Mittwoch, Oktober 17, 2007

Der blaue Klaus

Manche mögen sich vielleicht aus Kindertagen noch an den „Blauen Klaus“ erinnern. Es gab früher mal eine Sendung, die nannte sich „Der große Preis“ mit Wim Toelke, sozusagen ein Vorläufer der heutigen Quiz-Shows wie „Wer wird Millionär“. Ungefähr ab Mitte der Show gab es dann immer eine Kartoon-Einblendung mit Wum & Wendelin, das waren ein Hund und ein Elefant. Die unterhielten sich dann mit dem Showmaster und am Ende, erinnerten sie immer daran, Lose für die Aktion Sorgenkind zu kaufen. Manchmal gesellte sich noch ein blaues Männchen dazu, das war der blaue Klaus, der kam aus einer anderen Welt. Er kam mit seinem UFO immer angeflogen und hatte dann auch immer irgendetwas zum Sketch beizutragen.

Klaus ist im Übrigen ein weiterverbreiteter Name, weswegen man in seiner Bekanntschaft ja gern Spitznamen vergibt. Einer dieser Spitznamen für einen Klaus, war der blaue Klaus. Er bekam diesen Spitznamen irgendwann einmal nach einer Party, wo er so richtig einen sitzen hatte. Überhaupt gab es früher eine Menge Partys, auch gern mit unsinnigen Mottos wie „Die Party „an der jeder mit Hut, Sonnenbrille und grünem Ohr kommen muss“. Ist echt wahr, ich hab davon neulich gerade wieder Bilder gefunden (Das Bild von 1995 zeigt den Klaus mit grüner Nase, aber das Ohr war auch angemalt!).






Der blaue Klaus war mit Bea zusammen, einer sehr guten Freundin von mir. Ich weiß nicht genau wie lange sie zusammen waren, würde aber sagen, sicher mindestens 15 Jahre. Wir haben Geburtstage gefeiert, Silvester und eben auch Partys mit „grünen Ohren“.

Der blaue Klaus hatte es in seiner Jugendzeit wohl nicht ganz einfach, aber er hat alles wieder in den Griff bekommen. Wir haben nie so richtig viel darüber geredet, war auch nicht wichtig, es zählte ja nur das hier und jetzt.

Am Samstag ist der blaue Klaus gestorben. Nach kurzer, schwerer Krankheit, wie Bea mir gestern am Telefon sagte. Ich war schockiert, sprachlos und ratlos. Es tut mir sehr leid. Für Klaus und auch für Bea, denn alle Pläne, die sie gemeinsam hatten, werden sie nun nicht mehr verwirklichen können.

Und ich schäm mich ein wenig, denn ich wollte die ganze Zeit „mal anrufen“ aber hab’s nie geschafft. Außerdem war ich etwas sauer auf den Klaus, obwohl er mir etwas wunderschönes gebaut hat, ich aber dachte, dass hätte er vielleicht schneller erledigen können. Der Klaus war halt nie schnell, aber er war sehr gewissenhaft, was als Schreiner ja kein Fehler ist. Das musste man wissen und etwas Geduld mitbringen, was nachweislich nicht gerade meine Stärke ist. Und weil ich manchmal etwas stur und besserwisserisch bin, hab ich mich nicht gemeldet. Ich war ja nicht richtig böse, ich war nur „schmollig“. Mir wäre ja auch nie in den Sinn gekommen, dass der blaue Klaus einfach so wegstirbt. Von heute auf morgen – mehr oder weniger. Und außerdem stirbt man in der Altersklasse um die 40 nicht einfach, alle werden mindestens 75!

Nu ist es zu spät und ich gräm mich ein wenig. Nicht nur weil ich es ungerecht finde, sondern weil ich dachte, ich hab noch eine Menge Zeit mit den Leuten die ich mag, Dinge zu unternehmen. Jetzt stelle ich einmal mehr fest, manchmal hat man die Zeit einfach nicht.

Klaus, ich werde dich vermissen. Deine ruhige Art, die mich manchmal auf die Palme brachte, deine Art deine Zigaretten selbst zu drehen, deine Art innezuhalten und deine Arbeit zu begutachten, deine blitzenden Augen, wenn du über was gelacht hast. Ich finde es unfair, ich finde es doof, ich wünsche der Bea viel Kraft und werde ihr helfen, wo ich nur kann, wenn sie es denn möchte.

Ich bin traurig, traurig auch über die Zeit, die nie wieder kommt. Traurig, dass die Erinnerungen jetzt nur schmerzen, auch wenn ich weiß, dass sie das Einzigste sind was überbleiben wird. Es wird eine Zeit dauern, bis es wieder schöne Erinnerungen sind.

Mach’s gut Klaus.

Dienstag, Oktober 16, 2007

K.O. Kriterium

Ich fasse zusammen:

4,5 Stunden Autofahrt
45 Minuten Gespräch (war ganz okay soweit, dachte ich)
65 Euro für die Tankfüllung
1 Tag unterwegs (war aber schönes Wetter und eine nette Gegend)

und das alles für die Aussage:

"War super, aber ich glaube, wir suchen jemand mit abgeschlossenem Studium!" (Ich nehme mir heraus, dass hier leicht flapsig zu formulieren.)

Uff. Na Danke.

Es ist ja nicht so, dass ich in meinem Lebenslauf angegeben habe, dass ich 8 Semester Philosophie studiert hätte und dann im Gespräch sage:

"Ach wissen Sie, das war geflunkert, ich wollte mich nur interessanter machen."

Naja, wer lesen kann ist klar im Vorteil und das geht sogar auch ohne Studium.

Der Hund im Imperativ

Gestern begegnete mir diese seltsame Frau mit zwei kleinen Kindern und einem riesigen Hund bei einem Spaziergang im Feld. Und ich freue mich ja auch immer, wenn Leute mit mir reden möchten. Sie zum Beispiel schrie schon einen halben Kilometer vorher:

"Können Sie mal ihren Hund anleinen!"

Hm. Ich persönlich bin ja kein Freund des Imperativ. Imperativ ohne das Wörtchen "bitte" geht zweifelsohne schon mal gar nicht, da regt sich bei mir nur die natürliche Abwehr. In diesem Fall ging es nicht darum, dass sie Angst vor meinem Hund hatte, sie hatte ja selbst einen. Und zwar eine kuschelige, ausgewachsene blaugraue Dogge. Das übertrifft an Größe selbst meinen kleinen, zartfühlenden Dobermann-Mischling.

Wie auch immer, ich nahm meinen kleinen an die Leine und bewegte mich weiter auf die nette Dame zu, die sinnigerweise ihr Kalb auf der linken Seite führte. Zur Erklärung: Wenn man Hunde ausbildet, bekommt man dies auch so bei gebracht: Der Hund läuft links! "Das hat den einfachen Hintergrund, dass der Hund immer am Fahrbahnrand läuft und nicht der Mensch", sagte mir einmal ein Ausbilder. Klar. Ist ja auch besser, wenn der Hund zuerst überfahren wird. Gerüchteweise hörte ich einmal, dass man den Hund links führt, weil man früher das Gewehr rechts in der Hand hatte und der Hund dann eben links lief. Das macht ehrlich gesagt auch eher Sinn, aber ich bin ja auch selten mit einem Gewehr unterwegs und soweit ich sehen konnte, hatte die nette Dame auch keines dabei, wofür ich im Nachhinein sehr dankbar bin. Hätte sie aber auch gar nicht haben können, denn sie musste ja mit zwei Händen den Hund festhalten.

