Donnerstag, März 29, 2007
Die Gartenzwerge der Pseudo-Intellektuellen
Deutsche Kleingeister
Es ist typisch deutsch, dass man die deutsche Nationalmannschaft seit der WM hochjubelt, aber kaum verlieren sie ein Spiel, alle schon wieder total am rummotzen und maulen sind. Nicht, dass ich der Fußballprofi wäre, aber war doch mutig mal neue Jungs aufzustellen, denn Nachwuchs kann man immer brauchen und das die original Besetzung gut spielt wissen wir ja. Außerdem ist ein 0:1 nun wirklich kein Weltuntergang. Manchmal sind wir Deutschen wirklich kleingeistig. Und mir tut sowas manchmal wirklich weh.
Meine Lieblingsmanager sind wieder gewählt!
Ich hatte ja gestern abend das "Aha"- Erlebnis schlechthin, weil sich auf meinem Konto ein letzter Abschiedsgruß der Firma befand, für die ich noch bis morgen offiziell tätig bin. Nettes Gefühl. Ich frag mich nur, was macht einer meiner Lieblingsmanager mit einem Jahreseinkommen von 13 Millionen? Ach so, man muss ja fair sein, sein Fixum ist nur 1,2 Millionen, der Rest ist erfolgsabhängig.
Ich stell mir grad vor, wie das ist, wenn monatlich ein sechs- bis siebenstelliger Betrag auf meinem Konto eingeht. Nee. Das geht garnicht. Soviel Geld kann kein Mensch jeden Monat verdienen. Unglaublich. Die lügen doch alle...
Und ja, ich weiß, die deutschen Manager sind vergleichsweise arm dran! Angeblich verdiente der Goldman-Sachs Chef Llyod Blankfein (der Name ist doch Programm oder?) im Jahre 2006 einen Bonus von 40 Millionen Euro - ja richtig, das Fixum ist nicht ausgewiesen. Wie jedes Jahr folgt jetzt die Debatte, ob ein Manager überhaupt soviel verdienen darf. Meine Antwort: Ich weiß es nicht. Ich gehöre ja zu den Naivlingen, die behaupten, dass durch überragende Leistung auch überragendes Gehalt zustande kommen sollte. Naiv ist diese Einstellung eigentlich nur, weil sich dies im übrigen nur ab Vorstandsebene wirklich realisieren läßt. Außerdem sind wir uns ja einig darüber, dass wir hier nicht nur von den Leistungen eines einzelnen an der Spitze rumtingelnden Managers reden. Sprich, das Unternehmen sollte etwas von seinem Erfolg an die Mitarbeiter weitergeben - und zwar an alle Mitarbeiter. Schließlich ist die Geschäftsleitung auch immer ganz schnell bei der Sache, wenn es darum geht den Leuten das Gehalt zu kürzen, oder die Jobs gleich ganz einzusparen. Wir erinnern uns an meinen Schweizer Lieblingsmanager, der bei besten Renditen und Gewinnen, noch mal schnell einige tausend Jobs bei der Deutschen Bank gestrichen hat. Ergebnis: Die Bank steht besser da als zuvor, Herr Ackermann bekommt 13 Millionen Bonus und die gekündigten Mitarbeiter Hartz IV. Na da hat doch jeder bekommen, was er verdient. Prost!
You are the Star!
Ach, kann ein Morgen besser beginnen, als mit diesen Worten? Jaja, und einer Tasse Kaffee - und Sonnenschein und ach, alles ein wenig zu viel heute morgen. :)
You are The Star
Hope, expectation, Bright promises.
The Star is one of the great cards of faith, dreams realised
The Star is a card that looks to the future. It does not predict any immediate or powerful change, but it does predict hope and healing. This card suggests clarity of vision, spiritual insight. And, most importantly, that unexpected help will be coming, with water to quench your thirst, with a guiding light to the future. They might say you're a dreamer, but you're not the only one.
What Tarot Card are You?
