Montag, August 20, 2007

Ich würde ja gern ...

...was neues veröffentlichen, aber leider geht's nicht. Naja, dann nicht. Jetzt ärgert mich nur noch, dass ich damit soviel Zeit vergeudet hab.

Danke für den Fisch

Ich wollte nicht unerwähnt lassen, dass ich noch einen Läster und Beschwerde-Blog aufgemacht habe. Zwar vor langer Zeit, aber nu wird er erst mal aktiviert. Das besondere daran soll sein, dass bitte mehrere Leute mitmachen, momentan sind's nur drei. Ich garantiere auch diplomatische Immunität, damit die Schreibenden sich über ihre Arbeit, Freunde, Partner oder was auch immer auslassen können, ohne gevierteilt zu werden. In anderen Worten, es darf auch bösartig sein.

Danke für den Fisch

Also, wer mitmachen möchte, bitte einfach eine email an mich.

Freitag, August 17, 2007

Nekrolog auf einen Lebenden, den das Zeitliche gesegnet hat

Ach, was war es doch lustig. Im nachhinein gesehen.

Dein liebevolles lispeln verschönte so einige dröge Monologe und verschleierte deren Inhalte.

Deine liebevolle, motivierende Art - "hier wird gemacht, was ich sage" - war immer herzerfrischend und gab dem grausten Tag einen Lichtschimmer.

Dein gesunde deutsche Einstellung zur Loyalität unvergessen: "Isch bekomme Geld am Ende desch Monats, da bin isch loyal!".

Mit deinem Wissen erhelltes du unseren Geist: "Reformationstag? Scheiß Katholiken!"

Ausrufe wie "Da ischt immer noch ein roter Kringel unter meinem Texscht" werden in die Geschichte eingehen und wir verdanken dir feuchtfröhliche Abende mit dem Wörtchen "hältst".

Aber alles hat einmal ein Ende und nach Jahren hat man wohl auch an anderer Stelle kapiert, dass du irgendwie nicht tragbar bist.

Naja - wie gesagt, im Nachhinein verdanke ich dir einige Inspiration beim Gestalten von Charakteren und vor allem Geschichten, die die Ewigkeit überstehen.

Danke! Möge dein weiterer Lebensweg ein erfolgreicher sein!

Pelziges Gefühl mit Pfefferminz

Gestern beim Tierarzt hab ich etwas durchaus interessantes erfahren zum Thema Zahnpflege und die Mittel die man dafür benutzt. Unser Tierarzt berichtete nämlich, dass in der Zahnpasta die bei Tieren verwendet wird das sog. Triple-Enzyme-System zum Einsatz kommt, dass die Bildung von Zahnstein nachhaltig vermindert und selbigem auch noch unproblematisch durch normales putzen beseitigt.

Diese Erkenntnis hinterließ natürlich die Frage, wenn es denn solch ein prima System gibt, warum benutzen wir das nicht in unserer Zahncreme? Vielleicht nicht gerade mit Hühnchen-Geschmack sondern Pfefferminz.

Außerdem müsste man mit vorgenanntem System seine Zähne gar nicht täglich putzen, um sie gesund zu erhalten. Dies wiederum würde die Aussage einer befreundeten Zahnarzttechnikerin belegen, die einmal sagte, dass - würden die Leute sich nicht täglich die Zähne mit Zahnpasta putzen - sich die Mundflora nach einigen Monaten erholt und man dann auch die tägliche Zahnpasta nicht mehr zum bekämpfen des "ich hab ein pelziges Gefühl im Mund" braucht.

Ist natürlich alles blanke Theorie, da wir mittlerweile so indoktriniert sind, dass kein Mensch Monate lang mit einem Meerschweinchen im Mund aushält. Nichtsdestotrotz, nun komm ich mir mal wieder veräppelt vor - wobei das Gefühl ja auch keinen neuen Gemütszustand beschreibt. Aber man denke nur kurz darüber nach wie viel Zahnärzte kein Geld mehr verdienen, weil sie keinen Zahnbelag mehr entfernen können, wie viel Geld die Krankenkassen dadurch sparen würden, wie viel Geld wir Endverbraucher sparen, weil wir nicht mehr Tonnen an Zahnpasta einkaufen etc.

Auf meine Frage gestern, warum noch keiner diese wundersame Paste produziert und verkauft, denn allein die Prävention die wir damit betreiben würden, würde ja schon dem Gesundheitssystem Millionen sparen, fragte mich mein Tierarzt: "Haben Sie schon mal erlebt, dass das irgendjemanden interessiert?" Hm. Nee. Hab ich nicht. Aber vielleicht liegt's ja auch nur daran, dass es die Zahnpasta bisher nur mit Hühnchen-Geschmack gibt. Wer kann das schon wissen.

Sonntag, August 12, 2007

Melancholie am Sonntag

Heute Morgen bin ich aufgewacht und war irgendwie von einer melancholischen Traurigkeit erfüllt. Manchmal hat man das, zumindest ich. Scheinbar ohne Grund. Es kam so das Gefühl auf, dass irgendwie in meinem Leben nichts so gelaufen ist, wie es sein sollte.

Sonntage eignen sich auch sehr gut für solche Gedanken, weil Sonntage die ruhigsten Tage der Woche sind. Man kann auf der Terrasse stehen und hört: Nichts. Keine Vögel, keine Nachbarn, keine Kinder und – wie heute morgen – noch nicht mal das rascheln der Blätter im Wind, weil selbiger durch Abwesenheit glänzte. Mit anderen Worten, dieser Sonntagmorgen ist der stillste seit langem. Nun saß ich da in dieser Stille bei meinem ersten Kaffee des Tages und mir fiel auf, dass ich gar nicht weiß, wie mein Leben hätte aussehen sollen. Da hab ich dann beschlossen, dass eigentlich alles gut sein muss und die wenigen Sonnenstrahlen auf der Terrasse genossen. Und genau an diesem Punkt flog ein kleines Flugzeug über das Haus und unterbrach diese unnatürliche Stille mit einem knatternden Geräusch.

Und deswegen ist diese röhrende Cessna nun schuld, dass ich das alles aufgeschrieben habe.

Samstag, August 11, 2007

Head Over Heals Accounting

Irgendwann vor einigen Jahren gab es mal ein paar Witzbolde, die bei einer namhaften Werbeagentur anriefen und sich witzige Titel der Menschen ausdachten, mit denen sie reden wollten. Einer davon hatte auch das in der Überschrift genannte "head over heals" im Titel. Ich fand das damals recht lustig, aber natürlich vollkommen überdreht. Nun ja, die Zeiten ändern sich. Manchmal ist das gut, zum Beispiel gingen die Engländer aus Indien weg, die Sklaverei verschwand etc. und manchmal ist das einfach nur kurious.

Ist man auf der Suche nach einem Job oder Projekten heutzutage und dementsprechend bei allen möglichen Jobvermittlern gelistet - im übrigen nicht ohne vorher seitenlange Auskünfte zu geben, in welchem Bereich man arbeiten möchte, könnte und warum - bekommt man immer nette Newsletter mit den aktuellen Jobs zugesandt. Selbstredend passend auf das angegebene Profil. In meinem Fall muss ich mich dann zwar öfters fragen, was zum Henker ich da angegeben habe, aber sei's drum.

Heute zum Beispiel schneiten wieder einige der Bombenangebote rein: Harmlos ist da noch der "Produktmanager m/w" oder der "Medical Manager/in Onkologie". Auch abstrakt, aber man kann sich etwas darunter vorstellen. Schwieriger wird es dann schon mit dem "Spezialist (m/w) Alliance Sales Support" oder dem "Senior Sachbearbeiter Corporate Event Processing (m/w)". Was wollen uns diese Anzeigen sagen, abgesehen von der Tatsache das in die Personalabteilungen Denglish perfekten Einzug gehalten hat? Ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung.

Gesucht werden nach wie vor auch studentische Aushilfskräfte oder Praktikanten, die ja nachweislich mittlerweile ganze Firmen am Laufen halten. Ja kein Wunder, kann ich da nur sagen, die arbeiten in Abteilungen von denen ich wirklich nicht im geringsten Ahnung habe, was die eigentlich tun - und wahrscheinlich haben die Praktikanten das auch nicht, aber macht nix, die Wirtschaft funktioniert auch so. Vielleicht bewerbe ich mich einfach da mal, man soll ja auch mal über den Tellerrand hinaus schauen. Wie wäre es mit "Studentische Hilfskraft (w/m) im Bereich Governance, Risk & Compliance bei Advisory"? Oder "Praktikanten (w/m) oder studentische Mitarbeiter (w/m) für den Ausbau Marketing/Produktmanagement"? Das ist bestimmt lustig dort, eine Abteilung aus Praktikanten die eine Abteilung ausbauen. Klasse. Aber ach nee, vielleicht mit meiner Erfahrung doch lieber "Projektleiter/in Konvergente Kommunikationsdienste". Dort kann ich nämlich den Trend der Konvergenz aktiv mitgestalten - ich war auch schon immer gegen Divergenz, furchtbar so etwas! Und seien wir ehrlich, wer mich kennt, der weiß genau Konvergenz war schon immer mein Ding!

Dann könnte ich auf die beliebte Frage im Bewerbungsgespräch:

" Was sind ihre größten Schwächen?" das antworten, was ein Freund und Kollege letzthin sagte: "Schokolade und Sahnetorten! Da kann ich einfach nicht widerstehen."

Freitag, August 10, 2007

16V und drei schwarze Haare

Manchmal muss man nicht weit reisen, um seltsame Menschen oder Begebenheiten zu sehen. Ich habe zumindest heute eine dicke, schwarzhaarige Frau beim Metzger gesehen. Daran ist soweit nichts besonderes, mag jetzt manch einer denken. Dicke Menschen mit schwarzen Haaren, gibt’s nu wirklich wie Sand am Meer. Stimmt. Aber die Details. Es war sehr voll im Laden, ich musste also lange warten und hatte nicht nur Gelegenheit über meinen Einkauf nachzudenken.

Neben mir stand diese Frau; blass war sie, dicklich mit leichtem Vorbiss, der ihre großen Schneidezähne leicht über ihre wulstige Unterlippe schob. Ihre weiße Bluse spannte genauso wie ihre beigefarbene Strickjacke, die sie trug. Ein leichtes Lächeln zeichnete sich in ihrem Gesicht ab, wohl in Erwartung der zu kaufenden Schweineschwarten. Ich schätzte sie auf 45 – aber vielleicht war sie auch jünger. Begleitet wurde sie von ihrer schweinsäugigen Tochter, derer Gesicht die Bezeichnung Pfannkuchen wirklich verdient hatte, wobei die Engelslöcken, die ihr Gesicht einrahmten, im krassen Gegensatz zu ihrer Körperstatur standen. Ich stand also neben dieser Frau und konnte meinen Blick weder von ihren strähnigen, schwarzen Haaren noch von ihrer schlechtsitzenden Kleidung abwenden. Abgerundet wurde das Bild nur noch von einer blassen, kleinen Warze auf ihrer Wange, die, wären dort nicht drei schwarze Haare entwachsen, kaum aufgefallen wäre. Doch diese drei Haare waren es eben, die sich in mein Gedächtnis brannten. Sie standen in ihrem Gesicht wie drei Schweineborsten, die man vergessen hatte abzuflämmen. Die Tochter mit den kleinen Augen war wohl erst um die elf, aber man konnte eine Vorstellung davon haben, welche Ausmaße sie in 20 Jahren haben würde. Dann vielleicht nicht mehr mit der enganliegenden Adidas Jogginghose und den Turnschuhen über die die Haut und Speckfältchen ihrer nicht mehr zu sehenden Knöchel quoll. Unwillkürlich kam mir der Gedanke, was wohl im Himmel passieren würde, wenn die Engel soviel Übergewicht hätten. Aber schon waren sie dran und der Einkauf von Leberwurst, Leberkäse und Bratwürstchen im Speckmantel schritt munter voran. Dann verlor ich die zwei aus den Augen, weil ich die nächste in der Reihe war.

Auf dem Heimweg fuhr ich dann dankenswerterweise diesem Typ mit dem 16V Turbo Opel hinterher, den ich in den Kurven auch locker zu Fuß überholt hätte. Aber wahre Macht zeigt sich ja erst dadurch, die Kraft und Schnelligkeit unter dem Hintern zu haben und zu wissen, ich könnte schneller, wenn ich nur wollte. Und genau deswegen fährt man einen Wagen, der 16 Liter auf drei Meter verbraucht. Für diesen einen Moment, der offensichtlich nicht an einem Freitagnachmittag stattfinden kann.

Aber ansonsten war es eigentlich ein recht schöner Tag.

Immer wieder verwunderlich

Ich bin immer auf's Neue überrascht, wie unverfroren in Pressemitteilungen gelogen wird. Da werden Leute Kenntnisse zugestanden, die sie noch nicht mal im Ansatz haben. Ob die PR der deutschen Bank das beim Ackermann auch so macht? Vielleicht kann der ja in der Realität noch nicht mal eine Bilanz lesen - der hat nur ca. 10 Leute um sich herum, die es können? Aber ach, ich vergas, es war ein Zitat - liebevolle Winkelzüge der PR. Ich hinterfrage mal lieber nicht, was das über die zitierte Person aussagt. Ist ja auch vollkommen egal. Und im übrigen gibt der Erfolg diesen Menschen Recht! Man muss sich nicht auskennen, man kann ja lernen, andere opfern - kurz: man muss eigentlich nur politisch gut agieren können. Man muss nichts wissen, man muss nur wissen, wo man fragen muss.