Aufgrund des etwas hektischen Verhaltens der Hundebesitzerin - um die zwei Kinder im Alter von ca. vier und fünf Jahren herumtanzten - schloss ich darauf, dass sie wohl diverse Kommunikationsprobleme mit ihrem Hund pflegt. Folgerichtig nahm ich meinen Hund schon mal auf die rechte Seite, mittlerweile ja auch brav angeleint. Nun wäre es ja sinnvoll gewesen, dass sie das auch tut, aber was der deutsche Hundebesitzer einmal gelernt hat, daran hält er sich so fest, wie an den Enden der Hundeleine. Hat ja auch was mit Autorität gegenüber dem Hund zu tun. Ist schon recht.

Nun kamen wir uns immer näher. Die Kinder hüpften. Mein Hund lief gelangweilt an meiner rechten Seite, die Leine hing schlaff herunter.

5 Meter

Ich konnte das angestrengte rote Gesicht der Frau sehen, die mit wachsender Anspannung und starren Blick in meine Richtung stakste.

4 Meter

Sie begab sich in leichte Rückenlage, die Dogge duckte sich in Erwartung einer Keilerei. Die Kinder hüpften weiter.

3 Meter

Ich hörte sie schon vor Anstrengung keuchen. Die Dogge ist groß, ziemlich kräftig und schert sich einen feuchten Kehricht darum, was ihr Frauchen gern will.

2 Meter

Zwei Hände an der Leine, aufgerissene Augen, die Dogge geht in Schleichmodus über, hängt jedoch immer noch im Zug der Leine.

1 Meter

Die Dogge sprang in meine Richtung - wie überraschend. Frauchen hatte derweil vor Anstrengung einen hochroten Kopf und verkeilte ihre Fersen in der Wiese. Ich blieb stehen. (Im übrigen ein Reflex, da ich bei Hunden, die auf mich zuspringen nie wegrenne.) Wotan (mein Hund) entwickelte derweil ein gesteigertes Interesse an der Dogge und stellte die Ohren auf.

0 Meter

Gepresster Aufschrei auf Seiten der Doggenbesitzerin, die krampfhaft versuchte ihren Hund festzuhalten und dabei in meine Richtung schrie: "Gehen Sie weiter!" Hm. Schon wieder Imperativ. In Anbetracht der sabbernden Dogge und der kurz vor dem Herzinfarkt stehenden Dame, die immer noch von fröhlich hüpfenden Kindern umgeben war, gab ich mich geschlagen und lief weiter.

Aber jetzt mal ehrlich. Die Frau sollte sich einen Yorkshire halten, aber keine Dogge, das gibt doch nur ein Unglück.

Samstag, Oktober 13, 2007

Wortklauberei

"Na Frau Hohmann, da können sie richtig durchstarten!"

Gemeint war sicherlich, dass dies ein Projekt wird, in das man sich voller Elan "reinhängen" kann, sprich, an dem man viel Freude hat, das viel Arbeit macht aber letztendlich auch erfolgsversprechend ist.

Würde ich nämlich durchstarten, würde ich ja nicht landen, weil nämlich beim Landen offensichtlich etwas schief gelaufen ist. Ansonsten starten Flugzeuge ja nicht durch.

Oder war das nur die nette Art mir mitzuteilen, dass das mit dem Projekt nichts wird und ich mal "weiterfliegen" soll?

Hm, vielleicht sollte ich solche Wortklaubereien einfach lassen.

Freitag, Oktober 12, 2007

700.000.000

Ich mag ja viele Spiele von Bioware ganz gerne. Das hängt natürlich mit meiner Vorliebe für Rollenspiele zusammen. Und wenn ich mich recht erinnere, waren die Jungs doch auch immer erfolgreich.

Deswegen frag ich mich schon, mußten die sich denn nun unbedingt von EA kaufen lassen?

Mittwoch, Oktober 10, 2007

Boring!

Also wenn mich ja Eva Herman als Person mit ihren seltsamen Ansichten nicht ohnehin schon tödlich langweilen würde, ja dann, würde ich mich auch sicher über ihren Rauswurf bei Johannes auslassen. Da ich aber auch die Sendung von Johannes B. so langweilig finde, dass ich sie nie anschaue, ist mir das eigentlich alles egal.

Naja, vielleicht nicht ganz, denn eine ausgeklügelte PR-Masche war es ja schon. Es raschelt heftig im deutschen Blätterwald, Deutschland ist entrüstet! Ob nun über Eva oder Johannes, über Senta oder Magarethe oder gar Mario - ach, wer vermag das schon so genau zu sagen. Und wie Eingangs schon erwähnt, eigentlich ist es ja auch egal. Gut ist in jedem Fall zu wissen, dass die Programmanstalten respektive Talk-Shows mal eine eindeutige Linie vollkommen uneigennützig verfolgen. Da fühl ich mich doch gut und selbstgerecht informiert.

Dienstag, Oktober 09, 2007

Ich geh mal kurz schwäbeln

Morgen bin ich übrigens hier.

Und ich wurde schon gewarnt, dass auf der Strecke immer Stau ist. Da ich aber gerade der Bahn nicht traue, fahr ich wohl lieber recht früh los.

Falls einer einen Tipp hat, was man dort in der Gegend unbedingt gesehen haben muss, jetzt wäre der Zeitpunkt es mir mitzuteilen. Und nein, ins Fleischermuseum geh ich nicht, vergeßt es!

Montag, Oktober 08, 2007

Autobiografien auf hessisch...

Ich lese ja bekanntlich gern. Und natürlich auch Biografien, manchmal sogar auch Autobiografien.

Ich kaufe gern bei Amazon. Außerdem finde ich, dass Amazon mit seinem Shop sehr viel richtig macht - in anderen Worten, ich fühl mich in besten Händen.

Was aber gar nicht, sozusagen unter gar keinen Umständen geht, ist das hier:


WTF?


1. Wen interessiert denn bitte die Autobiografie von Mark Medlock?

2. Und was heißt hier "Die Autobiografie von Mark Medlock ist ein radikal subjektiver Text"? Der Typ ist rein subjektiv betrachtet total schnöde...

3. Viel wichtiger ist die Frage: Was zur Hölle hat dieser Schund in meinen Vorschlägen zu suchen?

Liebe Leute von Amazon. Nur weil ich eine Menge Biografien bei Euch bestelle, heißt das nicht automatisch, dass ich Autobiografien von Leuten lesen möchte, deren Leben man getrost auf zwei Seiten unterbringen könnte ("Wurde geboren, bekam nix gebacken, zog in eine WG, Gesinge, babbelt gern hessisch und ist schwul, singt aber neuerdings mit Bohlen auf dem Boot, ach, der Ruhm so toll, aber ich babbel immer noch hessisch, ich weiß ja wo ich her komm, gelle?"). Abgesehen von der Tatsache, dass ich Biografien von Leuten bevorzuge, die etwas mehr in ihrem Leben vollbracht haben, als bei seltsamen Musiktalentshows entdeckt zu werden.

Das schlimme ist ja nur, nun hab ich da voller Schock auch noch drauf geklickt. Soll heißen, nun bekomme ich von Amazon demnächst Dieter Bohlens gesammelte Lebensergüße vorgeschlagen. Arg. Kann man das nicht irgendwie ungeschehen machen?

Bitte, bitte, bitte...