Take the Test to Find Out.
Ich weiß, dass wird meine ganzen esoterisch angehauchten Freundinnen freuen, also probiert's mal aus und lasst mich wissen, welche Karte ihr seid. Gefunden übrigens bei: http://devil-on-a-hog.blogspot.com/2007/03/sonnenknig.html
Freitag, März 23, 2007
Desperate Houswifes in Seligenstadt
Eine ReHa ist wie eine Folge Desperate Housewifes, nur besser. Glaubt ihr vielleicht nicht, ist aber so. Neulich waren leider alle Kabinen für die Physiotherapie besetzt, sodass ich mit meinem Therapeuten in den Bodenturnraum ausweichen musste. Da stehen natürlich auch zwei Liegen zwischen Bodenmatten, Gummibällen und –bändern etc. herum. Und schwups, hatten wir Gesellschaft von einer Physiotherapeutin nebst Patientin. Es fing schon damit an, dass sie bemerkte, dass meine OP-Narbe ja wesentlich kleiner sei, als ihre. Okay, dass kann man ja auch durchaus mal feststellen, wobei ich nicht wusste, dass man sich mit diesem Thema lockere 10 Minuten beschäftigen kann. Ihre Therapeutin versuchte sie zu beruhigen, dass doch jede OP anders wäre und die Länge der Narbe ja gar nichts zu bedeuten hätte. Sie schaute nicht überzeugt, ließ es aber dabei bewenden. Allerdings nur für ungefähr 30 Sekunden. Da stellte sie nämlich fest, dass ich ja schon Sport mache, während sie nur zur Physio geht. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass die Physiotherapie ja auch meiner Erholung dienen soll – diese ging an diesem Tag vollkommen verloren, dank des andauernden Gebrabbels auf der Nebenliege. Die prinzipiell gutaussehende, blonde Enddreißigerin im sportlichen Markenoutfit, geschminkt und wohlberingt – hier meine ich den Schmuck – die Figur war einwandfrei, störte mich in meiner Konzentration zur Erholung doch erheblich. Wie dem auch sei. Nachdem sie erfuhr, dass ich gerade vom zweistündigen Sportprogramm kam, fragte sie gleich, warum darf „sie“ denn schon Sport machen und ich nicht. Ich ließ meinen Kopf auf die linke Seite der Liege wandern, um sie im Blickfeld zu haben. Ihre Therapeutin bewegte gerade ihr rechtes Bein zur Körpermitte und wieder zurück, während sie auf dem Rücken liegend abwechselnd mich und ihre Therapeutin fixierte. „Ach wissen Sie“, versuchte die Therapeutin es erneut, „die Fortschritte der Patienten sind da sehr unterschiedlich. Wir wollen ja, dass es ihnen gut geht und das ihnen im Verlauf der Therapie auch nichts weh tut. Beim einen geht das halt schneller, beim anderen langsamer. Da findet jeder seinen Rhythmus.“
„Meine OP, war Mitte Dezember, wann war denn ihre“, fragte sie mich von der Seite.
„Ende Januar“, antwortete ich knapp, immer noch bemüht etwas Entspannung aus der Therapie zu ziehen.
„Oh,“ entwich es ihr und sie riss die Augen auf. „Und da machen sie jetzt schon Sport?“ Ihre Stimme hob sich um mindestens eine Oktave in meinem Gehirn machte es unmerklich „klick“ und ich antwortete:
„Wahrscheinlich bin ich einfach nicht so weinerlich wie sie.“ Uh. Als der Satz raus war wusste ich, das war eigentlich recht unhöflich, deswegen schob ich ein Grinsen hinterher. Entweder ignorierte sie es oder sie hatte es nicht verstanden. Wie auch immer, Gespräch erst mal unterbrochen.