Das schafft man natürlich nur, wenn man seinen Job über Freunde bekommt, die nicht nachfragen, wie denn der Lebenslauf so aussieht. Man muss es ja nicht belegen.

Eigentlich eine gute Idee. Ich baue mir mal einen fiktiven Lebenslauf und schick den durch die Gegend. Und sein wir ehrlich, im wesentlichen ist ja auch vollkommen egal, wo wir herkommen und ob wir irgendwas können, solang der Erfolg einem Recht gibt. Da wird das amerikanische Prinzip "vom Tellerwäscher zum Millionar" in abgewandelter Form Realität. Und davon träumt doch irgendwie jeder arme Mensch, oder etwas nicht?

Samstag, August 04, 2007

Sauer!

Nein, nicht ich, aber eine der drei Nektarinen, die ich mir heute morgen liebevoll zerteilt habe, um sie genüßlich beim Schreiben vor dem Rechner zu vertilgen.

Weiß jemand, wie sich das anfühlt, wenn man in Erwartung von saftiger Süße in etwas hereinbeißt, was sich dann als sauer entpuppt? Eklig, kann ich euch sagen. Und das Beste ist, ich kann die saure Nektarine nun nicht mehr von den zwei süßen trennen, weil ich alles in mundgerechte Stücke geschnitten und in eine Schüssel geworfen hab. Nun beäuge ich jedes Stück misstrauisch, bevor ich es in den Mund schiebe, finde aber leider auch dadurch nicht wirklich raus, welches nun die saure ist. Wäre es ein eloquenter Wortwitz, zu sagen, "in diese saure Nektarine" muss ich nun beißen? Uh. Nee. Dann lieber den ersten Kaffee des Morgens genießen und an meiner "Rezension" zu Coffee & Cigarettes weiterschreiben, die man dann bald hier

  • Literaturhexen


  • nachlesen kann.

    Ich gebe mir auch Mühe, auf entsprechenden vorgenannten Wortwitz zu verzichten.

    Donnerstag, Juli 26, 2007

    Es ist Donnerstag

    Zeit für die Zeit. Es mag Leute geben, die sagen: "Oje, sie hat nun garnichts mehr zu tun."

    Mitnichten, kann ich da nur lapidar erwidern. Ich möchte jedoch die Leser meines Blogs kurz an meiner kleinen Donnerstags-Freude teilhaben lassen. Denn als erstes pflege ich die Kolumne des hervorragenden Harald Martenstein im Zeit-Magazin zu lesen, um dann auf die letzte Seite zu blättern und das wöchentliche Interview mit Helmut Schmidt (Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt) zu lesen.

    Darauf freu ich mich.

    Jeden Donnerstag. Und das wollte ich nur mal gesagt haben.

    Dienstag, Juli 24, 2007

    Harry Potters Ende

    24. Juli 2007, 11:52. Habe gerade die letzte Seite des neuen Harry Potter gelesen. Das gute ist, dass vielen Leuten Harry Potter mittlerweile wahnsinnig auf den Wecker geht, aber mir nicht. Ich habe nämlich mit Harry Potter erst vor einigen Monaten angefangen und dann alle Bücher auf einmal durchgelesen. Das ist in sofern ganz witzig, weil man merkt, dass die Geschichten mit jedem Buch etwas erwachsener werden. Und außerdem ersparte ich mir natürlich die Wartezeit zwischen jedem Buch, bis hin zum letzten Band.

    Ach so - wer wissen will, wie's war, schaut hier:

    http://literaturhexen.blogspot.com/2007/07/harry-potters-ende.html


    Ich spoiler auch nicht. ;)

    Freitag, Juli 13, 2007

    Schnäppchen: Die Rolling Stones

    Falls jemand daran Interesse und auch das nötige Kleingeld hat, die Rolling Stones sollen angeblich bei einer netten privaten Veranstaltung der Deutschen Bank aufgespielt haben. Für den Salär von läppischen 4 Millionen Euro. Sagt man. Ich hoffe, das war das Geld für die 600 geladenen Manager wert und sicherlich kann man die Kosten auch als Werbungskosten absetzen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,494279,00.html

    Eigentlich wäre es doch eine tolle Idee, wenn man die Gehälter der Angestellten auch von der Steuer absetzen könnte oder als Werbungskosten, dann würden die ganzen Analysten vielleicht nicht auf die Idee kommen ihre nächste Gewinnmaximierung durch Personalabbau zu finanzieren und den Erfolg dann mit den Rolling Stones zu feiern. Aber was red ich, war sicher alles ganz anders.

    Donnerstag, Juli 12, 2007

    Wahre Worte

    Meint ein Freund zu mir gestern:

    "Weißt du was wirklich erschreckend ist?"

    "Nee, was denn?"

    "Wenn der Schäuble plötzlich bedrohlicher wirkt, als der Beckstein."

    Da hat er recht. Aber davon mal ganz abgesehen; nimmt den Schäuble nach seinen Äußerungen eigentlich noch irgendwer ernst?

    Montag, Juli 09, 2007

    Nu bin ich hibbelig.

    Ich bin nervös. Und hibbelig. Das nervt. Wieso? Ich hab morgen ein Bewerbungsgespräch. Und dies eigentlich mehr durch Zufall. Nun begibt es sich aber, dass ich der Meinung bin, der Job könnte echt cool sein und die Firma auch. Und schon bin ich hibbelig. Dabei hab ich eigentlich gar keinen Grund dafür. Ich weiß ja was ich kann und was ich alles schon gemacht habe.

    So ist das, wenn man denkt, dass etwas wichtiges passieren wird. Ach herrje. Ich geh erst mal meinen Anzug abholen, vielleicht gibt sich das dann.

    Wohlhabende Mittelschicht

    Ich habe heute Morgen beim ersten Kaffee des Tages dem Moderator des Morgen Magazins mehr abwesend lauschend folgenden Satz aufgeschnappt:

    "Aber ist die Zielgruppe nicht eher die wohlhabende Mittelschicht mit Bildungsvorsprung?"

    Uh. Wo bewege ich mich eigentlich? Wohlhabend? Mittelschicht? Bildungsvorsprung? Und wenn überhaupt, vor wem hab ich denn einen Bildungsvorsprung? Der armen Unterschicht mit Bildungsarmut? Oder hinke ich vielleicht der reichen Oberschicht mit guter Allgemeinbildung hinterher?

    Hm. Lieber noch einen Kaffee ziehen und nicht drüber nachdenken.

    Mittwoch, Juni 27, 2007

    Ich freu mich so, dass es überall Idioten gibt

    Und überhaupt, diese Unterhaltungen im Handelschat sind doch immer wieder eine Freude. Vor allen Dingen, bei solch ausgefeilten Charakternamen...


    Gibt's auch in groß!

    Da kam doch eine Email rein, mit den Worten: Größer!

    Na gut, versteh schon, ich hätte die Bilder bearbeiten sollen, damit man das Alarm-Telefon auch lesen kann. Aber ach, ich war zu faul.


    Dienstag, Juni 26, 2007

    Alarm Telefon - Ich mag auch in Urlaub!

    Irgendwie geht jeder in Urlaub - oder kommt aus dem Urlaub zurück. Ich will auch. Dann könnte ich vielleicht so nette Fotos machen, wie der Herr S. der kürzlich aus Dänemark zurück kam.







    Die spinnen irgendwie, die Dänen. Danke für's zusenden Markus, copyright liegt natürlich bei dir. :)

    Montag, Juni 25, 2007

    Innehalten

    Wenn ich morgens schon aufstehe und mir als erstes vier verschiedene Optionen in den Kopf kommen, wie ich denn nun meine Brötchen verdienen könnte, läuft etwas schief. Erstens, weil der vorherige Satz das Wort "könnte" enthält. Soll heißen, viele Optionen und Ideen, aber nix greifbares. Zweitens, weil mich die Situation offensichtlich leicht unentspannt am frühen Morgen zurück läßt. Garnicht gut. Ich sollte nämlich über diesem ganzen hin- und her den wichtigsten Punkt nicht vergessen, dass Arbeit Spaß machen sollte. Ergo: Innehalten. Nix machen, außer Dinge, die Spaß machen. Normalerweise ergibt sich dann die Lösung von ganz allein. Schauen wir mal.

    PS. Ich möchte an dieser Stelle auch noch kurz meiner Enttäuschung über eine bestimmte Person Ausdruck verleihen, der ich vertraut habe, und die es mal wieder nicht Wert war. Gibt ja Dinge, die lerne ich nie. Naja, so bin ich eben.

    Montag, Juni 18, 2007

    Polls

    Immer wieder faszinierend sind die Fragen sogenannter Polls, zu deutsch auch Umfragen im Internet. Marketingtechnisch spricht man hier gern davon, am Puls des Endverbrauchers zu sein. In Meetings mit der Management-Ebene werden solche Umfragen auch gern als repräsentativ zitiert. Zum Beispiel: 95 % der Befragten fanden das unser Produkt oberscharf aussieht. Jawoll! Unterschlagen werden hierbei meist mehrere Punkte.

    1. Die Frage lautete "Was finden sie an unserem Produkt am geilsten?"
    2. Zur Antwortauswahl standen folgende Aussagen: "Die Grafik ist der Oberhammer", "Die Hautpdarsteller wirken so menschlich", "Der Entwickler macht sowieso nur tolle Spiele", "Das Gameplay ist unvergleichlich". Vote now! (knöpfchen drück)
    3. Insgesamt am Poll teilgenommen haben 11 Leute - das waren dann meist auch die Mitarbeiter...

    Soviel zum Wahrheitsgehalt der meisten repräsentativen Umfragen. Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Oder so ähnlich.

    Sonntag, Juni 17, 2007

    Nix besonderes

    Nachdem mich nun verschiedene Leute angesprochen haben, dass mein Blog verwaist, hier mal ein kleiner Eintrag samt Erklärung. Also: Man soll es ja nicht glauben, aber ich habe zurzeit sehr viel zu tun. Unglücklicherweise befindet sich aber auch so ziemlich alles mit dem ich zu tun habe in der Planungsphase. Das ist spannend, aber ich rede nun mal nicht sooo gern über Dinge, die noch nicht spruchreif sind; deswegen ja Planungsphase.

    Im übrigen finde ich alles im Moment wahnsinnig spannend und gleichzeitig beunruhigend. Das mag auch dazu beitragen, nicht viel zu schreiben ich habe nämlich die gesamten Planung noch nicht 100 % zu Ende gedacht. Und denken - auch das soll man nicht glauben - braucht Kapazität. Und deswegen denk ich jetzt erst mal weiter. Bis später.

    Mittwoch, Mai 30, 2007

    State the obvious


    Aufreger des gestrigen Tages

    1. Immer noch Grippe - immer noch Fieber. Draußen regnet es. Das nervt.

    2. Trotz leichter Übelkeit auf dem Weg zum Arbeitsamt. Da muss man sich nämlich innerhalb der ersten drei Tage nach Erhalt der Kündigung melden. Es regnet immer noch. Na gut.

    3. Nette Frau auf dem Arbeitsamt (keine lange Wartezeit!) gibt mir das Begrüßungspaket. Auf dem Deckblatt steht: "Information für Neukunden". Ich halte diese Formulierung für stark übertrieben.

    4. Am Abend: Welcher geniale Marketing Mensch kam wohl auf die Idee, die Werbung für die DVD des Zweiteilers "Bermuda Dreieck - Tor zu einer anderen Zeit" in den Werbepausen bei der Ausstrahlung desselbigen zu buchen? Btw. so spannend war der nun wirklich nicht, dass man den auf DVD kaufen müsste.

    5. T-Home go home! Ist ja okay sein Produkt zu bewerben. Aber hallo? Habt ihr eigentlich jede verfügbare Werbepause gebucht?

    6. Mir fällt auf, das die Jungs der Dove Kampagne die Einzigen sind, die ein Produkt "Pro-Age" statt "Anti-Age" genannt haben. Eigentlich sehr sympathisch, kein Grund sich aufzuregen.

    Donnerstag, Mai 24, 2007

    Kurzes Intermezzo

    Ich gebe zu, die Erfüllung alle meiner Träume war ja Emme in Köln nicht. Aber so schnell war ich ja noch nie bei einer Firma wieder weg. Huch. Naja. Ich möchte aber betonen, dass es ausnahmsweise gar nicht an meiner Person oder meinen Äußerungen lag. Es hat nur wirklich mal einer sich die Zahlen angeschaut und festgestellt, dass bestimmte Dinge gar keinen Sinn machen. Normalerweise wettere ich ja gern mal gegen Manager, aber leider - zu meinem Nachteil - kann man den Herren nur beipflichten. Das Gespräch war dann eigentlich auch sehr nett und zivilisiert - unter anderen Umständen könnte da ja wirklich ein netter Kontakt entstehen. Wie auch immer, für mich kam es jetzt ja auch weniger überraschend, allerdings sind natürlich sehr viele Leute betroffen, was natürlich weniger schön ist.

    Schwamm drüber. Hab ich mehr Zeit für die Projekte, die ich ohnehin schon angeleiert hatte. Und schönes Wetter ist auch. Und überhaupt, wer weiß, wozu das alles gut ist.

    Mittwoch, Mai 23, 2007

    Fahrräder aus Köln

    Ich bin ja nun meist einmal die Woche in Köln - zumindest noch. Naja. Und erstaunlicherweise stelle ich fest, dass Köln die Stadt sein muss, mit der stärksten Dichte an Fahrrad-Läden. Muss ein spannendes und erfolgversprechendes Geschäftsmodel sein.

    Freitag, Mai 18, 2007

    Übrigens, ich hab Jonny Depp getroffen.