"Blubb" oder "Das Leben ist schön, wenn man nur will"

Ja, "Blubb". Dies ist eigentlich kein Wort und eine Bedeutung im allgemeinen hat es auch nicht. Für mich ist es lediglich Ausdruck eines Zustandes, genauer gesagt, des Zustandes, in dem ich mich gerade befinde. Ich hab eigentlich recht viel zu tun, privater wie geschäftlicher Natur und die Tätigkeiten machen auch Spaß. Draußen scheint die Sonne, ich chatte mit Ex-Kollegen im Ausland - immer eine Freunde - und warte darauf, dass verschiedene Leute mir Termine bestätigen, die mir zu Ruhm und Reichtum verhelfen (kleiner Scherz am Rande).

Bei all diesen Tätigkeiten trinke ich den frisch aufgebrühten Kaffee, der natürlich besser ist als jeder Bürokaffee überhaupt sein könnte, und bin entspannt wie lange nicht mehr. Würde mich jemand fragen, wie es mir geht, würde ich grinsen, die Achseln zucken und wahrscheinlich "Blubb" sagen. Oder - nur um zu beweisen, dass mich die deutsche Sprache nicht wirklich komplett verlassen hat - ich würde den Zustand als "Das Leben ist schön, wenn man nur will" gepaart mit einer Portion Selbstzufriedenheit mit herbstlich, buntem Sonnenschein beschreiben.

In diesem Sinne, muss wieder was tun.

Mittwoch, Oktober 03, 2007

Highlights der letzten Tage

Zum Essen mit der Familie verabredet sein, worauf man sich total freut. Der Vater kommt zur Tür rein und ungefähr 10 Minuten später wird einen schwummrig und schwindlig, dann schlecht und dann kippt man mehr oder weniger um.

Essen fiel natürlich aus und wurde verschoben. Und ja, mir geht's wieder gut, keine Ahnung was das war...

Auf eine Initiativ-Bewerbung die Antwort zu bekommen: "Vielen Dank ... (blabla) ... wir haben uns aber leider für einen anderen Bewerber entschieden." Das ist super, ich hoffe der hat viel Spaß und Glück auf dem Job, welcher es auch immer war.

Ansonsten ist alles super, aber ich hab gerade viel zu tun. :)

Dienstag, September 25, 2007

Ja, es war kein Hai!

Da hab ich doch gestern voller Neid gesehen, dass der Fabian gerade aus dem Tauchurlaub zurückgekehrt ist. Der Zufall will es, dass ich just gestern meine Fotos durchforstete, auf der Suche nach Motiven zur Gestaltung meines neuen Blogs. Und dann bin ich unter anderem darauf gestoßen:


Soviel zum Thema: Was tun, wenn man sich beim Deko-Stop langweilt. Und meine aufgerissen Augen haben in keinster Weise damit zu tun, dass ich irgendein Seeungetüm gesehen hatte, ich mußte nur lachen und das ist unter Wasser manchmal garnicht so komisch. Die nette Dame neben mir (links), die so schön lacht, weil sie sinnigerweise so klug war, dass Mundstück für's Foto zu entfernen, war übrigens eine der Tauchlehrer/innen. :)

Sonntag, September 23, 2007

Ist der Dalai Lama ein Terrorist?

Manchmal bin ich ja wirklich überrascht. Unsere Kanzlerin trifft heute den Dalai Lama (via SPON). Nun könnte man meinen, das wäre nichts ungewöhnliches. Ist es aber doch. Denn China mag diesen netten Mann überhaupt nicht. Ich persönlich mag ihn sehr gerne, auch wenn mir jetzt einige wahrscheinlich vorwerfen, auf der allgemeinen "Free Tibet" oder Buddismus-Welle mitzureiten. Ist mir egal, denn ich würde es sehr begrüßen, wenn Tibet wieder ein eigenständiger Staat wird, was ich aber leider nicht kommen sehe.

Politiker zeigen sich auch gern mit dem Dalai Lama - ist gut für's eigene Image. Meist empfangen sie ihn aber nicht mehr, sobald sie höhere politische Ämter inne haben. Dann wäre ein solches Treffen vielleicht immer noch gut für's Image, aber vielleicht nicht für die Beziehungen zum Lande China.

(An dieser Stelle sei noch schnell ein "Respekt, Frau Merkel" eingefügt!)

Da kommt einem doch der Verdacht, der Dalai Lama sei ein Terrorist. Wahrscheinlich versucht er nämlich mit hochgestellten Politikern aller Länder einen Komplott gegen China zu schmieden und Tibet mit aggressiver Waffengewalt zu befreien. Vor meinem geistigen Auge sehe ich eine Armee von 300 Mönchen gegen die chinesische Volksbefreiungsarmee (allein der Name, ach, ich sag lieber nichts weiter...) antreten und sie in blutigen Wellen Stück für Stück niederschmettern. Spätestens wenn dann einer der Mönche "For Sparta" brüllt, wird auch mir klar, dass es sich um ein sehr unwahrscheinliches Szenario handelt.

Der chinesischen Regierung offensichtlich nicht. Vielleicht haben sie recht. Mahatma Gandhi wurde von den Engländern anfangs ja auch als "kleiner Mann" verspottet. Allerdings fanden sie heraus, dass der "kleine Mann" die Massen mobilisierte. Ich glaube, Gandhi sagte mal so etwas wie: "Wenn ein paar tausend Engländer herausfinden, dass Millionen Inder nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten wollen, werden sie auch merken, dass sie hier nicht erwünscht sind."

Leider verfügt Tibet nicht über diese Millionen Menschen, die sich gegen über eine Millarde Chinesen erheben können. Sie können einfach nur langsam austerben. Die Menschen, ihre Kultur und vielleicht auch ihre Religion more info klick here .

Und die Zeit arbeitet für sie. Denn wenn dieser charismatische, kleine Mann mit dem netten Lachen einmal verstirbt, wird Tibet wahrscheinlich in der Versenkung verschwinden und von den Chinesen in bester Star Trek Borg Manier komplett assimiliert werden.

An dieser Stelle gilt mein Dank im übrigen auch noch einmal unseren werten Wirtschaftsvertretern, die gern in China produzieren. In einem Land, in dem die freie Meinungsäußerung als Gerücht existiert, in einem Land, dass günstig und profitabel produziert, weil die Arbeiter eben 20 Stunden am Tag arbeiten ohne solch lächerlichen Dinge wie Krankenversicherung und Sozialabsicherung, in einem Land in dem die Todesstrafe exisitert und auch durchgeführt wird, in einem Land, in dem es möglich ist, dass Menschen in Gefängnissen verschwinden und nie wieder auftauchen, in einem Land das Zwangsabtreibungen durchführt und so weiter und so fort. Schade eigentlich, denn China hat ja auch eine reiche Kulturgeschichte, auf die es zurückblicken kann.

Aber Moral und Ethik haben beim Geld verdienen nun mal nichts zu suchen.


Links zum Thema Menschenrechtsverletzungen in China:

Artikel in der FR zum Thema China und Olympia
China, ein Alptraum

Seite von Amnesy International, immer mit aktuellen Begebenheiten
AI

Samstag, September 22, 2007

Hm. Hilfe in eigener Sache.

Nix umwerfendes, ihr könnt alle ganz entspannt bleiben. :) Ich bastele gerade mit Wordpress an meinem neuen Blog und hab gesehen, dass es scheinbar nicht möglich ist die Posts von Blogger zu importieren; zumindest nicht, wenn man wie ich nun ein Google Konto hat.

Find ich doof, denn die hätte ich nun schon gern mitgenommen. Hat jemand eine Idee, einen Vorschlag oder kann mir sonst irgendwie weiterhelfen in dieser Sache?

Wäre super.

Danke.

Freitag, September 21, 2007

Ach Ede, ick werd Dir vermissen!