Eine kurze Welle der Entspannung zog über meinen Rücken. Ah. Das hielt aber nicht lange an, den Madame erzählte ihrer Therapeutin von ihrem Ehemann, der sie wegen einer 19jährigen verlassen hat. Aha. Sie selbst ist 34. Und nun, man höre und staune, lässt sie sich darüber aus, dass die 19jährigen doch keinerlei Respekt mehr hätten und so frühreif wären. Hm. Naja. Sex mit 19 ist nicht wirklich frühreif, oder? Egal. Nun hör ich zu, ich kann nicht anders. Um ihre Ehe zu retten hat sie das Früchtchen dann mal angerufen, um ihr mitzuteilen, dass sie doch bitte ihren Ehemann in Ruhe lassen soll, sie würde eine Ehe zerstören und ja, sie solle doch auch an die Kinder denken. Herrje. Gute Frau, denk ich mir, dass wird die kaum interessiert haben. Richtig! Die Göre hat wohl geantwortet: „Wir werden ja sehen, für wen er sich entscheidet!“
Ohne Witz, dass das nichts bringt, hätte ich ihr auch vorher sagen können. Schlimmer ist nur, dass sie nun auch noch behauptet, ihr Mann kann da ja nichts dafür! Jawoll. Nur die kleine Zicke schuld. Ja sicher, man kann es sich ja auch schönreden. Von links ertönt nun die Frage: „Ja was soll ich da nur machen?“ Ich sollte nicht, aber ich kann nicht anders: „Eine Bratpfanne könnte helfen“, ächze ich etwas gequält, weil mein Therapeut gerade einen meiner Rückenmuskel malträtiert.
„Radfahren soll da helfen?“ kommt es etwas ungläubig aber nicht ohne Interesse zurück.
„Bratpfanne!“ rufe ich leicht entnervt zurück.
Sie schaut mich an, sie versteht es nicht – und fängt von neuem an, wieder etwas über die Unschuld ihres Mannes zu erzählen, über unerzogene, frühreife Mädchen und darüber, dass ja eigentlich die Frauen an allem Schuld sind und die Männer ja gar nichts dafür können. Oh my god, ist die doof! Schaut man sie an und hört man ihr zu, weiß man, woher das Klischee der doofen Blondine kommt.
Um noch einmal auf die Eingangs erwähnte Serie zurückzukommen – Desperate Houswife Charakter hätte das ganze natürlich erst angenommen, wäre es mein Ehemann gewesen. Ich hätte ihn mit der gusseisernen Bratpfanne einfach beim Abendessen erschlagen und bei Nacht Nebel verschwinden lassen. Dann wäre ich bei der kleinen Bitch vorbeigefahren, um sie von meiner Lebenserfahrung profitieren zu lassen, die da wäre, dass ein verheirateter Mann um die 40 kaum seine Frau und Kind verlässt, um ewig bei einer 19jährigen zu bleiben. Mitnichten. Allerspätestens in 5 Jahren, würde er sie wegen einer 17jährigen verlassen, weil sie dann leider zu alt geworden ist. Dies wiederum würde sie nicht glauben, mich als alte verbitterte Fettel verhöhnen. Doch spätestens nach einer Woche, würden ihr Bedenken kommen, denn er hätte sie ja nicht mehr gemeldet. Wie auch, denn er weilt schon lange nicht mehr unter uns. Dann könnte man noch einmal vorbeifahren, mitfühlend die Tränchen abtupfen und über die undankbare Männerwelt schimpfen. Und schon hätte man eine kleine, dankbare Göre als Freundin, die man bei nächster Gelegenheit auf irgendeinen Trottel ansetzen kann, weil einem seine Ehefrau gewaltig auf den Senkel geht, um deren Ehe aufzumischen. Wäre doch wie Desperate Housewifes, oder?
Dienstag, März 20, 2007
Rawhide!
Das Leben ist ungerecht. Okay, zugegebenermaßen keine neue Erkenntnis. Aber ist doch fies, wenn man aufhört zu rauchen und Sport macht bis zum abwinken und trotzdem zunimmt. Und dank gewisser Leute (!) spukt mir nun immer dieses Lied im Kopf rum, auch wenn das nichts mit Gewichtszunahme zu tun hat:
"Rollin, rollin, rollin - rollin, rollin, rollin ..."