    Neulich träumte ich doch tatsächlich, ich hätte Jonny Depp getroffen. Wir saßen auf der Terrasse, tranken Rotwein und haben uns stundenlang hervorragend unterhalten. In anderen Worten, es war toll. Also genauso, wie ich mir das vorstellen würde, würde ich ihn mal wirklich treffen.

    Note to myself: Falls ich noch einmal von Jonny Depp träume, darf es ruhig etwas unrealistischer sein...

    Mittwoch, Mai 16, 2007

    I’m so depressed.

    Es regnet.

    Und es ist kalt.

    Und grau.

    Ach.

    Kann mir mal jemand bitte sagen, dass alles gut wird? Das wäre nett.

    Vielleicht hilft’s ja – vielleicht aber auch nicht.

    Warten wir mal auf morgen.

    Dienstag, Mai 15, 2007

    Wenn Spieler sich langweilen

    Weil zum Beispiel ein Boss wieder mal verbuggt ist und man auf einen willigen Gamesmaster warten muss, der die Sache dann wieder hinbiegt, neigen Spieler von Zwergen zu komischen Aktionen.




    Zum Beispiel leicht bekleidetes tanzen, auch wenn anderen Mitspielern zuhause dadurch die Pupille wegbrennt. Egal! Da müssen die durch. Mein Zwerg ist der in der Mitte, der auch seinen Gildenrock ausgezogen hat, um die weibliche Nachtelfen-Priesterin zu beeindrucken, die aber leider gleich nachdem ich anfing eine 10 Minuten Pause einlegte. Naja, hat sicher nix mit mir zu tun. Muss an Balum (rechts) oder Dagger (links) gelegen haben.




    Ach so.

    Wenn ich genervt bin und mir alles nicht schnell genug geht, muss ich immer zwanghaft was anderes ändern. Und da ich nicht jedes Mal die Wohnung umstellen kann, muss der Blog dran glauben. :)

    Ich muss mal quengeln

    Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass mir mal wieder alles nicht schnell genug geht.

    Auf der Arbeit...

    ... kommt man nicht weiter. Na gut. Das ist ja nix neues. Aber es nervt. Ich hasse Stillstand.


    Mit meinem neuen Projekt...

    ... komm ich nicht weiter. Es fehlen zu viele Komponenten. Ok. Man arbeitet dran. Und das wird sicher auch was. Aber ach. Das dauert alles so elendig lange.


    Beim Spielen...

    ... langweilt mich WoW. HdR find ich nicht so ansprechend. Warhammer Online ist noch nicht released. Warum eigentlich nicht... Ich will eine Beta. Sofort.


    Ansonsten möchte ich anmerken, dass ich ganz tolle Freunde habe! Und ganz tolle Geschäftspartner!

    Muss ja auch irgendetwas positives geben.

    Werbung für Filme

    Vor zwei Tagen hab ich einen durchaus witzigen Film auf DVD gesehen. Dazu mehr demnächst auf den Literaturhexen. Erstaunlich waren jedoch die Trailer für diverse andere Filme. Zum Beispiel: Marrakesch.

    Man sieht Bilder irgendwo aus Marroko. Man sieht Kate Winslet. Man sieht - offensichtlich - einen Marrokaner. In den verliebt sich wohl Kate Winslet. Egal. Man sieht Bilder irgendwo aus Marroko. Und dann aus dem off:

    "Marrakesch!"

    - Pause -

    "DER Film mit Kate Winslet!"

    - Pause -

    "Nach Titanic!"

    - Ende -

    Leute. Abgesehen davon, dass ich weder großer Kate Winslet noch Titanic Fan bin, aber was sagt das denn nun über den Film Marrakesch aus? Ah. Richtig. Garnix. Großartige Werbung.

    Sonntag, Mai 06, 2007

    Neues Projekt

    Zurzeit beschäftige ich mich mit so vielen neuen Projekten, dass sogar mir nicht klar ist, wo ich die Zeit dafür hernehme. Wie auch immer. Ich wollte schon seit mindestens einem Jahr eine Seite mit einer Freundin zusammen realisieren, auf der wir Bücher, Filme etc. ganz subjektiv rezensieren. Und da ich heute morgen mal wieder um 8 Uhr wach war, weil ... ach egal ..., hab ich einfach noch einen Blog angelegt. Also: Wer Spaß daran hat, kann gern mal reinschauen - ich hoffe, er füllt sich mit der Zeit und besagte Freundin macht auch mit. Eingeladen ist sie zumindest schon :)

    http://literaturhexen.blogspot.com/

    Mittwoch, Mai 02, 2007

    Ich bin zu alt für Geplänkel!

    Echt jetzt! Es ist eigentlich ein schöner Tag, es ist super Wetter und ich hab Kopfschmerzen, weil ich mich die Hälfte vom Tag schon wieder nur aufrege.

    Deswegen eine kleine Geschichte. Es gibt Leute, die Angst vor Hunden haben. Ich für meinen Teil gehöre natürlich nicht dazu, denn ich habe selbst einen großen Hund. Nichtsdestotrotz hab ich Respekt vor anderen Hunden und käme nie auf die Idee, fremde Hunde einfach anzutatschen. Vor etwas Respekt haben und eine Situation - oder einen Hund - einzuschätzen ist ja auch eine Sache. Das bewahrt einen davor, gebissen zu werden. Und das ist im Regelfall gut. Wenn man allerdings Angst hat, merken das Hunde sofort. Sie können es einfach riechen - da hilft auch nicht, wenn sich derjenige einredet, dass alles gut ist und der Hund einem eigentlich nichts tun wird. Deswegen ist es im übrigen auch immer vollkommen daneben, Leuten die Angst vor Hunden haben zuzurufen: "Der macht nix!"

    Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist folgendes: Ich glaube, dass sich die Menschheit dieses "Angst riechen" irgendwie auch bewahrt hat - wenn auch nur unbewusst. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es funktioniert. Es gibt Menschen, die können Angst nach wie vor riechen. Und wenn man mit denen zu tun hat, hat man entweder keine Angst oder man gibt gleich auf. Das erspart einem viel Geplänkel, viel Zeit und außerdem haben Leute wie ich weniger Kopfschmerzen.

    Dienstag, Mai 01, 2007

    Rote Fahne und marschieren!

    So oder so ähnlich formulierte ein Kollege neulich seine Erinnerung an den ersten Mai. Mir ist nicht nach marschieren und auch nicht nach roten Fahnen. Ich bin nervös und knabbere mir die Fingernägel weg. Uh. Irgendwie eklig - ich sollte das lassen.

    Außerdem wundere ich mich an diesem sonnigen, windigen Morgen, ob ich jemals den Zustand erreichen werde, wo ich sagen werde: "Ich bin zufrieden mit mir selbst, ich hab alles richtig gemacht!"

    Vielleicht kommt der Augenblick aber auch nie. Vielleicht bin ich nie so richtig zufrieden mit mir selbst und vielleicht treibt mich das ja an. Vielleicht aber auch nicht.

    Puh. Alles viel zu kompliziert für einen frühen Morgen.

    Donnerstag, April 26, 2007

    Flickr - alter Hut, ich weiß

    Nichtsdestotrotz hab ich heute beschlossen, mich da auch mal mit diversen Bildern zu verewigen. Wer mal reinschauen möchte, findet mich unter Taris_Teron. Wer hätte es gedacht.

    Montag, April 23, 2007

    Ebay ist Schuld am Amoklauf!

    Nachdem gestern Spon feststellte, dass der koreanische Amokläufer ein geschätzter Ebayer war, mit dem Ebay richtig Spaß machte, weil er pünktlich zahlte und lieferte, ist es wohl auch richtig anzunehmen, dass ich als Ebayer (der pünktlich zahlt und liefert) unweigerlich irgendwann Amok laufen werde.

    Sollte ich mich da als verantwortungsbewußter Bürger eigentlich nicht gleich stellen?

    Samstag, April 21, 2007

    Was diese Woche so geschah...

    Mr. Waters ist überragend. Ich liebe Pink Floyd noch immer, aber warum zur Hölle muss man ein Konzert nur mit Sitzplätzen ausstatten? Und warum sind die Deutschen auf Konzerten so verdammt unbeweglich? Egal. Das Konzert war großartig, die Musik war - nun ja - immer noch großartig, die Show war toll, nur das Publikum war irgendwie verdammt alt. Aber ich könnte mich auch täuschen. Obwohl, das würde die Komplettbestuhlung erklären.

    Schockierend war mein Ausflug nach HdR Online. Und dabei hatte ich mich so darauf gefreut. Vielleicht hätte ich keinen Hobbit machen sollen. Die Charakerauswahl war Schuld daran, dass ich das Spiel in der Beta nicht länger als eine halbe Stunde gespielt habe. Aber hallo? Ein Hobbit mit Schuhen? Das kann man doch nicht bringen. Und dann noch Zwergenstoffstiefel. Die schrecken vor nichts zurück. Die Tatsache, das man Hobbits Schuhe verpasst, hat mich so schockiert, dass ich erst mal auf WoW umgeloggt hab. Tja. Und dann war die Beta zu Ende. Hobbits mit Schuhen! Ich fass es nicht...

    Nur mal so angemerkt

    Ich freu mich grad wie wahnsinnig, weil ich in der Sonne auf meiner Terrasse sitze, die Vögel zwitschern, der Wind durch die Blätter streicht und ich hier mit Laptop sitzen kann. Rechts neben dem Laptop liegt ein Krapfen, links neben dem Laptop steht mein Kaffee und gleich lese ich meine Wochenzeitung. Ach. Manchmal ist einfach alles wunderbar - und das wollte ich gerade nur einmal geschrieben haben.

    Freitag, April 13, 2007

    Sommeroldies

    Es wird Sommer! Juhuu. Da kann man schon mal gut gelaunt im Auto fahren und zu diversen Liedern singen, die so im Radio gespielt werden. Ich höre auch eher selten Radio, meisten hab ich meine CD's dabei. Naja. Alles war super. Die Musik. Das Wetter. Das Auto. Dann kam dieses Schild mit der 120. Und im Radio erzählte der Sprecher zwischen zwei Lieder: "Rufen Sie an und wünschen Sie sich ihr Lieblingslied - heute spielen wir den ganzen Tag nur Oldies." Nur Oldies? Das waren Songs aus den 80er Jahren? Oldies? Spinnt der? Und dann kam es wie es kommen mußte, ich sah einen grellen Blitz von rechts, erinnerte mich an die 120 - aber da war's zu spät.

    Okay. Zurück zu den Oldies. Die 80er liegen doch nur schlappe 20 Jahre zurück! In den 80er wäre ich wahrscheinlich nicht geblitzt worden, weil ich entweder kein Auto besaß oder die Karre eh nie über 100 fuhr. Oldies!

    Das nächste Mal nehm ich wieder meine CD's mit ins Auto, da kann ich singen, gutgelaunt sein und nicht geblitzt werden, weil mich kein Radio Moderator mit seinen Sprüchen ablenkt.

    Oldies. Nicht zu fassen...

    Freitag, April 06, 2007

    Wir werden alle sterben...

    Auf die Frage, was er denn gerade am Rechner macht, antwortete meine bessere Hälfte gerade: "Ich installiere ein Windows unter Linux." Argh. Das kann nicht sein. Die Welt wird noch heute in sich zusammenstürzen. Unmöglich, dass er freiwillig irgendein MS Produkt installiert oder irgendetwas, was entfernt damit zu tun hat. MS = Evil! Da war es äußerst naheliegend zu fragen, warum er das macht.

    "Weil die Scheiß Palm Software nur unter dem Scheiß MS läuft!" Uh. Ich sag ja, das Universum wird zusammenstürzen, noch heute. Ich weiß es.

    Karfreitag, 8:10 Uhr

    Hm. Es ist Feiertag und ich bin - dank meines liebevollen Katers Crowley, der es für eine überragende Idee hält, das Katzenklo an diesem wunderschönen Morgen unter lautem Scharren zu demolieren - wach. Man könnte nun viele sinnvolle Dinge tun. Zum Beispiel, die Zeit lesen, die unten im Wohnzimmer liegt. Oder die Kräuter im Garten auspflanzen, die ich gezogen hab. Oder meine Malutensilien in Ordnung bringen. Oder das Buch weiterlesen, dass ich gerade angefangen habe. Oder den Hund wecken und joggen gehen.

    Stattdessen sitz ich mit einer Tasse Kaffee hier und schreibe diesen Beitrag, während ich mich auf dem zweiten Rechner in WoW einlogge, um mich wichtigen Aufgaben zu widmen.

    Ich bin ein Nerd.


    Frohe Ostern!

    Mittwoch, April 04, 2007

    Feiger Größenwahn

    Puh, ich bin deprimiert. Ich weiß, ich kann soviele Dinge sovieeel besser - aber ich trau mich nicht.

    Sonntag, April 01, 2007

    Outside mag kein mauve!

    So heißt mein Zwergenpriester in WoW. Also Outside, nicht mauve. Ich finde ja, dass er echt nett aussieht, mit seinem Outfit. Mit der pinkfarbenen Brille ein wenig, wie ein zwergischer Cyberpunk Elton John-Verschnitt. Oder so.




    Andererseits, kennt man irgendeinen Zwerg, der freiwillig eine Mischung aus pinkfarbenen, lila Klamotten anzieht? Nee! Da hätte Gloins Sohn ja auch gleich im rosa Tütü durch die Gegend laufen können. (Im übrigen kenn ich eigentlich nur Zwerge die mit einem großen, güldenen Hammer - aber lassen wird das...) Und überhaupt, warum gibt es mit BC so viele pink/lila Kombinationen? Fragen über Fragen, aber keine Antwort...