Jetzt sind wir doch mal ehrlich. Keiner sorgt für so schöne Headlines wie Edmund Stoiber. Heute morgen "titelt" Spiegel-Online:

"Kathedralen sollen größer sein als Moscheen!"

Jawoll! Und übrigens: Meiner ist länger als deiner!

Und man bedenke, keine vergnüglichen Stunden mehr mit Eddi. Was wird aus

"Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München mit zehn Minuten ohne daß Sie am Flughafen noch einchecken müssen dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen am ... am Hauptbahnhof in München..."

Was wird aus dem "Problembär", aus Sätzen wie "..also Frauen, die wegen ihres Frau-sein irgendwo verfolgt werden.." ?

Die Welt horchte doch auf, bei Aussagen wie: " Ich habe es für wohltuend empfunden, dass die Bundeskanzlerin gegenüber dem amerikanischen Präsidenten Breschnew Guantanamo kritisiert hat..."

Wir verdanken ihm illustre Momente mit "gludernder Lot" und "hingerichteten Blumen". Und das alles während seine "Frau das auch noch mit dem Gärtner zusammen macht".

Ich frage voll erschrecken: Was soll denn da nachkommen?

Außerdem bin ich auch unendlich dankbar, endlich mal einen Grund zu haben, schlichtweg Hausfrau zu sein, ohne mich minderwertig zu fühlen. Der Ede sagt nämlich: "Wenn man in der Familienpolitik zum Beispiel den Eindruck erweckt, ein Leitbild zu erzwingen, eine Frau habe immer berufstätig zu sein, dann widerspricht das dem Lebensgefühl von zwei Dritteln der Menschen in Deutschland."

Genau! Und Herr Stoiber, ich möchte zufügen, nicht jeder kann sich eine Frau halten und gleichzeitig einen Gärtner beschäftigen. Emanzipation, solch ein Unsinn! Wohin uns das führt können sie ja anhand von Alice Schwarzer sehen und die schaut nu wirklich auch keiner gern an. Im Grunde ihres Herzens sehnt sich nämlich jede rechtschaffene deutsche Frau, nach Heim und Familie - Eva Hermann ist da ganz auf Edmunds Linie. Ihr nächstes Buch hat wahrscheinlich den Titel "Die neu entdecke Weiblichkeit durch selbstgestrickte Herrensocken".

Wie auch immer. Ich schweife ab. Das letzte was ich hörte, war, dass Ede nun das EU-Gremium für Demokratie-Abbau leiten wird. Pardon, Bürokratie. Ach egal, er wird den Unterschied nicht merken.

Donnerstag, September 20, 2007

Herr Vader

Erinnert mich irgendwie an Meetings, die ich auch schon hatte - leider waren die Teilnehmer und die Location nicht ganz so stylish. :P

Zum Todesstern Stuttgart

Ich bomb' euch weg!

Auch Frau Zypries bekennt sich nun öffentlich dazu: Flugzeuge, die nur von Terroristen besetzt sind, könnte man auch einfach abschießen. Oder unbemannte Flugzeuge - die auch. Aha.


Also ich find auch, die holen wir runter! Wir brauchen auch endlich wieder ein bisschen mehr Deutsche Ordnung in dieser Angelegenheit.


Vielleicht sollte man Aufkleber für Terroristen-Flüge entwickeln.



Oder gleich eine ganze Fluglinie für Terroristen?



Oder wir fangen in typisch deutscher Manier erst mal an, etwas Ordnung in die ganze Angelegeheit zu bringen:


Hauptsache, wir fangen mal an. Die Deutsche Bevölkerung bekommt nämlich langsam Panik. Und Panik führt beruhigender Weise zu mehr Kontrolle. Mehr Kontrolle führt vielleicht dazu, dass man einige Freiheiten einbüßt. Aber hey, das ist es doch wert!

Sonntag, September 16, 2007

Chicken of Depression


Far Side ist einfach zu cool... Wollte ich die ganze Zeit schon posten, kam aber nicht dazu.




Donnerstag, September 13, 2007

Intuition, Vernunft, Berufung

"Die Intuition ist gefühltes Wissen", sagte der Psychologe Gerd Gigerenzer gestern in Kulturzeit.
Im Gegensatz hierzu steht die Vernunft.

Rational getroffene Entscheidungen kommen mit einem wesentlich kleinerem Kontigent an Informationen aus, als Entscheidungen, die intuitiv getroffen werden. Hier greift das menschliche Gehirn auf alle (auch unbewußte) Erfahrungen zurück. Daraus entsteht dann das sog. Bauchgefühl.

Und dann gab es da noch das Wort Beruf, das, wie Dominique Horwitz heute morgen so treffend formulierte, von Berufung kommt. Der Klugscheißer. Ich hasse Künstler. Naja. Nicht wirklich und schon garnicht D. Horwitz.

Wie auch immer, alles zusammengenommen fühlt sich dann ungefähr so an:





Und ja, sonst geht's mir gut.

Mittwoch, September 12, 2007

Wenn nix mehr geht...

.. so rein arbeitstechnisch meine ich, dann habe ich die perfekte Franchise-Idee gefunden. Überhaupt ist es ja erstaunlich, dass es spezielle Portale gibt, die nichts anderes als Franchise im Sinn haben.

Aber zurück zu meinem persönlichen Favouriten:








Ist das nicht geil? Kostet auch so gut wie nix, da Franchise Nehmer zu werden - läppische 5k. Also bitte. Da rollt der Rubel, da fließt das Bier und, ach was weiß ich nicht noch alles. Zumindest der Werbespruch steht auch schon: "BIERBISVIER ... zur Tankstelle laufen war gestern!"

Auch ein Renner: Anubis Tierbestattung.





Das ist dann das "Six Feet Under" (sehr empfehlenswert im übrigen) für Tierliebhaber. Der Bewerber sollte dann auch "einen Bezug zu Tieren haben." Wer hat denn bitte schön einen Bezug zu toten Tieren? Und wenn ja, sollte derjenige dann vielleicht nicht besser eine Therapie aufsuchen? Na egal. Die Investitionsumme dafür bewegt sich dann auch zwischen 50k-75k. Dafür bekommt man aber schicke Tiersärge und Grabsteinchen mitgeliefert. Wäre sicher lustig zu sehen, wie meine Nachbarn darauf reagieren, wenn die nicht so viel Geld von einem wollten.

Der Franchise Trend geht aber zu Wellness und Diät mit themenspezifischer Ausrichtung auf Frauen - oder anders ausgedrückt, da wir alle immer fetter werden, gibt's einen Haufen Firmen die uns erklären, wie man nicht aus allen Nähten platzt. Uh, nee, das wollte ich nun auf gar keinen Fall machen. Da fühlt man sich sicher wie Al Bundy im Schuhgeschäft.

Wie auch immer, ich finde "Bierbisvier", das ist die Zukunft! Prost!

Ibiza meets Peugeot

Eigentlich fand ich den kleinen Peugeot 206CC ja ganz schick. Bis heute. Da parkte nämlich ein solcher neben mir und beim Einsteigen in meinen altgedienten Ford Focus Kombi mit angenabbertem Rücksitz (dank meines geliebten Hundes) sah ich auf dem Beifahrersitz eine CD mit dem klangvollen Namen "Ibiza Beats".

Uh. Vielleicht doch nicht so das richtige Auto für mich.

House

Ich möchte nur kurz meiner Zufriedenheit darüber Ausdruck verleihen, dass mir ein guter Freund die 3. Staffel "House" aus den USA mitgebracht hat.