Hinzu kommt, dass mein Trainer meint, ich müßte ja meine Rückenmuskulatur aufbauen und meine Gewichte immer ein wenig erhöht. Dem hab ich nun mit den Worten, "Christoph, meine Jackets werden eng und ich wollte demnächst nicht aussehen wie eine DDR-Kampfschwimmerin" entgegengewirkt. "Ach so, stimmt ja", hat er lapidar erwidert. Jaja. Eine Freundin von mir meinte schon, sie würde sich in meiner Gegenwart immer sehr sicher fühlen, aber mehr Rücken bräuchte ich garnicht. Die Geschichte fand mein Trainer übrigens noch lustig! Männer...
Wie auch immer, 10 kg müssen weg - so oder so. Und zwar bis Ende des Jahres. Kann ja nicht so schwer sein. Ich geh dann mal radfahren. 45 Minuten. Rawhide!
Freitag, März 09, 2007
Höflichkeitsfloskeln
Nach sechs Jahren in einer Firma, sollte man am letzten Tag doch soviel Größe besitzen und sich verabschieden, beziehungsweise der Geschäftsleitung viel Glück wünschen. Dacht ich mir.
Woran ich nicht dachte, ist, dass man mir scheinbar eher rohe Gewalt zutraut. Anders kann ich mir den erstaunten Blick und das leichte zurückweichen nicht erklären, als ich die Hand ausstreckte und sagte: "Wir sehen uns ja dann nicht mehr. Viel Glück in München!"
Irgendwie starrte sie mich an, als würde ich gleich die Machete auspacken - statt der entgegengestreckten Hand. Nur zur Erklärung: Das hab ich natürlich nicht gemacht, ich bin eigentlich erklärter Pazifist. Außer mir geht jemand gewaltig auf den Senkel. Egal. Sie ergriff die Hand mit einiger Verzögerung, schaute mich nicht an und stammelte: "Man sieht sich auf der Messe."
"Ja, möglich. Mach's gut."
Und das war's. So einfach kann man 6 Jahre hinter sich lassen. Das hatte ich mir irgendwie schwieriger vorgestellt. Aber ich glaube, dass ist exakt mein Fehler, ich mach alles immer so kompliziert.
Morgendliche Beobachtung...
Wenn man ungefähr 150 Kilo wiegt, sieht der 911er Porsche an einem nicht mehr schick aus. Beim Betrachter entsteht vielmehr das geistige Bild einer Leberwurst, die aus der Pelle drückt. In diesem Fall rate ich zum Unimog, der schmeichelt der Figur eher.
Dienstag, Februar 20, 2007
Monty Burns live
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nun an Fastnacht, der frühen Stunde (7.35) oder dem nicht vorhandenen Kaffee lag, aber ich bin mir zu 98 % sicher, heute morgen in der ReHa den fleischgewordenen Montgomery Burns gesehen zu haben.
Und nein, ich nehme keine Drogen.
Donnerstag, Februar 08, 2007
10 Gründe extrem genervt zu sein
1. Im geistigen Nirvana zwischen zwei Jobs zu hängen.
2. Sich Geschichten über seine zwei Nachfolger anzuhören, die man - und dafür können die zwei überhaupt nix - schon jetzt nicht leiden kann.
3. Einen Bandscheibenvorfall mit 38 zu haben.
4. Den Bandscheibenvorfall operieren zu lassen, weil die dämliche Bandscheibe auf die Nervenbahnen drückt und die Schmerzen nicht nachlassen. (Zitat des Neurochirugen: "Eigentlich müßten sie bei dieser Art des Bandscheibenvorfalls schon Lähmungen aufweisen." Danke.)