    Bye, bye Vivendi, bon jour Emme!

    Ich möchte an dieser Stelle noch mal anmerken, dass heute am 1. April 2007 ganz hochoffiziell meine 6,3 Jahre bei Vivendi Games zu Ende sind. Es wäre im übrigen wohl nicht mein Leben, wäre das Ende nicht auf diesem markanten 1. April gefallen - nun ja, in diesem Fall war es wohl kein Scherz. Wie auch immer: Es war schön, zumindest die ersten 4 Jahre!

    Ab morgen findet man mich bei Emme Deutschland wieder, wo ich mich in Zukunft darum kümmern werde, den Weg für Kinder- und Jugendspiele zu ebnen und mich mit Pädagogen und Eltern auf Streitgespräche einzulassen, ob PC Spiele für Kinder überhaupt sein müßten. Na darauf freu ich mich doch. :)

    Sollte mir in der Zeit ein Entwicklerteam über den Weg laufen, die nette Games entwickeln, aber noch einen Vertriebspartner suchen, wunderbar! Emme hat bekanntlich das beste Vertriebsteam der Welt - da sitzen nämlich eine Menge Leute, die was von ihrem Job verstehen. Zumindest kann ich das von einigen bislang schon sagen, die kenne ich ja schon länger.

    Und ich hoffe, bald werden auch ein paar mehr Leute ganz generell Emme besser kennen, denn dafür hat man mich eingestellt. Bekanntlich liebe ich ja Herausforderungen.

    Aber heute ist erst mal Sonntag. Draussen scheint die Sonne und ich muss meinen Zwerg noch vor die Tore Karazhans schaffen. Da werde ich nämlich um 15.30 erwartet. Man muss einfach mal Prioritäten setzen.

    Donnerstag, März 29, 2007

    Die Gartenzwerge der Pseudo-Intellektuellen


    Merke: Der Terracotta-Mönch ist der Gartenzwerg der Pseudo-Intellektuellen, die ein wenig Kitsch mögen. Zumindest manchmal. So wie ich zurzeit. Und deswegen sitzt der dicke Mönch an der Steinmauer bei mir im Garten und freut sich. Und ich freu mich mit - auch wenn's unglaublich kitschig und spießig ist. Ist mir wurscht, ich hab Spaß! Und außerdem find ich toll, dass der dick ist und sich trotzdem freut - das lenkt mich von meiner Sport-Diät ab. ;)


    Deutsche Kleingeister

    Es ist typisch deutsch, dass man die deutsche Nationalmannschaft seit der WM hochjubelt, aber kaum verlieren sie ein Spiel, alle schon wieder total am rummotzen und maulen sind. Nicht, dass ich der Fußballprofi wäre, aber war doch mutig mal neue Jungs aufzustellen, denn Nachwuchs kann man immer brauchen und das die original Besetzung gut spielt wissen wir ja. Außerdem ist ein 0:1 nun wirklich kein Weltuntergang. Manchmal sind wir Deutschen wirklich kleingeistig. Und mir tut sowas manchmal wirklich weh.

    Meine Lieblingsmanager sind wieder gewählt!

    Ich hatte ja gestern abend das "Aha"- Erlebnis schlechthin, weil sich auf meinem Konto ein letzter Abschiedsgruß der Firma befand, für die ich noch bis morgen offiziell tätig bin. Nettes Gefühl. Ich frag mich nur, was macht einer meiner Lieblingsmanager mit einem Jahreseinkommen von 13 Millionen? Ach so, man muss ja fair sein, sein Fixum ist nur 1,2 Millionen, der Rest ist erfolgsabhängig.

    Ich stell mir grad vor, wie das ist, wenn monatlich ein sechs- bis siebenstelliger Betrag auf meinem Konto eingeht. Nee. Das geht garnicht. Soviel Geld kann kein Mensch jeden Monat verdienen. Unglaublich. Die lügen doch alle...

    Und ja, ich weiß, die deutschen Manager sind vergleichsweise arm dran! Angeblich verdiente der Goldman-Sachs Chef Llyod Blankfein (der Name ist doch Programm oder?) im Jahre 2006 einen Bonus von 40 Millionen Euro - ja richtig, das Fixum ist nicht ausgewiesen. Wie jedes Jahr folgt jetzt die Debatte, ob ein Manager überhaupt soviel verdienen darf. Meine Antwort: Ich weiß es nicht. Ich gehöre ja zu den Naivlingen, die behaupten, dass durch überragende Leistung auch überragendes Gehalt zustande kommen sollte. Naiv ist diese Einstellung eigentlich nur, weil sich dies im übrigen nur ab Vorstandsebene wirklich realisieren läßt. Außerdem sind wir uns ja einig darüber, dass wir hier nicht nur von den Leistungen eines einzelnen an der Spitze rumtingelnden Managers reden. Sprich, das Unternehmen sollte etwas von seinem Erfolg an die Mitarbeiter weitergeben - und zwar an alle Mitarbeiter. Schließlich ist die Geschäftsleitung auch immer ganz schnell bei der Sache, wenn es darum geht den Leuten das Gehalt zu kürzen, oder die Jobs gleich ganz einzusparen. Wir erinnern uns an meinen Schweizer Lieblingsmanager, der bei besten Renditen und Gewinnen, noch mal schnell einige tausend Jobs bei der Deutschen Bank gestrichen hat. Ergebnis: Die Bank steht besser da als zuvor, Herr Ackermann bekommt 13 Millionen Bonus und die gekündigten Mitarbeiter Hartz IV. Na da hat doch jeder bekommen, was er verdient. Prost!

    You are the Star!

    Ach, kann ein Morgen besser beginnen, als mit diesen Worten? Jaja, und einer Tasse Kaffee - und Sonnenschein und ach, alles ein wenig zu viel heute morgen. :)


    You are The Star


    Hope, expectation, Bright promises.


    The Star is one of the great cards of faith, dreams realised


    The Star is a card that looks to the future. It does not predict any immediate or powerful change, but it does predict hope and healing. This card suggests clarity of vision, spiritual insight. And, most importantly, that unexpected help will be coming, with water to quench your thirst, with a guiding light to the future. They might say you're a dreamer, but you're not the only one.


    What Tarot Card are You?
    Take the Test to Find Out.



    Ich weiß, dass wird meine ganzen esoterisch angehauchten Freundinnen freuen, also probiert's mal aus und lasst mich wissen, welche Karte ihr seid. Gefunden übrigens bei: http://devil-on-a-hog.blogspot.com/2007/03/sonnenknig.html

    Freitag, März 23, 2007

    Desperate Houswifes in Seligenstadt

    Eine ReHa ist wie eine Folge Desperate Housewifes, nur besser. Glaubt ihr vielleicht nicht, ist aber so. Neulich waren leider alle Kabinen für die Physiotherapie besetzt, sodass ich mit meinem Therapeuten in den Bodenturnraum ausweichen musste. Da stehen natürlich auch zwei Liegen zwischen Bodenmatten, Gummibällen und –bändern etc. herum. Und schwups, hatten wir Gesellschaft von einer Physiotherapeutin nebst Patientin. Es fing schon damit an, dass sie bemerkte, dass meine OP-Narbe ja wesentlich kleiner sei, als ihre. Okay, dass kann man ja auch durchaus mal feststellen, wobei ich nicht wusste, dass man sich mit diesem Thema lockere 10 Minuten beschäftigen kann. Ihre Therapeutin versuchte sie zu beruhigen, dass doch jede OP anders wäre und die Länge der Narbe ja gar nichts zu bedeuten hätte. Sie schaute nicht überzeugt, ließ es aber dabei bewenden. Allerdings nur für ungefähr 30 Sekunden. Da stellte sie nämlich fest, dass ich ja schon Sport mache, während sie nur zur Physio geht. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass die Physiotherapie ja auch meiner Erholung dienen soll – diese ging an diesem Tag vollkommen verloren, dank des andauernden Gebrabbels auf der Nebenliege. Die prinzipiell gutaussehende, blonde Enddreißigerin im sportlichen Markenoutfit, geschminkt und wohlberingt – hier meine ich den Schmuck – die Figur war einwandfrei, störte mich in meiner Konzentration zur Erholung doch erheblich. Wie dem auch sei. Nachdem sie erfuhr, dass ich gerade vom zweistündigen Sportprogramm kam, fragte sie gleich, warum darf „sie“ denn schon Sport machen und ich nicht. Ich ließ meinen Kopf auf die linke Seite der Liege wandern, um sie im Blickfeld zu haben. Ihre Therapeutin bewegte gerade ihr rechtes Bein zur Körpermitte und wieder zurück, während sie auf dem Rücken liegend abwechselnd mich und ihre Therapeutin fixierte. „Ach wissen Sie“, versuchte die Therapeutin es erneut, „die Fortschritte der Patienten sind da sehr unterschiedlich. Wir wollen ja, dass es ihnen gut geht und das ihnen im Verlauf der Therapie auch nichts weh tut. Beim einen geht das halt schneller, beim anderen langsamer. Da findet jeder seinen Rhythmus.“

    „Meine OP, war Mitte Dezember, wann war denn ihre“, fragte sie mich von der Seite.

    „Ende Januar“, antwortete ich knapp, immer noch bemüht etwas Entspannung aus der Therapie zu ziehen.

    „Oh,“ entwich es ihr und sie riss die Augen auf. „Und da machen sie jetzt schon Sport?“ Ihre Stimme hob sich um mindestens eine Oktave in meinem Gehirn machte es unmerklich „klick“ und ich antwortete:

    „Wahrscheinlich bin ich einfach nicht so weinerlich wie sie.“ Uh. Als der Satz raus war wusste ich, das war eigentlich recht unhöflich, deswegen schob ich ein Grinsen hinterher. Entweder ignorierte sie es oder sie hatte es nicht verstanden. Wie auch immer, Gespräch erst mal unterbrochen.

    Eine kurze Welle der Entspannung zog über meinen Rücken. Ah. Das hielt aber nicht lange an, den Madame erzählte ihrer Therapeutin von ihrem Ehemann, der sie wegen einer 19jährigen verlassen hat. Aha. Sie selbst ist 34. Und nun, man höre und staune, lässt sie sich darüber aus, dass die 19jährigen doch keinerlei Respekt mehr hätten und so frühreif wären. Hm. Naja. Sex mit 19 ist nicht wirklich frühreif, oder? Egal. Nun hör ich zu, ich kann nicht anders. Um ihre Ehe zu retten hat sie das Früchtchen dann mal angerufen, um ihr mitzuteilen, dass sie doch bitte ihren Ehemann in Ruhe lassen soll, sie würde eine Ehe zerstören und ja, sie solle doch auch an die Kinder denken. Herrje. Gute Frau, denk ich mir, dass wird die kaum interessiert haben. Richtig! Die Göre hat wohl geantwortet: „Wir werden ja sehen, für wen er sich entscheidet!“

    Ohne Witz, dass das nichts bringt, hätte ich ihr auch vorher sagen können. Schlimmer ist nur, dass sie nun auch noch behauptet, ihr Mann kann da ja nichts dafür! Jawoll. Nur die kleine Zicke schuld. Ja sicher, man kann es sich ja auch schönreden. Von links ertönt nun die Frage: „Ja was soll ich da nur machen?“ Ich sollte nicht, aber ich kann nicht anders: „Eine Bratpfanne könnte helfen“, ächze ich etwas gequält, weil mein Therapeut gerade einen meiner Rückenmuskel malträtiert.

    „Radfahren soll da helfen?“ kommt es etwas ungläubig aber nicht ohne Interesse zurück.

    „Bratpfanne!“ rufe ich leicht entnervt zurück.

    Sie schaut mich an, sie versteht es nicht – und fängt von neuem an, wieder etwas über die Unschuld ihres Mannes zu erzählen, über unerzogene, frühreife Mädchen und darüber, dass ja eigentlich die Frauen an allem Schuld sind und die Männer ja gar nichts dafür können. Oh my god, ist die doof! Schaut man sie an und hört man ihr zu, weiß man, woher das Klischee der doofen Blondine kommt.

    Um noch einmal auf die Eingangs erwähnte Serie zurückzukommen – Desperate Houswife Charakter hätte das ganze natürlich erst angenommen, wäre es mein Ehemann gewesen. Ich hätte ihn mit der gusseisernen Bratpfanne einfach beim Abendessen erschlagen und bei Nacht Nebel verschwinden lassen. Dann wäre ich bei der kleinen Bitch vorbeigefahren, um sie von meiner Lebenserfahrung profitieren zu lassen, die da wäre, dass ein verheirateter Mann um die 40 kaum seine Frau und Kind verlässt, um ewig bei einer 19jährigen zu bleiben. Mitnichten. Allerspätestens in 5 Jahren, würde er sie wegen einer 17jährigen verlassen, weil sie dann leider zu alt geworden ist. Dies wiederum würde sie nicht glauben, mich als alte verbitterte Fettel verhöhnen. Doch spätestens nach einer Woche, würden ihr Bedenken kommen, denn er hätte sie ja nicht mehr gemeldet. Wie auch, denn er weilt schon lange nicht mehr unter uns. Dann könnte man noch einmal vorbeifahren, mitfühlend die Tränchen abtupfen und über die undankbare Männerwelt schimpfen. Und schon hätte man eine kleine, dankbare Göre als Freundin, die man bei nächster Gelegenheit auf irgendeinen Trottel ansetzen kann, weil einem seine Ehefrau gewaltig auf den Senkel geht, um deren Ehe aufzumischen. Wäre doch wie Desperate Housewifes, oder?