Ich mag diesen Charakter irgendwie. Er ist zwar ein arrogantes, überhebliches, selbstverliebtes Arschloch, aber dennoch intelligent und irgendwie wohl auch genial. Auf der anderen Seite ist er einfach nur unglücklich, absolut nicht bindungsfähig, naja und hin- und wieder vielleicht auch einfach wehleidig und hypersensibel.

Ach so, und die 3. Staffel ist bis jetzt ganz gut. Mehr dazu, wenn ich sie fertig geschaut hab.

Montag, September 10, 2007

Note to myself

Man sollte sich eigentlich nie auf Sachen einlassen, wenn man ein komisches Gefühl dabei hat. Und schon gar nicht, weil man denkt, man müßte etwas tun. Völlig falscher Ansatz. Im Gegenteil.

Allerdings: Wenn man nicht so recht weiß, was man machen möchte und irgendwie einen so wirklich gar nichts irgendwie antörnt ist das auch irgendwie frustrierend. Da hilft wohl nur eins: Abwarten.

Freitag, September 07, 2007

Hm. Wochenende.

Heute morgen war ich eigentlich gut gelaunt und wollte mindestens 50.000 Sachen erledigen. Nach drei Telefonaten, die viel Zeit in Anspruch genommen haben, guck ich mal aus dem Fenster und hör ein wenig Pink Floyd. Draussen ist grau und für September eigentlich ein wenig zu naßkalt. Irgendwer mäht seinen Rasen und ich drehe die Musik lauter.

Keine gute Zeit zum Schreiben heute.

Mittwoch, September 05, 2007

Kun*den*dienst

Laut Wahrig:

Dienst für den Kunden, z. B. Transport von Waren; Betreuung techn. Geräte durch den Hersteller od. Verkäufer gegen Entgelt.

Direkt darunter findet sich im übrigen:

kun*den*freund*lich (Adj.) vorteilhaft für den Kunden, den Bedürfnissen des Kunden entgegenkommend; ...

Man könnte nun lapidar fabulieren, dass es sich beim Kundendienst wortwörtlich um den „Dienst am Kunden“ handelt. Das führt jedoch zu weit. Auch die weitverbreitete Annahme, der Kundendienst sei kundenfreundlich, steht in keinem kausalen Zusammenhang – wenngleich die Wörter im Wahrig aufeinander folgen.

So ist es nur folgerichtig anzunehmen, dass, wenn ich für ein Onlinespiel zahle und etwas nicht funktioniert, mir der Kundendienst weiterhilft – wenn auch nicht zwangsweise freundlich. Es ist realistisch, wenn auch nicht wirklich Service orientiert, dass ich – und neun andere Leute – ungefähr 45 Minuten lang auf diese Hilfe warten müssen, um dann mit den Worten „da kann ich nix machen“ abgespeist zu werden.

Wie in vielen Fällen von Willkür, sind auch hier persönliche Reaktionen nur begrenzt durchführbar. Körperliche Züchtigungsmaßnahmen gegen die Service-Schnecke sind leider nicht erfolgsversprechend, da man ihn/sie gar nicht finden wird. Jegliche verbale Attacken sollte man auch vermeiden, denn Kundendienstmitarbeiter sind Gott gleich zu setzen, somit ebenso unsichtbar wie auch allmächtig.

In unserem Fall hat einer der Spieler den rettenden Einfall schon nach 17 Minuten Wartezeit auf Mr. Allmighty, somit konnten wir dann nach 48 Minuten weiterspielen. Da bewahrheitet sich wohl der alte Spruch: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“

Wahrscheinlich steht im Wahrig demnächst:

Kun*den*dienst*mit*ar*bei*ter – Göttliches Wesen, Lichtgestalt der Wirtschaft. Allgegenwärtig, jedoch nie dann, wenn sie gebraucht werden. Ähnlich der Muse beim Künstler, sorgen sie dafür, dass der Kunde seine Problem selbst erkennt und in einem Anflug von Genialität selbst löst.

Dienstag, September 04, 2007

Tarnsport

Hm. Über das Wort stolperte ich gerade beim Redigieren. Sollte eigentlich Transport werden, aber Tarnsport find ich irgendwie auch recht nett. Läßt viel Spielraum zur Interpretation aktueller Nachrichten aus dem fernen Osten. Oder so.

Messe-Fragmente, die ich aufschrieb, aber nicht veröffentlichte. Bis jetzt.

1. Dicke Leute die am Kaffee-Steh-Tisch vorbeirollen an dem man gerade ernsthafte (haha!) Gespräche führt, um höchst auffällig ihre Visistenkarten auf dem Tisch zu platzieren.

2. Merkwürdige Anrufe auf dem Handy bei denen der Anrufer "Spank me, Baby!" ins Telefon ruft. (Okay, muss auf seiner Seite noch viel dämlicher ausgesehen haben, auf der Messe zu stehen und "Spank me, Baby!" ins Telefon zu schreien.)Und ja, ich kannte den Kerl wirklich und mag ihn auch sehr gern!

3. Leute auf den Gängen zu treffen und zu sagen "Ach herrje, du siehst aber mitgenommen aus" um dann ein entrüstendes "Wie? Ich fühl mich hervorragend!" zu hören zu bekommen und sich zu denken, er konnte die Wahrheit noch nie vertragen.

4. Viele liebgewonnene Leute wieder zu treffen, auch wenn man leider nicht alle sehen konnte. Von vielen zu hören zu bekommen, dass sie einen vermissen und es ab dem 10. auch wirklich selbst zu glauben.

5. Geschäftsführer zu treffen, die an die 70 sind, aussehen wie knapp an die 60, aber drei Firmen leiten und dabei eine Ruhe ausstrahlen, die ich noch nicht mal hätte, wenn ich nur versuche eine Firma zu gründen.

6. Aufgrund von Kopfschmerzen eine Schmerztablette einzuwerfen, wohlwissend, dass dies eine allergische Reaktion zurfolge hat, die mich wie ein weinendes Elefantenbaby erscheinen läßt, was ich extrem auf dieser Messe vermeiden wollte. Naja, Kismet...

7. Ehemalige Geschäftsführer von Firmen zu treffen bei denen ich mal gearbeitet haben, die mir sofort versuchen Jobs zu vermitteln, was mich in pure Verwunderung versetzt und leicht berührt zurückläßt.

8. Auf die mindestens an diesem Tag zum hundertsten Mal gestellte Frage "Sieht man dich auf der Branchenparty?" zu antworten "Nee, hab vergessen eine Karte zu besorgen" von netten Männern kurzerhand und mit lässiger Handbewegung eine in die Hand gedrückt zu bekommen mit den Worten: "Hatte ich gerade für unseren Staff geholt, nu hast auch eine". An dieser Stelle auch noch einmal danke dafür, ich war ehrlich total erfreut und über alle Maßen beeindruckt!

Alles in allem, ich fand's ganz nett! :)

Freitag, August 31, 2007

Wish you were here

Mußte gerade an ein paar Menschen denken, die mir sehr fehlen. Hätte gern mit ihnen über die verschiedensten Dinge geredet und mir ihre Meinung eingeholt. Geht leider nicht - sind alle schon tot. Nu bin ich irgendwie sauer, weil ich's ungerecht finde. Ich hätte ja bestimmte Sachen auch nicht vor Jahren besprechen können, weil es die zu diesem Zeitpunkt eben noch nicht zu besprechen gab. Und das macht mich irgendwie traurig, weil's eben so schreiend ungerecht ist.

Und deswegen:

So, so you think you can tell
Heaven from Hell,
Blue skys from pain.
Can you tell a green field
From a cold steel rail?
A smile from a veil?
Do you think you can tell?

