leicht abrufen kann. Oder Filmzitate. Oder Geschichten. Oder Comics. Oder Spiele. Es gibt bestimmte Filme, da kann ich ganze Textpassagen rezitieren. Das kann ich natürlich auch bei Spielen und Büchern, leider nie bei so richtig gesellschaftsfähigen Autoren wie Shakespeare, Rilke oder Nietzsche - um nur einige zu nennen. Nun gut, außer die dumpfen Passagen, die echt jeder kann, aber das zählt nicht.
Nun frage ich mich voller Sorge, hätte ich schon längst einen Nobelpreis gewinnen können, die Formel zur Errettung der Menschheit oder aber auch den Masterplan zur Erringung der Weltherrschaft in drei Tagen entwickeln können, wenn ich mir nicht so viel Schund gemerkt hätte?
Verdammt.
Auf der anderen Seite, gibt es so viele nette Bücher und Filme die hervorragende Geschichten erzählen. Manchmal können das sogar Spiele: nette Geschichten erzählen. Und wenn ich etwas wirklich schwer widerstehen kann, dann sind es gut erzählte Geschichten. Mag ja nur Ablenkung sein, aber ach, bin ich doch jetzt einfach mal froh darüber, dass ich die Zeit dafür habe, mich ablenken zu lassen.
Muss halt wer anderes die Welt neu erfinden. Ich hab dafür heute einfach mal keine Zeit, muss mich mit netten Dingen ablenken.
Freitag, September 07, 2007
Hm. Wochenende.
Heute morgen war ich eigentlich gut gelaunt und wollte mindestens 50.000 Sachen erledigen. Nach drei Telefonaten, die viel Zeit in Anspruch genommen haben, guck ich mal aus dem Fenster und hör ein wenig Pink Floyd. Draussen ist grau und für September eigentlich ein wenig zu naßkalt. Irgendwer mäht seinen Rasen und ich drehe die Musik lauter.
Keine gute Zeit zum Schreiben heute.
Freitag, August 31, 2007
Wish you were here
Mußte gerade an ein paar Menschen denken, die mir sehr fehlen. Hätte gern mit ihnen über die verschiedensten Dinge geredet und mir ihre Meinung eingeholt. Geht leider nicht - sind alle schon tot. Nu bin ich irgendwie sauer, weil ich's ungerecht finde. Ich hätte ja bestimmte Sachen auch nicht vor Jahren besprechen können, weil es die zu diesem Zeitpunkt eben noch nicht zu besprechen gab. Und das macht mich irgendwie traurig, weil's eben so schreiend ungerecht ist.
Und deswegen:
So, so you think you can tell
Heaven from Hell,
Blue skys from pain.
Can you tell a green field
From a cold steel rail?
A smile from a veil?
Do you think you can tell?
And did they get you to trade
Your heros for ghosts?
Hot ashes for trees?
Hot air for a cool breeze?
Cold comfort for change?
And did you exchange
A walk on part in the war
For a lead role in a cage?
How I wish, how I wish you were here.
We're just two lost souls
Swimming in a fish bowl,
Year after year,
Running over the same old ground.
What have we found?
The same old fears.
Wish you were here.
Thanks to Mr. Waters and Mr. Gilmour ...
Sonntag, August 12, 2007
Melancholie am Sonntag
Heute Morgen bin ich aufgewacht und war irgendwie von einer melancholischen Traurigkeit erfüllt. Manchmal hat man das, zumindest ich. Scheinbar ohne Grund. Es kam so das Gefühl auf, dass irgendwie in meinem Leben nichts so gelaufen ist, wie es sein sollte.
Sonntage eignen sich auch sehr gut für solche Gedanken, weil Sonntage die ruhigsten Tage der Woche sind. Man kann auf der Terrasse stehen und hört: Nichts. Keine Vögel, keine Nachbarn, keine Kinder und – wie heute morgen – noch nicht mal das rascheln der Blätter im Wind, weil selbiger durch Abwesenheit glänzte. Mit anderen Worten, dieser Sonntagmorgen ist der stillste seit langem. Nun saß ich da in dieser Stille bei meinem ersten Kaffee des Tages und mir fiel auf, dass ich gar nicht weiß, wie mein Leben hätte aussehen sollen. Da hab ich dann beschlossen, dass eigentlich alles gut sein muss und die wenigen Sonnenstrahlen auf der Terrasse genossen. Und genau an diesem Punkt flog ein kleines Flugzeug über das Haus und unterbrach diese unnatürliche Stille mit einem knatternden Geräusch.