    Dienstag, März 20, 2007

    Rawhide!

    Das Leben ist ungerecht. Okay, zugegebenermaßen keine neue Erkenntnis. Aber ist doch fies, wenn man aufhört zu rauchen und Sport macht bis zum abwinken und trotzdem zunimmt. Und dank gewisser Leute (!) spukt mir nun immer dieses Lied im Kopf rum, auch wenn das nichts mit Gewichtszunahme zu tun hat:

    "Rollin, rollin, rollin - rollin, rollin, rollin ..."

    Hinzu kommt, dass mein Trainer meint, ich müßte ja meine Rückenmuskulatur aufbauen und meine Gewichte immer ein wenig erhöht. Dem hab ich nun mit den Worten, "Christoph, meine Jackets werden eng und ich wollte demnächst nicht aussehen wie eine DDR-Kampfschwimmerin" entgegengewirkt. "Ach so, stimmt ja", hat er lapidar erwidert. Jaja. Eine Freundin von mir meinte schon, sie würde sich in meiner Gegenwart immer sehr sicher fühlen, aber mehr Rücken bräuchte ich garnicht. Die Geschichte fand mein Trainer übrigens noch lustig! Männer...

    Wie auch immer, 10 kg müssen weg - so oder so. Und zwar bis Ende des Jahres. Kann ja nicht so schwer sein. Ich geh dann mal radfahren. 45 Minuten. Rawhide!

    Freitag, März 09, 2007

    Höflichkeitsfloskeln

    Nach sechs Jahren in einer Firma, sollte man am letzten Tag doch soviel Größe besitzen und sich verabschieden, beziehungsweise der Geschäftsleitung viel Glück wünschen. Dacht ich mir.

    Woran ich nicht dachte, ist, dass man mir scheinbar eher rohe Gewalt zutraut. Anders kann ich mir den erstaunten Blick und das leichte zurückweichen nicht erklären, als ich die Hand ausstreckte und sagte: "Wir sehen uns ja dann nicht mehr. Viel Glück in München!"

    Irgendwie starrte sie mich an, als würde ich gleich die Machete auspacken - statt der entgegengestreckten Hand. Nur zur Erklärung: Das hab ich natürlich nicht gemacht, ich bin eigentlich erklärter Pazifist. Außer mir geht jemand gewaltig auf den Senkel. Egal. Sie ergriff die Hand mit einiger Verzögerung, schaute mich nicht an und stammelte: "Man sieht sich auf der Messe."

    "Ja, möglich. Mach's gut."

    Und das war's. So einfach kann man 6 Jahre hinter sich lassen. Das hatte ich mir irgendwie schwieriger vorgestellt. Aber ich glaube, dass ist exakt mein Fehler, ich mach alles immer so kompliziert.

    Morgendliche Beobachtung...

    Wenn man ungefähr 150 Kilo wiegt, sieht der 911er Porsche an einem nicht mehr schick aus. Beim Betrachter entsteht vielmehr das geistige Bild einer Leberwurst, die aus der Pelle drückt. In diesem Fall rate ich zum Unimog, der schmeichelt der Figur eher.

    Dienstag, Februar 20, 2007

    Monty Burns live

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nun an Fastnacht, der frühen Stunde (7.35) oder dem nicht vorhandenen Kaffee lag, aber ich bin mir zu 98 % sicher, heute morgen in der ReHa den fleischgewordenen Montgomery Burns gesehen zu haben.

    Und nein, ich nehme keine Drogen.

    Donnerstag, Februar 08, 2007

    10 Gründe extrem genervt zu sein

    1. Im geistigen Nirvana zwischen zwei Jobs zu hängen.

    2. Sich Geschichten über seine zwei Nachfolger anzuhören, die man - und dafür können die zwei überhaupt nix - schon jetzt nicht leiden kann.

    3. Einen Bandscheibenvorfall mit 38 zu haben.

    4. Den Bandscheibenvorfall operieren zu lassen, weil die dämliche Bandscheibe auf die Nervenbahnen drückt und die Schmerzen nicht nachlassen. (Zitat des Neurochirugen: "Eigentlich müßten sie bei dieser Art des Bandscheibenvorfalls schon Lähmungen aufweisen." Danke.)

    5. Zur Operation an einem Freitag morgen in die Klinik fahren - natürlich nüchtern.

    6. Aufgrund eines Anfluges von totaler Coolness und "ich hab ja alles im Griff-Mentalität" nach der OP das Rauchen gleich zu lassen. Man hat es ja jetzt ohnehin schon 24 Stunden überstanden.

    7. Vier Tage später festzustellen, dass es jetzt eigentlich verdammt cool wäre eine zu rauchen, nachdem man wieder zu Hause ist, es dann aber doch läßt und sich lieber einen DS bestellt. Schließlich spar ich ja jetzt total viel Geld.

    8. Am fünften Tag festzustellen, dass ich sicher dick und rund werde, weil ich nicht mehr rauche und nun auch keinen Ausdauersport machen kann. Oh Gott, wirklich eine doofe Idee. Andererseits, so schlank bin ich ohnehin nicht - kann ich also nicht viel kaputt machen.

    9. Sechster Tag: Ich hab abgenommen? Kann nicht sein.

    10. Dreizehnter Tag: Naja, nu ist auch egal. Immerhin hab ich keine Zahnschmerzen mehr nach der Wurzelbehandlung heute. Mein Rücken tut weh und mein rechtes Bein krampft. Ich bin genervt, rauche aber immer noch nicht. Sollte ich mich nicht freuen? Ich lese weiter im Buch des Dalai Lama, vielleicht finde ich dort die Antwort.

    Ach so ja - World of Warcraft Burning Crusade ist doof. Dank Bandscheibenvorfall und der Tatsache, dass ich zwar zuhause bin , aber nicht stundenlang sitzen kann, bin ich nu soweit zurückgefallen, dass jeder in meiner doofen Gilde vor mir Level 70 erreichen wird.

    Ansonsten ist alles super.

    Mittwoch, Januar 10, 2007

    Geschäftsideen 2007

    Ich hab da eine super Idee. Ich gründe mal flugs mit einigen Freunden eine Investorengruppe und übernehme BenQ. Die Gehälter der 800 Mitarbeiter lasse ich dabei mal schnell vom Bund und den Ländern zahlen und dann leg ich los. Seien wir mal ehrlich, schlimmer machen kann ich das doch auch nicht mehr und das Investitionsrisiko scheint mir doch überschaubar. Außerdem, vielleicht haben die noch was in petto, was man auf dem Markt anderweitig verschachern kann, bevor man die dicht macht. Obwohl, ich glaube die Idee hatten die Jungs aus Taiwan schon. Na mal schauen, ich ruf mal bei meiner Bank an und frag nach, ob die das finanzieren.

    Dienstag, Januar 09, 2007

    Faszinierend

    Ich stelle gerade fest, dass es nach dem Genuß einiger Gläser Cava Brut Rosé, Roger Goulart auch möglich ist, ein Telefongespräch mit meiner Mutter zu führen. Andererseits sollte ich das in 2007 auch nicht einreißen lassen, sonst wird das teuer.

    Lobotomizer

    Also nicht, dass ich den im wirklichen Leben bräuchte, ich hab's ja schon genug mit Leuten zu tun, die scheinbar im real life schon Erfahrung mit dieser Waffe gesammelt haben (siehe auch: http://drachenstern.blogspot.com/2006/12/gesprche-mit-idioten.html):



    Danke für die Zusendung Alexander! Ich hab sehr gelacht. :)

    2007, Urlaub und keine Zeit

    Komisch eigentlich. Da hat man Urlaub und trotzdem keine Zeit. Eben noch war es kurz vor Weihnachten und nu ist 2007. Und ich werde alt. Aber das ist ein anderes Thema. Ich wollte mich im übrigen noch bei einer sehr guten Freundin für das Weihnachtsgeschenk bedanken! Ich habe es Weihnachten gleich beim Familienessen eingeweiht und wie es sich gehört, hat's es auch jeder entsprechend bewundert. :) Also an dieser Stelle noch mal ein herzliches Danke!



    Ach so. Die guten Wünsche für 2007. Hm. Ja. Also ich wünsche allen nur das Beste - mit wenigen Ausnahmen auch den Menschen, die ich garnicht leiden kann - aber was soll man machen. Also, euch allen: Gesundheit, beste Beziehungen (geschäftlich wie privat), keine Geldnot und viele freudige Ereignisse und Erlebnisse für 2007! Lasst es krachen und euch gut gehen!

    Ich persönlich wünsche mir, dass alle meine "Noch"-Kollegen wieder einen netten Arbeitgeber finden, der ihren Einsatz zur Abwechslung einmal zu schätzen und zu honorieren weiß - gerade auch die älteren Semester! (Nein, ich spreche nicht von mir...) Ich wünsche mir, das ignorante, arrogante Manager in 2007 endlich mal das bekommen was sie verdienen; also keinen goldenen Handschlag, sondern mal richtig einen auf den Sack (entschuldigt die Wortwahl)! Ich fände es toll, wenn die Wirtschaft floriert und die Arbeitnehmer davon profitieren und nicht nur Aktionäre. Ich würde es begrüßen, mit weniger dämlichen Leuten zu tun zu haben, die sich aber für Gott persönlich halten. Ach so, und die Opportunisten können zwar nichts dafür, aber auch da könnten es in 2007 ein paar weniger sein, die regen mich immer so auf. Kleinigkeiten, wie der Weltfrieden und so weiter, stehen auch für 2007 wieder auf der Agenda - die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

    Der Leitsatz für 2007 bleibt wie 2006: Man muss nicht alles machen - und man muss sich nicht alles gefallen lassen!

    Mittwoch, Dezember 20, 2006

    Irgendwie ist’s gar nicht weihnachtlich

    Heute morgen um 9 Uhr klingelt ein Bote und bringt ein Paket. Natürlich für Weihnachten. Das ist bekanntlich in vier Tagen. Nun ist es 9.13 und ich sitze mit einem Kaffee und Zigarette vor dem Rechner, denn ich kann nicht mehr schlafen. Dumme Angelegenheit. Dabei hab ich Urlaub.

    Ist aber prinzipiell egal, denn gleich nach dem Paketdienst fing ich an zu realisieren, dass ich ab 1. April (schönes Datum dafür) eigentlich keinen Job mehr habe. Und unglücklicherweise muss ich zugegeben, dass mich das etwas anfrisst. Dies liegt einfach daran, dass ich mich nicht wirklich dafür entschieden habe, dieses Job aufzugeben. Die Entscheidung dafür fiel ganz woanders. Und irgendwie versetzt mich das nun in eine melancholische Stimmung und es ärgert mich. Eigentlich sind ein Großteil der Kollegen nett. Und unter meinen Geschäftskontakten sind viele, die werde ich – zugegebenermaßen – wirklich vermissen. Ach.

    Sicher, es kommt immer etwas neues und die Welt dreht sich weiter. Aber ich war noch nie gut darin, etwas was mir ans Herz gewachsen ist, einfach aufzugeben. Normalerweise treffe ich die Entscheidung wo es in meinem Leben hingeht und nicht irgendwer anders. Auch wenn es schwer fällt.

    In vier Tagen ist Weihnachten und eigentlich mag ich diese Zeit ganz gern. Aber irgendwie ist’s gar nicht weihnachtlich.

    Donnerstag, Dezember 07, 2006

    Gespräche mit Idioten

    Letztes Wochenende auf einer Feier wollte mir ein äußerst unangenehmer Mann nicht von der Pelle rücken. Trotz mehrmaliger Aufforderung, doch bitte etwas mehr Abstand zu meiner Person zu halten, bewegte sich sein Gesicht ca. 1 cm vor meiner Nasenspitze, was nicht wirklich ein Vergnügen war. Nachdem wir den ersten Wortwechsel hinter uns gebracht hatten und ich ihn zweimal auf Abstand drücken mußte, verschwand er glücklicherweise in den Weiten der Diskothek. Froh, diese Begegnung hinter mich gebracht zu haben, machte ich mich 15 Minuten später auf Richtung Bar, um noch einen Drink zu bestellen.

    Und schwups - stand er schon wieder an meiner Seite. Scheinbar ein ausgeprägtes Kurzzeitgedächtnis - sofern überhaupt irgendeine Form von Intelligenz vorhanden schien. Daraus entwickelte sich dann folgendes Gespräch.

    "Hey Du. Also. Wir könnten jetzt ein Bier zusammen trinken."

    "Ich hab schon ein Bier. Danke"

    "Ja, aber du weißt schon - ein Bier. Also wir hier jetzt."

    "Ähm. Ja. Bestell dir halt eines, dann stoßen wir ganz zivilisiert an und jeder trinkt sein Bier."

    Er, näher an mein Ohr rückend und mir tief in die Augen schauen:

    "Also. Wärst du meine Freundin, würde ich sagen, wir haben ein Kommunikationsproblem."

    Ich mich ihm zuwendend, einen Schluck aus meiner Bierflasche nehmend:

    "Wenn du mein Freund wärst, wäre ich lobotomiert."

    Unverständlicher Blick und Abgang.

    Ich glaube, dass hat er nicht verstanden. Wie auch immer, Ziel erreicht, er suchte sich ein neues Opfer. Was will frau mehr.

    Filmzitate die 2.

    Das hat ja wunderbar geklappt beim letzten Mal. Aber irgendwie war's wohl zu einfach. Im übrigen läßt sich folgendes Zitat auch sehr gut auf meine aktuelle Situation beziehen, ich glaube, ich muss das noch mal in einem Gespräch anbringen:

    "Don't tell me you're innocent. Because it insults my intelligence and makes me very angry ..."