And did they get you to trade
Your heros for ghosts?
Hot ashes for trees?
Hot air for a cool breeze?
Cold comfort for change?
And did you exchange
A walk on part in the war
For a lead role in a cage?

How I wish, how I wish you were here.
We're just two lost souls
Swimming in a fish bowl,
Year after year,
Running over the same old ground.
What have we found?
The same old fears.

Wish you were here.


Thanks to Mr. Waters and Mr. Gilmour ...

Gel-Schergen

Ich hatte glaube ich schon mal an anderer Stelle erwähnt, dass ich rückgradlose Wichte nicht im mindesten ausstehen kann, oder? Aber immer wieder ein Erlebnis, vorgenannte in Aktion zu erleben. Die geben sich mit ihrem feisten lächeln und dem Pomade-Haarschnitt immer soviel Mühe, nett und mitfühlend zu wirken. Da wird man auch mal gern gefragt, ob man denn noch nichts zu trinken hätte, und wenn man dann antwortet „du, ich wollte keine großen Umstände machen, ich warte hier nur auf jemanden“ wird einem netterweise das Getränk auch gleich mit den Worten „ich hol dir mal einen Kaffee“ kredenzt. Da denkt man doch kurzzeitig, na ja, scheint ja doch ganz nett zu sein, bis man dann einige Stunden später eines besseren belehrt wird. Naja, mein Glaube an das gute im Menschen kennt nun einmal fast keine Grenzen.

Zum Glück gibt es aber noch andere nette Menschen, die einen wissen lassen, das vorgenannter Wichtel sich postwendend an anderer Stelle erkundigt, ob das eigene Erscheinen denn nicht höchst unerwünscht sei. Doof nur, wenn man zu viele Leute kennt, die einen scheinbar doch irgendwie mögen und einem das mitteilen. Daraufhin – eigentlich wollte ich ja gerade gehen – hab ich dann noch einen Kaffee und ein Brötchen genommen und mit der internationalen Klientel gescherzt. Das war sehr erfrischend und nett – hab beim Gehen leider vergessen mich vom Gel-Schergen zu verabschieden. Man sieht sich bekanntlich immer zweimal. Beim nächstes Mal bedanke ich mich auch höflich für den Kaffee bevor ich wieder entschwinde.

Donnerstag, August 30, 2007

Ich hab's versucht...

Ich hab mir auf die Zunge gebissen, mich mit allen erdenklichen Spielen, Büchern, Filmen abgelenkt, ich war Joggen, Radfahren, hab geschrieben, gearbeitet; aber ich muss es einfach sagen:

Wie kann irgendwer eigentlich allen Ernstes auf die Idee kommen ein Spiel mit einer weiblichen Hauptdarstellerin WET zu nennen? Spekuliert man hier irgendwie auf die neue Zielgruppe aus dem Rotlichtmilieu? Und man bedenke die Marketing-Möglichkeiten! Der Begriff "WET-T-Shirt-Contest" bekommt ein völlig neue Bedeutung!Oder nicht?

Vielleicht steht WET aber auch nur für "Whether it Entertains or noT". Oder "Welcome Extraterrestrials on Tuesdays". Vielleicht steht's allerdings auch nur für die perfekte Symbiose aus heftigen Schießereien und todesmutiger Akrobatik. Hört sich zwar auch nach einem "heftigen" DVD Klappentext an, aber ich bin mir sicher, die Frau reißt was.

Hm. Irgendwie muss ich gerade an die Szene in Jackie Brown denken, wo nette Mädels mit heißen Öfen waffenbegeisterten Amerikaner die neusten Schießeisen vorstellen. Aber ach, das ist ja alles völlig aus dem Nichts gegriffen. Schönen Donnerstag noch allerseits.

Mittwoch, August 29, 2007

Immer so kompliziert

Da las ich doch just den Post von Gunnar, über die nette junge Dame die gern ein Kind von ihm haben wollte. Aber eigentlich wollte sie doch sicher kein Kind. Macht nur Arbeit, bedeutet Verantwortung etc.

Was sie eigentlich zum Ausdruck bringen wollte, war doch wohl eher:

"Hey, ich will mit dir poppen!"

Und wenn dem so ist, warum kann man das dann nicht einfach sagen? Die Sache mit dem Kind schreckt ja viele Kerle nur ab, hab ich mir mal erklären lassen. Und romatisch ist das auch nicht wirklich. Also ich meine so ein Kind mit Stars, die man nicht wirklich kennt. Oder so.

Das die Leute auch nie ehrlich sein können. Komisch.

Duschen in Leipzig

Ja, es war die Games Convention. Ja, ich war da, knappe zwei Tage zumindest. Das war nett. Viele nette Leute getroffen. Viele die ich gern treffen wollte, viele von denen ich nicht dachte, dass ich sie treffen werde und einige, die ich eigentlich lieber irgendwie anders getroffen hätte, weil mich die Treffen betroffen machen, aber das ist ein anderes Thema.

Aber eigentlich wollte ich mich hier als Warmduscher outen, wollte von meiner tollen Hoteldusche erzählen, mit der ich am Freitag Morgen nach einem unglaublich hinreißenden Dinner am Vorabend mit Menschen die ich sehr gerne mag, fast Freundschaft geschlossen hätte, wenn, ja wenn, da nicht folgendes Problem aufgetaucht wäre.

Freitag 24.8.07, 8.10 Uhr

Leicht zerknautscht aufgewacht und aus dem Bett gerollt. Verwirrt die Augen gerieben, gedacht "Ah, Leipzig!" und Richtung Bad bewegt.

8.15 Uhr

Das Bad ist weiß, genau wie ich im Schein der Neonröhre. Nicht lange mit dämlichen Spiegelbildern aufhalten, Dusche anpeilen und einsteigen. Sieht alles gut aus: Duschkopf da, Wasserhahn auch: Wasser marsch!

8.17 Uhr

Wasser schießt in den Schlauch auf dem Weg zum Duschkopf und jetzt gleich - dreht sich der Duschkopf schwungvoll nach rechts und berieselt das Bad. Super. Immerhin hatte das Wasser schon mal die richtige Temperatur.

8.18 Uhr

Nachdem ich den Schlauch entwirrt habe, den wohl irgendein Cleverle beim Duschen verdreht hat, traue ich mich ein zweites Mal. Natürlich nicht ohne darüber nachzudenken, was die Leute eigentlich mit so einem Duschschlauch machen. Lasse den Gedanken recht schnell wieder fallen, da ich schon zu viele Chaoten kennen gelernt habe und ich mich entscheide, dass alles gar nicht genau wissen zu wollen.

8.19 Uhr

Wasser schießt durch den Schlauch in Richtung Duschkopf. In Erwartung warmer Berieselung schließe ich schon mal die Augen.

8.19 (und 35 Sekunden) Uhr

Ich spüre das Wassertropfen offensichtlich meine Haarspitzen berühren und höre das Wasser aus dem Duschkopf rauschen. Vorsichtiges öffnen eines Auges, leicht verkniffen. Man weiß ja nie, ob nicht doch noch ein Wasserstrahl in meine Richtung kommt. Falsch.

8.20 Uhr

Schlecht gelaunt und immer noch trocken unter der Dusche stehend, schießt das Wasser über meinen Kopf hinweg. Offensichtlich ist der Duschkopf zu leicht und wird durch den Druck des Wassers nach oben gedreht.

8.21 Uhr

Halte den Duschschlauch mittlerweile in der Hand und versuche mir die Haare einzuschäumen und gleichzeitig den Duschkopf über den Kopf zu halten. Ein unmögliches Unterfangen. Dabei verdrehe ich versehentlich den Duschschlauch.