5. Zur Operation an einem Freitag morgen in die Klinik fahren - natürlich nüchtern.
6. Aufgrund eines Anfluges von totaler Coolness und "ich hab ja alles im Griff-Mentalität" nach der OP das Rauchen gleich zu lassen. Man hat es ja jetzt ohnehin schon 24 Stunden überstanden.
7. Vier Tage später festzustellen, dass es jetzt eigentlich verdammt cool wäre eine zu rauchen, nachdem man wieder zu Hause ist, es dann aber doch läßt und sich lieber einen DS bestellt. Schließlich spar ich ja jetzt total viel Geld.
8. Am fünften Tag festzustellen, dass ich sicher dick und rund werde, weil ich nicht mehr rauche und nun auch keinen Ausdauersport machen kann. Oh Gott, wirklich eine doofe Idee. Andererseits, so schlank bin ich ohnehin nicht - kann ich also nicht viel kaputt machen.
9. Sechster Tag: Ich hab abgenommen? Kann nicht sein.
10. Dreizehnter Tag: Naja, nu ist auch egal. Immerhin hab ich keine Zahnschmerzen mehr nach der Wurzelbehandlung heute. Mein Rücken tut weh und mein rechtes Bein krampft. Ich bin genervt, rauche aber immer noch nicht. Sollte ich mich nicht freuen? Ich lese weiter im Buch des Dalai Lama, vielleicht finde ich dort die Antwort.
Ach so ja - World of Warcraft Burning Crusade ist doof. Dank Bandscheibenvorfall und der Tatsache, dass ich zwar zuhause bin , aber nicht stundenlang sitzen kann, bin ich nu soweit zurückgefallen, dass jeder in meiner doofen Gilde vor mir Level 70 erreichen wird.
Ansonsten ist alles super.
Mittwoch, Januar 10, 2007
Geschäftsideen 2007
Ich hab da eine super Idee. Ich gründe mal flugs mit einigen Freunden eine Investorengruppe und übernehme BenQ. Die Gehälter der 800 Mitarbeiter lasse ich dabei mal schnell vom Bund und den Ländern zahlen und dann leg ich los. Seien wir mal ehrlich, schlimmer machen kann ich das doch auch nicht mehr und das Investitionsrisiko scheint mir doch überschaubar. Außerdem, vielleicht haben die noch was in petto, was man auf dem Markt anderweitig verschachern kann, bevor man die dicht macht. Obwohl, ich glaube die Idee hatten die Jungs aus Taiwan schon. Na mal schauen, ich ruf mal bei meiner Bank an und frag nach, ob die das finanzieren.
Dienstag, Januar 09, 2007
Faszinierend
Ich stelle gerade fest, dass es nach dem Genuß einiger Gläser Cava Brut Rosé, Roger Goulart auch möglich ist, ein Telefongespräch mit meiner Mutter zu führen. Andererseits sollte ich das in 2007 auch nicht einreißen lassen, sonst wird das teuer.
Lobotomizer
2007, Urlaub und keine Zeit

Ach so. Die guten Wünsche für 2007. Hm. Ja. Also ich wünsche allen nur das Beste - mit wenigen Ausnahmen auch den Menschen, die ich garnicht leiden kann - aber was soll man machen. Also, euch allen: Gesundheit, beste Beziehungen (geschäftlich wie privat), keine Geldnot und viele freudige Ereignisse und Erlebnisse für 2007! Lasst es krachen und euch gut gehen!
Ich persönlich wünsche mir, dass alle meine "Noch"-Kollegen wieder einen netten Arbeitgeber finden, der ihren Einsatz zur Abwechslung einmal zu schätzen und zu honorieren weiß - gerade auch die älteren Semester! (Nein, ich spreche nicht von mir...) Ich wünsche mir, das ignorante, arrogante Manager in 2007 endlich mal das bekommen was sie verdienen; also keinen goldenen Handschlag, sondern mal richtig einen auf den Sack (entschuldigt die Wortwahl)! Ich fände es toll, wenn die Wirtschaft floriert und die Arbeitnehmer davon profitieren und nicht nur Aktionäre. Ich würde es begrüßen, mit weniger dämlichen Leuten zu tun zu haben, die sich aber für Gott persönlich halten. Ach so, und die Opportunisten können zwar nichts dafür, aber auch da könnten es in 2007 ein paar weniger sein, die regen mich immer so auf. Kleinigkeiten, wie der Weltfrieden und so weiter, stehen auch für 2007 wieder auf der Agenda - die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Der Leitsatz für 2007 bleibt wie 2006: Man muss nicht alles machen - und man muss sich nicht alles gefallen lassen!