Und deswegen ist diese röhrende Cessna nun schuld, dass ich das alles aufgeschrieben habe.
Freitag, August 10, 2007
Immer wieder verwunderlich
Ich bin immer auf's Neue überrascht, wie unverfroren in Pressemitteilungen gelogen wird. Da werden Leute Kenntnisse zugestanden, die sie noch nicht mal im Ansatz haben. Ob die PR der deutschen Bank das beim Ackermann auch so macht? Vielleicht kann der ja in der Realität noch nicht mal eine Bilanz lesen - der hat nur ca. 10 Leute um sich herum, die es können? Aber ach, ich vergas, es war ein Zitat - liebevolle Winkelzüge der PR. Ich hinterfrage mal lieber nicht, was das über die zitierte Person aussagt. Ist ja auch vollkommen egal. Und im übrigen gibt der Erfolg diesen Menschen Recht! Man muss sich nicht auskennen, man kann ja lernen, andere opfern - kurz: man muss eigentlich nur politisch gut agieren können. Man muss nichts wissen, man muss nur wissen, wo man fragen muss.
Das schafft man natürlich nur, wenn man seinen Job über Freunde bekommt, die nicht nachfragen, wie denn der Lebenslauf so aussieht. Man muss es ja nicht belegen.
Eigentlich eine gute Idee. Ich baue mir mal einen fiktiven Lebenslauf und schick den durch die Gegend. Und sein wir ehrlich, im wesentlichen ist ja auch vollkommen egal, wo wir herkommen und ob wir irgendwas können, solang der Erfolg einem Recht gibt. Da wird das amerikanische Prinzip "vom Tellerwäscher zum Millionar" in abgewandelter Form Realität. Und davon träumt doch irgendwie jeder arme Mensch, oder etwas nicht?
Montag, Juni 25, 2007
Innehalten
Wenn ich morgens schon aufstehe und mir als erstes vier verschiedene Optionen in den Kopf kommen, wie ich denn nun meine Brötchen verdienen könnte, läuft etwas schief. Erstens, weil der vorherige Satz das Wort "könnte" enthält. Soll heißen, viele Optionen und Ideen, aber nix greifbares. Zweitens, weil mich die Situation offensichtlich leicht unentspannt am frühen Morgen zurück läßt. Garnicht gut. Ich sollte nämlich über diesem ganzen hin- und her den wichtigsten Punkt nicht vergessen, dass Arbeit Spaß machen sollte. Ergo: Innehalten. Nix machen, außer Dinge, die Spaß machen. Normalerweise ergibt sich dann die Lösung von ganz allein. Schauen wir mal.
PS. Ich möchte an dieser Stelle auch noch kurz meiner Enttäuschung über eine bestimmte Person Ausdruck verleihen, der ich vertraut habe, und die es mal wieder nicht Wert war. Gibt ja Dinge, die lerne ich nie. Naja, so bin ich eben.
Freitag, April 13, 2007
Sommeroldies
Es wird Sommer! Juhuu. Da kann man schon mal gut gelaunt im Auto fahren und zu diversen Liedern singen, die so im Radio gespielt werden. Ich höre auch eher selten Radio, meisten hab ich meine CD's dabei. Naja. Alles war super. Die Musik. Das Wetter. Das Auto. Dann kam dieses Schild mit der 120. Und im Radio erzählte der Sprecher zwischen zwei Lieder: "Rufen Sie an und wünschen Sie sich ihr Lieblingslied - heute spielen wir den ganzen Tag nur Oldies." Nur Oldies? Das waren Songs aus den 80er Jahren? Oldies? Spinnt der? Und dann kam es wie es kommen mußte, ich sah einen grellen Blitz von rechts, erinnerte mich an die 120 - aber da war's zu spät.
Okay. Zurück zu den Oldies. Die 80er liegen doch nur schlappe 20 Jahre zurück! In den 80er wäre ich wahrscheinlich nicht geblitzt worden, weil ich entweder kein Auto besaß oder die Karre eh nie über 100 fuhr. Oldies!
Das nächste Mal nehm ich wieder meine CD's mit ins Auto, da kann ich singen, gutgelaunt sein und nicht geblitzt werden, weil mich kein Radio Moderator mit seinen Sprüchen ablenkt.
Oldies. Nicht zu fassen...
Mittwoch, April 04, 2007
Feiger Größenwahn
Puh, ich bin deprimiert. Ich weiß, ich kann soviele Dinge sovieeel besser - aber ich trau mich nicht.