    Ein herrliches Zitat aus einem hervorragenden Film.

    Und ein perfekter Ausspruch für eine perfekte Filmszene, die wahrscheinlich nicht jeder behalten hat, sofern man den Film überhaupt gesehen hat:

    "Not the boots!"

    Wenn ihr das wirklich schnell rausfindet, seid ihr gut. Naja. Der erste ist eigentlich einfach. ;)

    Mittwoch, November 29, 2006

    Quizfrage

    Hm. Schon wieder fast ein Monat rum und ich bin nicht dazu gekommen zu schreiben. Dafür hab ich die neue Staffel 24 gesehen. War nett. Und weil der Tag heute eigentlich gut war, ich aber schlecht drauf bin, hab ich mir einen meiner Lieblingsfilme angesehen.

    Zwei Zitate:

    "I have lost something. I'm not exactly sure what it is, but I know I didn't always feel this... sedated. But you know what? It's never too late to get it back."

    "I'm looking for the least possible amount of responsibility."

    Wer's rausfindet schreibt mir am besten eine Mail oder ruft mich an, da ihr ja nicht die großen Kommentatoren seid. ;)

    Samstag, November 04, 2006

    Marketing for the win!

    Eine sehr schöne Marketing-Idee ist das Entwickeln von sogenannten Erlebniswelten. Damit meint man: Kaufen sie dieses Produkt und schon erleben sie eine völlig neue Welt, abseits des bekannten öden Alltags. Und weil viele Menschen eben nicht in die Karibik zum Duschen fahren können, kaufen sie eben ein bestimmtes Duschgel und erleben das volle "Karibikgefühl" morgens unter Dusche. Oder man kauft ein Auto und fühlt sich viel jünger, wie jüngst Sean Connery in einem Werbespot.

    Soweit so gut. Aber mal ehrlich, wenn ich im Supermarkt auf der Suche nach einem ordinären Malven- und Hagebuttentee bin und dabei geschlagene 10 Minuten vor dem Teeregal verbringen muss, gefangen zwischen "Romeo & Julia", "Süße Affäre", "Süße Verführung", "Arabian Moon" , "Salsa" und "English Style", dann geht das ganze doch irgendwie entschieden zu weit. Ich will verdammt noch mal einen ganz normalen Tee! Und meine Vorstellung dabei beschränkt sich langweiligerweise eher auf einen grauen Novembernachmittag zuhause, mit einem spannenden Buch und einem leckeren, dampfenden Malventee, gesüßt mit etwas Honig, während draußen alles nass, kalt und grau ist.

    Wenn ich Romeo & Julia erleben will, lese ich Shakespeare oder gehe bestenfalls ins Theater. Die süße Affäre werde ich wohl kaum teetrinkend allein zuhause erleben. Arabische Mondnächte erinnern mich vielleicht an Märchen aus 1001 Nacht jedoch viel mehr an übersüßten Pfefferminztee, Salsa und Tee, die Verbindung kann ich leider gar nicht mehr herstellen und auch der "english Style" Tee mit einem Anflug von Bergamotte erinnert mich nur an die Teesorte Earl Grey.

    Erlebniswelten gut und schön, manchmal allerdings will ich gar nichts erleben, sondern nur meinen verdammten Hagebuttentee kaufen.

    Dienstag, Oktober 24, 2006

    Zum Thema Aussagen fällt mir ein...

    ... manchmal kann Hoffnung zermürbender sein, als Gewissheit.

    Aussagen

    Disappointed by apes, God created man. He then forewent further experiments.


    Mark Twain

    Montag, Oktober 23, 2006

    Denkwürdig menschlich

    Ich stelle immer wieder fest, dass meine verschiedenen Gemütszustände wahrscheinlich schon tausende Menschen vor mir gehabt haben - es spiegelt sich wider in Bildern, Liedern und Büchern.

    Das beruhigt im ersten Augenblick.

    Bei näherer Betrachtung jedoch, stellt sich etwas Trauer darüber ein, dass die Menschheit im allgemeinen seit tausenden von Jahren scheinbar nichts dazu gelernt hat. Zwangsläufig führt dieser Gedanke dann zu der Frage: "Warum sollte sich heute etwas ändern?"

    Die Antwort habe ich noch nicht. Jedoch würde sie heute Abend wohl so ausfallen:

    "Daran wird sich nichts ändern - alles bleibt, wie es ist und schon immer war."

    Morgen früh sieht das wieder ganz anders aus. Resignation ist nicht meine Sache! Außerdem kann man einen Umstand nicht ändern, wenn man ihn einfach akzeptiert. Andererseits wäre es vielleicht auch eine Form der Intelligenz, sich einzugestehen, dass sich wirklich nichts ändert. Schließlich haben sich daran schon wirklich große Denker versucht. Mehr oder weniger erfolgreich. Außerdem hätte ich vielleicht mehr Zeit für andere Dinge und müsste sie nicht darauf vergeuden, über das Unabwendbare nachzudenken.

    Das Dumme daran ist, dass man einen bereits gedachten Gedanken nicht einfach wieder löschen kann.

    Meine Großmutter hätte dazu gesagt: "Kind, denk nicht soviel nach, dass bringt doch nichts."

    Das erinnert mich an eine Begebenheit mit ihr, als ich ca. 6 Jahre alt war und ihr mit voller Überzeugung - und nicht ohne einen gewissen Stolz über die gewonnene Erkenntnis - erklärte, dass Gott meiner Meinung nach nicht im Himmel wohnt, sondern in jedem Menschen hier - dabei zeigte ich mit der Hand auf die Brust - tief drinnen ist. Sie schaute mich einen Moment schweigsam an und sagte dann:

    "Das erzählst du besser keinem in der Schule, das behalten wir schön für uns."

    Manchmal neige ich dazu, zu denken, dass sie wirklich weise war.

    Der Spruch zum Montag

    Nachdem ich mich dieses Wochenende mehr schlecht als recht durch die Tage und Nächte gegrämt habe, mit erheblicher Unterstützung der hauseigenen Whiskey Bar und musikalischer Untermalung von Bob Dylan und Tom Waits, hier mein Spruch zum verregneten Montagmorgen, der meiner Erkenntnis - zugegebenermaßer einer nicht gerade neuen Erkenntnis - vom Wochenende entspricht:

    „Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“


    Dies sagte Epiktet vor ca. 1900 Jahren. Wir können stolz sein, es hat sich bislang nicht viel verändert. Manche Dinge bleiben ewig erhalten.

    Donnerstag, Oktober 19, 2006

    Stromausfall

    Ein Stromausfall im Unternehmen, sorgt für eine verbesserte Kommunikation im Büro, da eigentlich niemand arbeiten kann. Oder man stellt fest, dass es Leute gibt, denen man wirklich nichts zu sagen hat.

    Montag, Oktober 16, 2006

    Theorien

    „Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.“

    Douglas Adams war einfach genial!

    Geschäft ist Krieg*

    Grabenkämpfe sind anstrengend, unnötig, meist ungemein langweilend und verursachen ein latent drückendes Gefühl in der Magengegend. Oder Kopfschmerzen. Meistens sogar beides. Die Frage ist, braucht das eigentlich jemand? Die Antwort kann nur "nein" lauten.



    * Man sagt übrigens, es handelt sich dabei um ein japanisches Zitat. Ich habe dafür zwar keine Quelle gefunden, aber ich finde der Ausspruch paßt, ob nun japanisch oder nicht.

    Samstag, Oktober 14, 2006

    Heute morgen beim Friseur

    Beim Friseur kann man sich ja nicht nur Haare in Form bringen lassen. Präsentiert wird ein weitreichendes Portfolio der Verschönerungsmaßnahmen. Neu im Programm:

    Crash-Peeling mit Gentle Peeling Mask 15,50 Euro

    Solche Angebote machen mir Angst.

    Freitag, Oktober 13, 2006

    Keine Lust auf schwarz

    Irgendwie mochte ich das schwarze Design nicht mehr. Deswegen gibt's jetzt eine gefälligere Farbe. Nun muss ich zwar meine ganzen Links wieder neu machen, aber die waren ohnehin überarbeitungswürdig. Ich hege ja auch die Hoffnung, nach über einem Jahr mal generell mit der Arbeit an meiner Website anzufangen. Okay. War ein Scherz. Wahrscheinlich wird das vor meinem Urlaub im Dezember ohnehin nichts.

    Donnerstag, Oktober 12, 2006

    Ich bin das Zentrum meiner Welt

    Und auch deiner. Es soll Menschen geben, die so denken. Wie ist das eigentlich, wenn man die Gewissheit hat, dass einen jeder abgrundtief hasst? Oder, um es etwas abzumildern, sagen wir, man ist anderen Menschen einfach gleichgültig. Und müßten sie nicht aus irgendwelchen Gründen mit einem zu tun haben, dann würden sie einen auch nie und nimmer treffen, geschweige denn, näher kennenlernen wollen. Ich glaube, ich würde mich nicht wirklich wohl damit fühlen.

    Man stelle sich nur einmal vor, man hat einen Unfall und blutet langsam aus und jeder steht regungslos dabei, schaut einen emotionslos an und geht dann einfach weg. Wahrscheinlich würde man dann erst begreifen, dass man sich nicht alles kaufen kann. Andererseits ist es ein wirklich unwahrscheinliches Szenario. Dies lässt wiederum den beunruhigenden Rückschluss zu, dass man sich die ganzen ethischen und moralischen Sicht- und Handlungsweisen auch getrost schenken kann.

    Conclusio: Sei egozentrisch, unmoralisch und ignorant! Freunde kann man kaufen - geht auch viel schneller und einfacher als Freunde zu gewinnen. Und falls der unwahrscheinliche Fall einmal eintritt, dass man auf andere angewiesen sein sollte; naja, shit happens! Die Leute konnte man ohnehin nie leiden.

    Mittwoch, Oktober 11, 2006

    Paradox

    Irgendwie paradox, wenn einem so viele Gedanken durch den Kopf schießen, die man aber nicht zu Ende denken kann. Am Ende bleibt das Gefühl zurück, der Kopf ist voll, die Lösung weiter entfernt denn je und trotz der Fülle an Gedanken, Ideen und Bildern fühlt sich das an, wie ein großes Vakuum.

    Freitag, Oktober 06, 2006

    Darth Vader, Asthma und Inspiration

    Woher bekam George Lucas seine Ideen zu Star Wars? Die Antwort hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=xhpG17WH0Ek

    Mittwoch, Oktober 04, 2006

    Über die Kunst, sich freiwillig zum Deppen zu machen

    Ende letzte Woche sollte ich mich eigentlich auf dem Oktoberfest Vergnügen - aber irgendwie kam's anders. Mir war schlecht und statt auf Tischen stehend volksnahe Lieder zu trällern, lag ich im Hotelzimmer und fühlte mich furchtbar. Naja. Sollte wohl nicht sein.

    Deswegen habe ich mir am Samstag eine PS2 mit Guitar Hero gekauft. Eigentlich mag ich gar keine Konsolen, ich spiele ja lieber am PC. Meine bessere Hälfte bedachte mich mit einem fast mitleidigen Blick, als ich da mit meiner Konsole samt Plastik-Gitarre stand - aber ich sagte nur: "Ganz großer Spaß, du wirst es sehen." Da er sich netterweise angewöhnt hat, in solchen Augenblicken nicht zu widersprechen, hat er nur den Kopf geschüttelt und die Augen verdreht. Mag ja sein, dass viele Guitar Hero gar nicht als Spiel sehen, ist aber auch egal. Ich für meinen Teil hab jetzt einige Stunden damit zugebracht und finde es einfach großartig. Eben wie ich sagte, ein ganz großer Spaß. Schlicht, einfach und ergreifend.

    Mitspieler zu beobachten, wie sie sich verzweifelt abmühen die Tasten richtig und rechtzeitig zu treffen, begleitet von den netten Misstönen sorgt für Gelächter bei allen, die gerade nicht spielen. Natürlich nur so lange, bis man selbst an der Reihe ist und kurz vor einem Handgelenkskrampf steht. Einzig und allein die Musikauswahl hätte etwas umfangreicher sein können.

    Aber was nicht ist, kann ja noch werden - Guitar Hero 2 kommt ja bald. Dann auch mit Bass, damit sich gleich zwei Leute zum Deppen machen können. Ich bin dabei. Herrlich!

    Montag, Oktober 02, 2006

    Einmal Rilke zitiert und schon scheintot

    Dabei hatte ich doch extra darauf hingewiesen, ich bin in keiner Weise selbstmordgefährdet, im Gegenteil - ich mag nur dieses Gedicht von Herrn Rilke sehr gern.

    Nichtsdestotrotz brachte der Postbote eine Büchersendung. Sollte mich der Titel des Buches eventuell auf irgendetwas hinweisen? Scheintot von Tess Gerritsen. Wie auch immer, dererlei dezente Hinweise - sollten es denn welche gewesen sein - außer acht lassend, hab ich mal angefangen zu lesen. Die Geschichte des Krimis entwickelt sich ganz gut und der Herr Rilke steht zurzeit im Bücherregal.