Mittwoch, Dezember 20, 2006
Irgendwie ist’s gar nicht weihnachtlich
Heute morgen um 9 Uhr klingelt ein Bote und bringt ein Paket. Natürlich für Weihnachten. Das ist bekanntlich in vier Tagen. Nun ist es 9.13 und ich sitze mit einem Kaffee und Zigarette vor dem Rechner, denn ich kann nicht mehr schlafen. Dumme Angelegenheit. Dabei hab ich Urlaub.
Ist aber prinzipiell egal, denn gleich nach dem Paketdienst fing ich an zu realisieren, dass ich ab 1. April (schönes Datum dafür) eigentlich keinen Job mehr habe. Und unglücklicherweise muss ich zugegeben, dass mich das etwas anfrisst. Dies liegt einfach daran, dass ich mich nicht wirklich dafür entschieden habe, dieses Job aufzugeben. Die Entscheidung dafür fiel ganz woanders. Und irgendwie versetzt mich das nun in eine melancholische Stimmung und es ärgert mich. Eigentlich sind ein Großteil der Kollegen nett. Und unter meinen Geschäftskontakten sind viele, die werde ich – zugegebenermaßen – wirklich vermissen. Ach.
Sicher, es kommt immer etwas neues und die Welt dreht sich weiter. Aber ich war noch nie gut darin, etwas was mir ans Herz gewachsen ist, einfach aufzugeben. Normalerweise treffe ich die Entscheidung wo es in meinem Leben hingeht und nicht irgendwer anders. Auch wenn es schwer fällt.
In vier Tagen ist Weihnachten und eigentlich mag ich diese Zeit ganz gern. Aber irgendwie ist’s gar nicht weihnachtlich.
Donnerstag, Dezember 07, 2006
Gespräche mit Idioten
Letztes Wochenende auf einer Feier wollte mir ein äußerst unangenehmer Mann nicht von der Pelle rücken. Trotz mehrmaliger Aufforderung, doch bitte etwas mehr Abstand zu meiner Person zu halten, bewegte sich sein Gesicht ca. 1 cm vor meiner Nasenspitze, was nicht wirklich ein Vergnügen war. Nachdem wir den ersten Wortwechsel hinter uns gebracht hatten und ich ihn zweimal auf Abstand drücken mußte, verschwand er glücklicherweise in den Weiten der Diskothek. Froh, diese Begegnung hinter mich gebracht zu haben, machte ich mich 15 Minuten später auf Richtung Bar, um noch einen Drink zu bestellen.
Und schwups - stand er schon wieder an meiner Seite. Scheinbar ein ausgeprägtes Kurzzeitgedächtnis - sofern überhaupt irgendeine Form von Intelligenz vorhanden schien. Daraus entwickelte sich dann folgendes Gespräch.
"Hey Du. Also. Wir könnten jetzt ein Bier zusammen trinken."
"Ich hab schon ein Bier. Danke"
"Ja, aber du weißt schon - ein Bier. Also wir hier jetzt."
"Ähm. Ja. Bestell dir halt eines, dann stoßen wir ganz zivilisiert an und jeder trinkt sein Bier."
Er, näher an mein Ohr rückend und mir tief in die Augen schauen:
"Also. Wärst du meine Freundin, würde ich sagen, wir haben ein Kommunikationsproblem."