8.23 Uhr

Bin jetzt wach und endlich mit Duschen fertig, wäre aber beinahe auf der Wasserlache im Bad ausgerutscht, die der erste Duschversuch dort hinterlassen hat.

8.45 Uhr

Verlasse das Zimmer mit Gepäck und checke aus. Das Hotel ist mir irgendwie unheimlich.

Auf dem Weg zur Messe fällt mir ein, dass ich vergessen habe, den Duschschlauch zu entwirren. Entscheide mich dafür den ganzen Vorfall zu ignorieren und konzentriere mich wieder auf wichtige Dinge.

Dienstag, August 28, 2007

Wartung

Hm. Heute morgen bekam ich einen Anruf.

"Hallo?"

"Hallo? Es ist wieder Zeit für die jährliche Heizungswartung. Sind sie in einer Stunde zu Hause?"

"Öhm. Hm. Ja, prinzipiell schon."

"Oh. Ja. Dann kommen wir so gegen 9.30."

"Ok. Ich werde da sein."

Das war um 8.30.

Niemand taucht auf.

Soll ich mich nun mit einem Küchenmesser bewaffnet auf die Lauer legen?

Montag, August 27, 2007

Maulsperre

Warum haben eigentlich die Models in diesen seltsamen Frisuren-Heftchen alle den Mund immer leicht geöffnet? Das ist kein Lachen und kein lächeln lediglich diese wirklich dämlich wirkende 1-2cm Mundsperre mit Zahnleiste. Kein Mensch läßt sich freiwillig so fotografieren. Warum auch - es sieht einfach komplett bescheuert aus. Entweder bedeutet es, dass man während der Aufnahme geredet hat, was bei den Models eher unwahrscheinlich ist, oder aber, man ist erkältet und bekommt beim Atmen keine Luft durch die Nase. Einzig und allein bei schlafenden Humanoiden habe ich diese Art der Mundsperre auf natürliche Art und Weise beobachten können. In diesem Fall - je nach Person, die man beobachtet - schaut man sich das ja auch durchaus gern an. Zumindest wenn derjenige nicht anfängt zu sabbern, was auch durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

Fassen wir zusammen: Leicht geöffneter Mund bei Fotoaufnahmen sieht dämlich aus, ist definitiv total unnatürlich und erinnert im schlimmsten Fall an schlafende, sabbernde Menschen. Hm. Ob das für einige Fotografen die Attribute für sexy Fotoaufnahmen sind? Dinge, die ich nie verstehen werde. Aber ich laß mich ja gern belehren.

Montag, August 20, 2007

Ich würde ja gern ...

...was neues veröffentlichen, aber leider geht's nicht. Naja, dann nicht. Jetzt ärgert mich nur noch, dass ich damit soviel Zeit vergeudet hab.

Danke für den Fisch

Ich wollte nicht unerwähnt lassen, dass ich noch einen Läster und Beschwerde-Blog aufgemacht habe. Zwar vor langer Zeit, aber nu wird er erst mal aktiviert. Das besondere daran soll sein, dass bitte mehrere Leute mitmachen, momentan sind's nur drei. Ich garantiere auch diplomatische Immunität, damit die Schreibenden sich über ihre Arbeit, Freunde, Partner oder was auch immer auslassen können, ohne gevierteilt zu werden. In anderen Worten, es darf auch bösartig sein.

Danke für den Fisch

Also, wer mitmachen möchte, bitte einfach eine email an mich.

Freitag, August 17, 2007

Nekrolog auf einen Lebenden, den das Zeitliche gesegnet hat

Ach, was war es doch lustig. Im nachhinein gesehen.

Dein liebevolles lispeln verschönte so einige dröge Monologe und verschleierte deren Inhalte.

Deine liebevolle, motivierende Art - "hier wird gemacht, was ich sage" - war immer herzerfrischend und gab dem grausten Tag einen Lichtschimmer.

Dein gesunde deutsche Einstellung zur Loyalität unvergessen: "Isch bekomme Geld am Ende desch Monats, da bin isch loyal!".

Mit deinem Wissen erhelltes du unseren Geist: "Reformationstag? Scheiß Katholiken!"

Ausrufe wie "Da ischt immer noch ein roter Kringel unter meinem Texscht" werden in die Geschichte eingehen und wir verdanken dir feuchtfröhliche Abende mit dem Wörtchen "hältst".

Aber alles hat einmal ein Ende und nach Jahren hat man wohl auch an anderer Stelle kapiert, dass du irgendwie nicht tragbar bist.

Naja - wie gesagt, im Nachhinein verdanke ich dir einige Inspiration beim Gestalten von Charakteren und vor allem Geschichten, die die Ewigkeit überstehen.

Danke! Möge dein weiterer Lebensweg ein erfolgreicher sein!

Pelziges Gefühl mit Pfefferminz

Gestern beim Tierarzt hab ich etwas durchaus interessantes erfahren zum Thema Zahnpflege und die Mittel die man dafür benutzt. Unser Tierarzt berichtete nämlich, dass in der Zahnpasta die bei Tieren verwendet wird das sog. Triple-Enzyme-System zum Einsatz kommt, dass die Bildung von Zahnstein nachhaltig vermindert und selbigem auch noch unproblematisch durch normales putzen beseitigt.

Diese Erkenntnis hinterließ natürlich die Frage, wenn es denn solch ein prima System gibt, warum benutzen wir das nicht in unserer Zahncreme? Vielleicht nicht gerade mit Hühnchen-Geschmack sondern Pfefferminz.

Außerdem müsste man mit vorgenanntem System seine Zähne gar nicht täglich putzen, um sie gesund zu erhalten. Dies wiederum würde die Aussage einer befreundeten Zahnarzttechnikerin belegen, die einmal sagte, dass - würden die Leute sich nicht täglich die Zähne mit Zahnpasta putzen - sich die Mundflora nach einigen Monaten erholt und man dann auch die tägliche Zahnpasta nicht mehr zum bekämpfen des "ich hab ein pelziges Gefühl im Mund" braucht.

Ist natürlich alles blanke Theorie, da wir mittlerweile so indoktriniert sind, dass kein Mensch Monate lang mit einem Meerschweinchen im Mund aushält. Nichtsdestotrotz, nun komm ich mir mal wieder veräppelt vor - wobei das Gefühl ja auch keinen neuen Gemütszustand beschreibt. Aber man denke nur kurz darüber nach wie viel Zahnärzte kein Geld mehr verdienen, weil sie keinen Zahnbelag mehr entfernen können, wie viel Geld die Krankenkassen dadurch sparen würden, wie viel Geld wir Endverbraucher sparen, weil wir nicht mehr Tonnen an Zahnpasta einkaufen etc.

Auf meine Frage gestern, warum noch keiner diese wundersame Paste produziert und verkauft, denn allein die Prävention die wir damit betreiben würden, würde ja schon dem Gesundheitssystem Millionen sparen, fragte mich mein Tierarzt: "Haben Sie schon mal erlebt, dass das irgendjemanden interessiert?" Hm. Nee. Hab ich nicht. Aber vielleicht liegt's ja auch nur daran, dass es die Zahnpasta bisher nur mit Hühnchen-Geschmack gibt. Wer kann das schon wissen.

Sonntag, August 12, 2007

Melancholie am Sonntag

Heute Morgen bin ich aufgewacht und war irgendwie von einer melancholischen Traurigkeit erfüllt. Manchmal hat man das, zumindest ich. Scheinbar ohne Grund. Es kam so das Gefühl auf, dass irgendwie in meinem Leben nichts so gelaufen ist, wie es sein sollte.