    Danke, ist ein nettes Geschenk! :)

    Donnerstag, September 14, 2006

    Wenn ich krank bin

    Krank sein deprimiert. Man hängt zuhause rum, wechselnd auf der Couch, im Bett oder auch mal in der Sonne sitzend, falls sie sich mal zeigt. Hat man mal Hunger auf was bestimmtes, stellt man fest, ist gerade nicht im Kühlschrank vorhanden. Na dann nicht. Kein Film macht einen an aus der großen DVD Sammlung und lange Lesen ermüdet nicht nur, nein es führt auch zu Kopfschmerz. Und eigentlich ist mir schlecht - seit Tagen. Das nervt vielleicht. Kurze Gedichte sind gut. Aber vielleicht hätte ich mir nicht den Rilke schnappen sollen. Egal. Eigentlich les ich ihn ganz gern, jedoch in der gedrückten Stimmung geht mir ein Gedicht nicht aus dem Kopf.

    Lied des Selbstmörders

    Also noch einen Augenblick.
    Daß sie mir immer wieder den Strick
    zerschneiden.
    Neulich war ich so gut bereit
    Und es war schon ein wenig Ewigkeit
    In meinen Eingeweiden.

    Halten Sie mir den Löffel her,
    diesen Löffel Leben.
    Nein, ich will und ich will nicht mehr,
    Laßt mich mich übergeben.

    Ich weiß, das Leben ist gar und gut
    Und die Welt ist ein voller Topf,
    aber mir geht es nicht ins Blut,
    Mir steigt es nur zu Kopf.

    Andere nährt es, mich macht es krank;
    begreift, daß man's verschmäht.
    Mindestens ein Jahrtausend lang
    Brauch ich jetzt Diät.

    Und nein, ich bin nicht selbstmordgefährdet, nur deprimiert. Aber ach, der Rilke ist so gut.

    Mittwoch, August 30, 2006

    Alltagsdialoge

    Es könnte natürlich auch wahre Liebe sein, wenn man sich nach Feierabend gemeinsam fragt, was man zum Abendessen haben möchte, beim Blick in den Kühlschrank zwei Eier entdeckt und sich folgender Dialog entwickelt.

    Er: "Wir könnten uns zwei hartgekochte Eier zum Brot machen."

    Ich: "Ach nee, das eine ist schon zu alt, aber du kannst dir das andere gern kochen."

    Er: "Ach nein, mach den Kühlschrank wieder zu - soll das andere auch alt werden."

    Stier-Hodensackhaarmütze?

    Okay, die Games Convention war anstrengend und meine Stimme ist aus Leipzig auch noch nicht wieder zurückgekehrt.

    Aber ich kann ja auch nix dafür, dass einer meiner Kollegen bekennender Mainzelmännchen-Fan ist. Nun mag sich der geneigte Leser fragen, was das mit der Überschrift zu tun hat. Tja. Also falls irgendwer sich einmal auf die Suche nach einer Mainzelmännchen Mütze macht, dann wird er eventuell darauf stoßen, dass es sich bei den Mützen der Mainzelmännchen um eine sogenannte Phrygische Mütze handelt.

    Das hört sich jetzt so harmlos an, wie die Mainzelmännchen aussehen. Wikipedia klärt uns auf:

    "Ursprünglich war die Phrygische Mütze ein gegerbter Stier-Hodensack samt der umliegenden Fellpartie."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Phrygische_Mütze

    Na toll. Das läßt mich jetzt mit dem Gedanken zurück: "Mit Stier-Hodensackhaarmütze sehen sie besser!"

    Donnerstag, August 17, 2006

    Verleser des Tages

    Heute auf der Speisekarte:

    54. Cock Box klein mit Pommes frites

    Gemeint war natürlich die Coq Box. Irgendwie find ich die Bezeichnung Coq Box ziemlich bescheiden. Kann man nicht einfach schreiben: Hähnchenschenkel? Aber naja. Hab Nudeln bestellt und mich für heute von meiner Diät verabschiedet.

    Mittwoch, August 16, 2006

    Glückskeks

    Ops, mein letzter Post ist ja ewig her. Na gut. Ich gelobe mir selbst Besserung, sowie eine neue Prioritätenliste.

    Apropos Prioritäten, gestern fand ich in meinem Glückskeks folgende gewichtige Nachricht:

    "The last word has not been spoken yet."

    Da soll noch einer sagen, Glückskekse seien überflüssig.

    Montag, Juni 26, 2006

    Der amerikanische Kongress und Gewalt in Spielen

    Nachdem ja nun auch schon die Amerikaner seit längerem über die Gewaltdarstellung in Spielen und die damit einhergehende Wirkung auf die Jugend diskutieren, hat Jon Stewart (The Daily Show with Jon Stewart) das ganze mal kritisch beäugt. Die absolut sehenswerte Sendung auf You Tube sollte man sich ansehen. Hab selten so gelacht. :)

    http://www.youtube.com/watch?v=0LenbSKbn-U

    Samstag, Mai 20, 2006

    Mehr Volksnähe für Nachrichtendienste

    Nachdem der BND gerade mehr oder weniger kläglich versucht seine langjährigen Überwachungsmaßnahmen der deutschen Journalistenlandschaft zu rechtfertigen, ist man in den USA wie üblich wesentlich weiter.

    Dort hat man erkannt, dass Volksnähe wesentlich wichtiger ist. Und warum auch nicht? Wenn die Nachrichtendienste so gut über die Bürger informiert sind, können sie eine echte Lebenshilfe sein! Und zwar in jeder Situation! Da sollte sich der BND doch mal ein Beispiel nehmen.

    Glaubt ihr nicht? Dann schaut mal hier:

    http://www.dearnsa.com/

    (via: lawgeek)

    Freitag, Mai 19, 2006

    Von Hymnen und Tannenbäumen

    Also eigentlich bin ja gerade dabei, etwas über die amerikanischen Präsidenten zu recherchieren. Im Zuge dessen - und dank Brockhaus und Wikepedia - las ich gerade, dass die Nationalhymne des US Staates Maryland folgendermaßen beginnt:

    "Maryland, my Maryland."

    Soweit so gut. Die Melodie der Hymne stammt allerdings vom deutschen Lied "O Tannenbaum" ab. Ich hoffe nur, dass ich nie in Maryland bin, wenn die mal ihre Hymne anstimmen, meine Reaktion darauf könnte bei den dortigen Einwohnern auf wenig Verständnis stoßen. Ich bitte schon mal im Vorfeld um Entschuldigung, aber das „ernsthafte“ Singen einer Staatshymne und die gleichzeitige Vorstellung eines weihnachtlichen Familienfestes – zu denen ich ohnehin so meine eigenen Einstellungen habe – verträgt sich irgendwie ganz und gar nicht.

    Montag, Mai 15, 2006

    10 Dinge, die einem nicht fehlen ...

    ... wenn man aus Los Angeles zurück kommt:

    1. Gechlortes Wasser immer und überall.
    2. Nette Menschen in einem Restaurant, die einem sagen, dass der Tisch in ca. 40 Minuten frei sein wird. Äußerst ärgerlich, wenn man den ganzen Tag schon nichts gegessen hat, man aber im vorhinein auch keinen Tisch reservieren kann.
    3. Der Kellner einem die Rechnung quasi mit dem Espresso gleich mitliefert, da man in USA den Tisch gleich nach dem Essen wieder verlässt.
    4. Die Tatsache, dass zwei Taxis für die absolut gleiche Strecke (natürlich zur selben Zeit) bis zu 5 Dollar Preisunterschied aufweisen.
    5. Die Tatsache, dass man um 1.30 in einer Bar seinen Drink nicht mehr auf dem Tresen abstellt, da er sonst gleich abgeräumt wird – auch, wenn er noch voll ist und man ihn gerade 10 Minuten vorher erst bestellt hat.
    6. Ganz prinzipiell die Tatsache, dass alle Bars um 2.00 Uhr schließen und man dann in ganz L.A. keinen Drink mehr bekommt.
    7. Jedes größere Hotel über eine Klimaanlage verfügt und man nie sein Zimmerfenster aufmachen kann, weil die Fenster schlichtweg nicht zu öffnen sind.
    8. Amerikaner scheinbar für alles Regeln brauchen.
    9. Man sich immer in Reihen anstellen muss.
    10. Die Navigationsstimme im Leihwagen, der über eine deutsche Sprachausgabe verfügt, die einem sagt: „Annäherung an eine Rechtsabbiegung.“
    Aber ansonsten war’s ganz nett.

    Montag, April 24, 2006

    Da fehlt was!

    Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass mir etwas entscheidendes fehlt! Ein Reset Knopf! Der fehlt. Eindeutig. Wie einfach wäre damit alles. Alle wirren und störenden Gedanken im Kopf, mit einem einfachen Knopfdruck wieder auf Null gesetzt. Einfach weg. Klick. Wie befreiend. Schafft wieder Platz für Neues und man muss sich nicht ständig mit Dingen beschäftigen, die man ohnehin nicht ändern kann. Ewig zerknirscht sein, gedankliches im Kreis drehen und damit einhergehende Kopfschmerzen – wie weggeblasen. Da hat die Natur irgendwie versagt. Jetzt bleibt leider nur der Gedanke hängen, ich bin unvollkommen und muss mich weiter ärgern. Ach, es wäre so einfach gewesen.

    Montag, März 27, 2006

    Ich hätte jetzt gern Sonne ...

    Reisen ist doof. Eigentlich. Oder zumindest, wenn man es beruflich muss. Aber eben auch nicht immer. Diese Woche war ich in Spanien an der Costa del Sol, die ihrem Namen alle Ehre gemacht hat. Der Event hat viel Spaß gemacht, was sicherlich auch an der Umgebung lag. Außerdem hab ich natürlich viele nette Menschen getroffen – auch ein paar weniger nette, aber um die kann man sich ja meist herummogeln. Außerdem hab ich mir gedacht, ich müsste jetzt doch mal französisch lernen. Oder spanisch. Und außerdem muss ich mich nach einem Aikido Kurs umschauen. Ach. Nu bin ich wieder in Deutschland und nix ist mit Sonne und natürlich auch weit und breit kein Meer zu sehen. Alles scheint so trist und irgendwie unspannend. Dafür haben mich die spanischen Kollegen eingeladen, ich soll nach Madrid kommen. Gute Idee. Ich glaub, dass mach ich demnächst gleich mal. Da gibt es zwar kein Meer, aber Sonne bestimmt. Und wieder nette, interessante Menschen, die mir "ihre" Stadt zeigen möchten. Ich glaub, ich freu mich darauf. In der Zwischenzeit, schau ich mir das Meer einfach auf dem Foto an und surfe nach Flügen.

    Dienstag, März 14, 2006

    Scott Adams

    Scott Adams saß selbst jahrelang in einem Großraumbüro eines amerikanischen Unternehmens in den USA. Die Erlebnisse des Büroalltags hat er irgendwann in kleine Comicstrips gepackt, hatte damit Erfolg und kündigte. Recht so! Ich bin ein bisschen neidisch.

    Das witzige daran ist, dass man bei einigen seiner Strips definitive selbst erlebte Alltagssituationen erkennen kann, die jeder einigermaßen normale Mensch nur für Fantasiegebilde hält. Dazu kann ich nur sagen: Nein, nein – alles so oder ähnlich schon erlebt.

    Manchmal können Arbeitstage ausnehmend spaßig sein. Den Daily Dilbert kann man auch abonnieren unter: http://www.dilbert.com/ oder sich hin- und wieder Scotts’s Blog auch mal anschauen.

    Montag, März 13, 2006

    Sehen so Engel aus?

    Los Angeles. Die Stadt ist jedem ein Begriff und sei es nur, weil dort Hollywood zu finden ist. Die Nähe zur Traumfabrik mag auch dafür Sorgen, dass man in Los Angeles darum bemüht ist, einem bestimmten Bild zu entsprechen. Entschuldigend muss ich hinzufügen, dass ich natürlich während meiner kurzen Aufenthalte dort, auch immer nur einen kleinen Teil dieser riesigen Stadt zu Gesicht bekomme. Jedoch finde ich die Gegensätze abschreckend. Eben noch Beverly Hills Shopping Mall und zwei Blocks weiter steht eine schwarze Frau an der Straßenecke und klagt Gott ihr Leid in purer Verzweiflung. In Downtown L.A. werden die Bettler sofort von der Polizei aufgegriffen und in andere Stadteile verfrachtet – passt halt nicht zum schicken, geschäftigen L.A. Image.

    Je öfter man dort ist und des Abends zum Essen geht bzw. eingeladen wird in die zur Zeit angesagtesten Restaurants, desto mehr verstärkt sich der Eindruck, dass sich alle immer mehr ähneln. Sie sind schön, sie sind attraktiv, aber im Gedächtnis bleibt kein einziger. Das betrifft die Frauen und die Männer. Vielleicht spielt ja auch ein bisschen Neid mit. Dem gängigen Los Angeles Schönheitsideal entspreche ich sicher überhaupt nicht. Aber ich könnte daran arbeiten. Mehr Sport, mehr Salat, andere Frisur, andere Haarfarbe, andere Klamotten. Immer lächeln, immer nett sein, in Gesprächen interessiert wirken auch wenn man sich zu Tode langweilt. Oh really? How interesting! That’s gorgeous! Den letzten Rest gebe ich mir mit ein paar Schönheitsoperationen und fertig ist die Ikone. Hübsch, attraktiv und irgendwie schnell vergänglich.

    Freitag, Februar 17, 2006

    IQ Tests

    Falls irgendwer denkt, IQ Tests hätten irgendeine Bedeutung, kann ich dies wiederlegen. Neulich aus Langeweile bei einem Telefonat mal wieder einen gemacht. Am Ende kam natürlich eine Zahl raus, die aber hier nicht von Bedeutung sein soll. Bedeutsam ist eher der Text:


    Okay. Das ich Zusammenhänge schnell erkenne und strategisch planen kann, ist ja nix neues. Aber bei aller Liebe: Eine Rechenmaschine? Mathematisch-logisch? Logisch: ja, vielleicht. Mathematisch: nie und nimmer. Ich hab’s schon immer gewusst, IQ Tests sind Volksverdummung par exellence! Aber ihr könnt es natürlich auch gern selbst mal testen.

    http://de.tickle.com/test/iqplus/intro.html

    Dienstag, Februar 14, 2006

    Ich geb’s auf!