Ich mich ihm zuwendend, einen Schluck aus meiner Bierflasche nehmend:
"Wenn du mein Freund wärst, wäre ich lobotomiert."
Unverständlicher Blick und Abgang.
Ich glaube, dass hat er nicht verstanden. Wie auch immer, Ziel erreicht, er suchte sich ein neues Opfer. Was will frau mehr.
Filmzitate die 2.
Das hat ja wunderbar geklappt beim letzten Mal. Aber irgendwie war's wohl zu einfach. Im übrigen läßt sich folgendes Zitat auch sehr gut auf meine aktuelle Situation beziehen, ich glaube, ich muss das noch mal in einem Gespräch anbringen:
"Don't tell me you're innocent. Because it insults my intelligence and makes me very angry ..."
Ein herrliches Zitat aus einem hervorragenden Film.
Und ein perfekter Ausspruch für eine perfekte Filmszene, die wahrscheinlich nicht jeder behalten hat, sofern man den Film überhaupt gesehen hat:
"Not the boots!"
Wenn ihr das wirklich schnell rausfindet, seid ihr gut. Naja. Der erste ist eigentlich einfach. ;)
Mittwoch, November 29, 2006
Quizfrage
Hm. Schon wieder fast ein Monat rum und ich bin nicht dazu gekommen zu schreiben. Dafür hab ich die neue Staffel 24 gesehen. War nett. Und weil der Tag heute eigentlich gut war, ich aber schlecht drauf bin, hab ich mir einen meiner Lieblingsfilme angesehen.
Zwei Zitate:
"I have lost something. I'm not exactly sure what it is, but I know I didn't always feel this... sedated. But you know what? It's never too late to get it back."
"I'm looking for the least possible amount of responsibility."
Wer's rausfindet schreibt mir am besten eine Mail oder ruft mich an, da ihr ja nicht die großen Kommentatoren seid. ;)
Samstag, November 04, 2006
Marketing for the win!
Eine sehr schöne Marketing-Idee ist das Entwickeln von sogenannten Erlebniswelten. Damit meint man: Kaufen sie dieses Produkt und schon erleben sie eine völlig neue Welt, abseits des bekannten öden Alltags. Und weil viele Menschen eben nicht in die Karibik zum Duschen fahren können, kaufen sie eben ein bestimmtes Duschgel und erleben das volle "Karibikgefühl" morgens unter Dusche. Oder man kauft ein Auto und fühlt sich viel jünger, wie jüngst Sean Connery in einem Werbespot.
Soweit so gut. Aber mal ehrlich, wenn ich im Supermarkt auf der Suche nach einem ordinären Malven- und Hagebuttentee bin und dabei geschlagene 10 Minuten vor dem Teeregal verbringen muss, gefangen zwischen "Romeo & Julia", "Süße Affäre", "Süße Verführung", "Arabian Moon" , "Salsa" und "English Style", dann geht das ganze doch irgendwie entschieden zu weit. Ich will verdammt noch mal einen ganz normalen Tee! Und meine Vorstellung dabei beschränkt sich langweiligerweise eher auf einen grauen Novembernachmittag zuhause, mit einem spannenden Buch und einem leckeren, dampfenden Malventee, gesüßt mit etwas Honig, während draußen alles nass, kalt und grau ist.
Wenn ich Romeo & Julia erleben will, lese ich Shakespeare oder gehe bestenfalls ins Theater. Die süße Affäre werde ich wohl kaum teetrinkend allein zuhause erleben. Arabische Mondnächte erinnern mich vielleicht an Märchen aus 1001 Nacht jedoch viel mehr an übersüßten Pfefferminztee, Salsa und Tee, die Verbindung kann ich leider gar nicht mehr herstellen und auch der "english Style" Tee mit einem Anflug von Bergamotte erinnert mich nur an die Teesorte Earl Grey.
Erlebniswelten gut und schön, manchmal allerdings will ich gar nichts erleben, sondern nur meinen verdammten Hagebuttentee kaufen.