    Die Menschheit im allgemeinen ist ignorant, arrogant, unsensibel und überheblich. Oder es fehlt einfach an Intelligenz. Okay, das mag vielleicht auch überheblich und arrogant sein, aber was soll’s, ich gehe mit dem Zeitgeist. Wahrscheinlicher ist allerdings, es war schon immer so, ich war nur selbst zu ignorant es zu bemerken. Vielleicht war ich auch einfach in meiner naiv treudoofen Weltanschauung gefangen, dass man mit einer Aktion meist auch eine Reaktion hervorruft. Ich hänge der irrigen Grundidee nach, dass man hin- und wieder seine Äußerungen und Aktionen reflektiert, am besten bevor man damit rausrückt. In einfachen Worten: Man denkt im vorhinein darüber nach, welche Auswirkung das eigene Handeln auf andere Menschen hat – bevorzugt sogar auf längere Sicht.

    Ha! Was hab ich mir nur gedacht? Das die Welt besser wird dadurch? Das andere das auch so machen und man dadurch ein angenehmeres Lebensklima schafft? So ein Blödsinn! Nachdenken! Pfff. Der Prozess des Nachdenkens – so er denn überhaupt bei einigen Individuen einsetzt – muss dazu verwendet werden, seinen eigenen Vorteil bestmöglich herauszuarbeiten. Dabei verschwendet man weder wertvolle Gehirnzellen noch Zeit dafür, sich Gedanken zu machen, wie es anderen dabei geht bzw. ergehen könnte.

    Daraus ergibt sich dann die Schlußfolgerung: Gewinnmaximierung und zwar für mich ganz allein! Erringung der Weltherrschaft in drei Tagen! Ich will alles! Geld, Macht, Konsum! Alles meins! Soll der Rest im Staub kriechen, mir scheißegal. Wer hier ein Stück vom Kuchen bekommt, bestimm ich! Jawoll! Und ich bestimm im übrigen auch wie der Kuchen aussieht. Da spielst du nicht mit? Dann friss Staub und geh unter. Die Regeln für deine Existenz bestimm nämlich ich!

    Hm.

    Ach, nee. Ich bestimme immer noch selbst, wann ich mich wo und wieso in den Staub werfe. Im Moment klopf ich den eher noch lässig von meinen Klamotten ab. Außerdem backe ich meinen eigenen Kuchen, der ist vielleicht kleiner, schmeckt aber viel besser. Wer ein Stück abhaben will – ich teil gerne.

    Donnerstag, Januar 26, 2006

    Ob er das wirklich gesagt hat?

    Um die tief im Braunen vergrabenen Nasen meiner Herren Direktoren aus meinem Arsch zu entfernen, brauchte man einen Schweißbrenner.

    Henry Ford (1863-1947), amerik. Großindustrieller

    Die zweite Frage wäre dann übrigens zwangsweise: Hat er die selbst eingestellt? Rätsel über Rätsel.

    Dienstag, Januar 24, 2006

    Entlassungsproduktivität

    Entlassungsproduktivität ist das Unwort des Jahres. Wäre es nicht so traurig, wäre es fast zum Lachen, dass man mit Entlassungen in Firmen die Produktivität erhöht. Welcher Einfaltspinsel sich diesen Begriff auch immer ausgedacht haben mag, der wurde sicher nicht entlassen, sondern für die Wortkreation auch noch befördert. Glückwunsch zur Ignoranz und Gefühlskälte im Umgang mit menschlichen Wesen. Rein wirtschaftlich funktioniert das auch super, denn werden erst mal ein paar Leute entlassen, arbeitet der Rest einfach noch mehr – man will ja schließlich nicht negativ auffallen. Das Unternehmen freut sich, die Aktionäre auch (sofern vorhanden) und die Entlassenen verabschieden sich unauffällig in die ... Ja wohin eigentlich? Vielleicht in die Depressionsproduktivität? Kriminalitätsproduktivität? Produzieren die eigentlich überhaupt noch etwas, was der Allgemeinheit nützt? Dabei ist Produktivität ein Wort, dass doch eigentlich etwas positives vermuten lässt. Oder vielmehr, es ließ etwas positives vermuten. Man kann sich halt alles schön reden.

    Montag, Januar 23, 2006

    A woman from inside out

    Da schickt man mir heute morgen folgenden Link

    http://www.pelourinho.com/movies/c003702/

    mit dem Kommentar: „Das könnt ich nicht.“

    Ich find’s total faszinierend, komme aber leider zu der ernüchternden Erkenntnis: „Ich kann das auch nicht!“ Mist. Aber egal, ich beglückwünsche den Maler zu seinem Talent und denke mir: Was nicht ist, kann ja noch werden.

    Werbeerfolge

    Samstags geht die arbeitende Bevölkerung ja gern mal einkaufen, da unter der Woche die Zeit fehlt – so auch meine Wenigkeit. Lustlos durch die Gänge den Wagen schiebend – in der einen Hand den Einkaufszettel, damit ich auch ja nix vergesse – kommt mir ein leicht genervter Vater mit seiner ca. 7 Jahren alten Tochter entgegen. Die Tochter – sich am Wagen festhaltend und seitlich hüpfend, damit sie den Vater auch im Supermarkt bloß nicht verliert krakelt: „Das ist gaaaaanz toll!“ Der Vater starr nach vorne schauend, mit Tränensäcken und 5 Tagebart, schiebt den Wagen mit seinem ganzen Gewicht in aufreizender Langsamkeit und antwortet mit einem leicht genervten: „Nein.“

    „Doch gaaaanz toll“, erwidert die Tochter weiter hüpfend und mit leichtem Hundeblick in Richtung Vater, der sie allerdings keines Blickes würdigt.

    „Nein.“

    Leichte Verzweiflung auf Seiten des Kindes ist zu bemerken.

    „Aber die im Fernsehen sagen auch, dass das ganz toll ist.“

    Antwort des Vaters, immer noch stur nach vorne schauend: „Das im Fernsehen ist Werbung und die lügen immer.“

    Dann waren sie endgültig an mir vorbei und ich machte mich weiter auf die Suche nach dem Koriander. An alle Werber da draußen, macht euch keine Gedanken, dieses Vater/Tochter Gespann war sicher nicht repräsentativ.

    Mittwoch, Januar 04, 2006

    Umzug, Weihnachten, Sylvester und der ganze Rest

    Das Internet geht wieder, die Welt hat mich wieder. Naja. Fast. So ein Umzug ist ja wirklich kein Spaß. An dieser Stelle sei auch noch einmal allen Freunden und Kollegen gedankt, die beim Umzug tatkräftig mitgeholfen haben! Ohne euch wäre das ganze ein Desaster gewesen! Danke! Außerdem bin ich verpflichtet darauf hinzuweisen, dass die Waschmaschine leider doch mit umgezogen werden musste, da ihr Leben, so scheint es, an einem seidenen Faden hängt. Sorry an diejenigen, die sie getragen haben. Weihnachten fiel im Übrigen aufgrund der Umzugsgegebenheiten aus.

    Nun zu den 10 Geboten für 2006.

    1. Das Leben genießen
    2. Ruhe bewahren.
    3. Sich in Geduld üben.
    4. Ignoranten ausweichen.
    5. Ignoranten, denen man nicht ausweichen kann, ignorieren.
    6. Ignoranten die man leider nicht ignorieren kann, in ihren Vorhaben bestätigen und darauf warten, dass sie auf die Schnauze fallen.
    7. Sollen die ganzen Ignoranten, Arroganten und sonstigen Unfähigen nicht auf die Schnauze fallen, weil sie mit ihrem Dummgelaber mal wieder überall durchkommen: Siehe Punkt 1. –3.
    8. Im Falle von Punkt 7. wird es unabdingbar, sich in seiner Freizeit mit Menschen zu umgeben, die man mag, mit denen man Spaß haben kann und auf die man sich verlassen kann. Kurz: Freundschaften pflegen, die überdauern ohnehin so manches Lebenstief.
    9. Freizeit bedeutet nicht, sich in selbiger um Firmenangelegenheiten zu kümmern.
    10. Im Lotto gewinnen. (Die Hoffnung stirbt zu letzt und Spaß muss sein.)

      Happy 2006!

    Sonntag, Dezember 11, 2005

    Da geht sie hin ...

    ... und kehrt nie wieder. Oder so ähnlich.

    Was ein Glück, die Waschmaschine muss nicht mit umgezogen werden. Die gab nämlich mit einem lauten Geräusch vor wenigen Stunden den Geist auf. Das wird sicher jeden freuen, der beim Umzug hilft. Pech ist, nu muss ich kurz vor Weihnachten auch noch eine Waschmaschine kaufen und so günstig sind die auch wieder nicht. Außerdem: Gibt es etwas dämlicheres als vor Weihnachten eine Waschmaschine zu kaufen? Wenn irgendein Verkäufer darüber einen Witz macht, werfe ich ihm was an den Kopf.

    Mittwoch, Dezember 07, 2005

    Umzugschaos, Part 2

    Bücher umzuziehen ist zugegebenermaßen die Pest. Das gebündelte Lese-Vergnügen wiegt einfach zu schwer. Kiebige Bemerkungen meiner besseren Hälfte, ich könnte die Bücher auch mal aussortieren, hab ich gleich mit einem entsetzen Aufschrei quittiert. Bücher wegwerfen? Nie und nimmer! Ich liebe meine Bücher! Auf ebay verkaufen? Welch unsinniger Vorschlag, ja ich würde sagen, schon fast ketzerisch! Meine Bücherregale sind sicher keine Bibliothek, aber mir sind sie lieb und teuer. Douglas Adams, Hermann Hesse, Kurt Tucholsky. Shakespeare, J.-P. Sartre, Ludwig Wittgenstein, F. Nietzsche, F. Scott Fitzgerald, Ernest Hemingway, Charles Bukowski, John Irving, Thomas Mann – die Liste würde endlos werden. Nicht zu vergessen meine Sammlung von Fantasy Romanen, Comics, die Nachschlagewerke, die Reiseführer, Karten aus aller Herren Länder und Reisetagebücher. Wegwerfen! Das ich nicht lache!

    Okay, es sind eine Menge Kartons. Aber ohne meine Bücher? Nee, ohne die zieh ich nicht um. Und ohne die Spiele auch nicht. Da wo ich hingehe, gehen die mit. Schau ich mir die vielen Bücher an, erinnere ich mich, wann ich sie gelesen habe. Ich erinnere mich an Leute, die mir Bücher empfohlen haben, ich erinnere mich daran, was ich mit diesen Leuten alles unternommen habe, an lange Nächte mit kontroversen Diskussionen und nicht zu vergessen, einfach viel Spaß! Allein schon deshalb lohnt sich ein Umzug, man findet viele Dinge, die man schon lange nicht mehr in der Hand hielt, man erinnert sich an Erlebnisse, Leute, Ereignisse – ich find’s schön! Das Packen wird sicher noch ewig dauern, obwohl, mir geht die Zeit aus. Egal, muss das Bloggen zurückstehen, geht nicht anders.

    Dienstag, Dezember 06, 2005

    Umzugschaos, Part 1

    Nicht nur, dass ich irgendwie im Büro zu viel zu tun habe, nein, ich musste auf die doofe Idee kommen auch noch umzuziehen. Demnächst. Und das kostet irgendwie viel Zeit und dann kommt das Schreiben zu kurz. Tut mir leid, ich werde es zwischen den Jahren nachholen, sollte mein Internetanschluss funktionieren. Zurück zum Umzug – dies dürfte der mittlerweile neunte sein – bei dem mir wieder folgendes bewusst wurde: Ich hab zu viel Kram. Und zwar Unnützen. Da zeigt sich eindeutig die Jäger und Sammler Mentalität. Und zwar von ihrer schlimmsten Seite.

    Am Wochenende stöberte ich durch den Keller, auf der Suche nach Dingen, die ich einpacken wollte. Zum Beispiel etliche Sportgeräte, die ich mir in einem Moment der absoluten Eitelkeit zugelegt habe. Nach näherem Betrachten war es vielleicht auch nur Dummheit. Kennt jemand die Bali-Feder? Sieht aus wie eine übergroße, an einer Seite offene Sicherheitsnadel. Durch zusammendrücken der beiden losen Ende, soll angeblich eine Wirkung für den Brustmuskel erzielt werden. Mit Liegestützen günstiger zu erzielen, denk ich. Muss ein Verzweiflungskauf gewesen sein. Weg damit zu dem anderen Schrott, dich zieh ich nicht mit um.

    Oder meine Taucherausrüstung – ach was war das schön auf den Malediven damals – die werfe ich natürlich nicht weg. Und wieso finde ich in meinem DVD/Spielekeller nebst den Brett- und Rollenspielen eigentlich alte PC Player Hefte von 1997? Und warum hab ich die aufgehoben? Auf dem Titel der 97er Ausgabe prangt MDK, Sonic und G-nome. Davon hat’s nur MDK auf meinen Rechner geschafft und ich hab die Steuerung gehasst und es nie zu Ende gespielt. Sei’s drum, das Spiel hab ich sicher schon in einen Karton zu den anderen gepackt. Und ja, natürlich hab ich das aufgehoben, man weiß ja nie.