Sonntage eignen sich auch sehr gut für solche Gedanken, weil Sonntage die ruhigsten Tage der Woche sind. Man kann auf der Terrasse stehen und hört: Nichts. Keine Vögel, keine Nachbarn, keine Kinder und – wie heute morgen – noch nicht mal das rascheln der Blätter im Wind, weil selbiger durch Abwesenheit glänzte. Mit anderen Worten, dieser Sonntagmorgen ist der stillste seit langem. Nun saß ich da in dieser Stille bei meinem ersten Kaffee des Tages und mir fiel auf, dass ich gar nicht weiß, wie mein Leben hätte aussehen sollen. Da hab ich dann beschlossen, dass eigentlich alles gut sein muss und die wenigen Sonnenstrahlen auf der Terrasse genossen. Und genau an diesem Punkt flog ein kleines Flugzeug über das Haus und unterbrach diese unnatürliche Stille mit einem knatternden Geräusch.

Und deswegen ist diese röhrende Cessna nun schuld, dass ich das alles aufgeschrieben habe.

Samstag, August 11, 2007

Head Over Heals Accounting

Irgendwann vor einigen Jahren gab es mal ein paar Witzbolde, die bei einer namhaften Werbeagentur anriefen und sich witzige Titel der Menschen ausdachten, mit denen sie reden wollten. Einer davon hatte auch das in der Überschrift genannte "head over heals" im Titel. Ich fand das damals recht lustig, aber natürlich vollkommen überdreht. Nun ja, die Zeiten ändern sich. Manchmal ist das gut, zum Beispiel gingen die Engländer aus Indien weg, die Sklaverei verschwand etc. und manchmal ist das einfach nur kurious.

Ist man auf der Suche nach einem Job oder Projekten heutzutage und dementsprechend bei allen möglichen Jobvermittlern gelistet - im übrigen nicht ohne vorher seitenlange Auskünfte zu geben, in welchem Bereich man arbeiten möchte, könnte und warum - bekommt man immer nette Newsletter mit den aktuellen Jobs zugesandt. Selbstredend passend auf das angegebene Profil. In meinem Fall muss ich mich dann zwar öfters fragen, was zum Henker ich da angegeben habe, aber sei's drum.

Heute zum Beispiel schneiten wieder einige der Bombenangebote rein: Harmlos ist da noch der "Produktmanager m/w" oder der "Medical Manager/in Onkologie". Auch abstrakt, aber man kann sich etwas darunter vorstellen. Schwieriger wird es dann schon mit dem "Spezialist (m/w) Alliance Sales Support" oder dem "Senior Sachbearbeiter Corporate Event Processing (m/w)". Was wollen uns diese Anzeigen sagen, abgesehen von der Tatsache das in die Personalabteilungen Denglish perfekten Einzug gehalten hat? Ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung.

Gesucht werden nach wie vor auch studentische Aushilfskräfte oder Praktikanten, die ja nachweislich mittlerweile ganze Firmen am Laufen halten. Ja kein Wunder, kann ich da nur sagen, die arbeiten in Abteilungen von denen ich wirklich nicht im geringsten Ahnung habe, was die eigentlich tun - und wahrscheinlich haben die Praktikanten das auch nicht, aber macht nix, die Wirtschaft funktioniert auch so. Vielleicht bewerbe ich mich einfach da mal, man soll ja auch mal über den Tellerrand hinaus schauen. Wie wäre es mit "Studentische Hilfskraft (w/m) im Bereich Governance, Risk & Compliance bei Advisory"? Oder "Praktikanten (w/m) oder studentische Mitarbeiter (w/m) für den Ausbau Marketing/Produktmanagement"? Das ist bestimmt lustig dort, eine Abteilung aus Praktikanten die eine Abteilung ausbauen. Klasse. Aber ach nee, vielleicht mit meiner Erfahrung doch lieber "Projektleiter/in Konvergente Kommunikationsdienste". Dort kann ich nämlich den Trend der Konvergenz aktiv mitgestalten - ich war auch schon immer gegen Divergenz, furchtbar so etwas! Und seien wir ehrlich, wer mich kennt, der weiß genau Konvergenz war schon immer mein Ding!

Dann könnte ich auf die beliebte Frage im Bewerbungsgespräch:

" Was sind ihre größten Schwächen?" das antworten, was ein Freund und Kollege letzthin sagte: "Schokolade und Sahnetorten! Da kann ich einfach nicht widerstehen."

Freitag, August 10, 2007

16V und drei schwarze Haare

Manchmal muss man nicht weit reisen, um seltsame Menschen oder Begebenheiten zu sehen. Ich habe zumindest heute eine dicke, schwarzhaarige Frau beim Metzger gesehen. Daran ist soweit nichts besonderes, mag jetzt manch einer denken. Dicke Menschen mit schwarzen Haaren, gibt’s nu wirklich wie Sand am Meer. Stimmt. Aber die Details. Es war sehr voll im Laden, ich musste also lange warten und hatte nicht nur Gelegenheit über meinen Einkauf nachzudenken.

Neben mir stand diese Frau; blass war sie, dicklich mit leichtem Vorbiss, der ihre großen Schneidezähne leicht über ihre wulstige Unterlippe schob. Ihre weiße Bluse spannte genauso wie ihre beigefarbene Strickjacke, die sie trug. Ein leichtes Lächeln zeichnete sich in ihrem Gesicht ab, wohl in Erwartung der zu kaufenden Schweineschwarten. Ich schätzte sie auf 45 – aber vielleicht war sie auch jünger. Begleitet wurde sie von ihrer schweinsäugigen Tochter, derer Gesicht die Bezeichnung Pfannkuchen wirklich verdient hatte, wobei die Engelslöcken, die ihr Gesicht einrahmten, im krassen Gegensatz zu ihrer Körperstatur standen. Ich stand also neben dieser Frau und konnte meinen Blick weder von ihren strähnigen, schwarzen Haaren noch von ihrer schlechtsitzenden Kleidung abwenden. Abgerundet wurde das Bild nur noch von einer blassen, kleinen Warze auf ihrer Wange, die, wären dort nicht drei schwarze Haare entwachsen, kaum aufgefallen wäre. Doch diese drei Haare waren es eben, die sich in mein Gedächtnis brannten. Sie standen in ihrem Gesicht wie drei Schweineborsten, die man vergessen hatte abzuflämmen. Die Tochter mit den kleinen Augen war wohl erst um die elf, aber man konnte eine Vorstellung davon haben, welche Ausmaße sie in 20 Jahren haben würde. Dann vielleicht nicht mehr mit der enganliegenden Adidas Jogginghose und den Turnschuhen über die die Haut und Speckfältchen ihrer nicht mehr zu sehenden Knöchel quoll. Unwillkürlich kam mir der Gedanke, was wohl im Himmel passieren würde, wenn die Engel soviel Übergewicht hätten. Aber schon waren sie dran und der Einkauf von Leberwurst, Leberkäse und Bratwürstchen im Speckmantel schritt munter voran. Dann verlor ich die zwei aus den Augen, weil ich die nächste in der Reihe war.

Auf dem Heimweg fuhr ich dann dankenswerterweise diesem Typ mit dem 16V Turbo Opel hinterher, den ich in den Kurven auch locker zu Fuß überholt hätte. Aber wahre Macht zeigt sich ja erst dadurch, die Kraft und Schnelligkeit unter dem Hintern zu haben und zu wissen, ich könnte schneller, wenn ich nur wollte. Und genau deswegen fährt man einen Wagen, der 16 Liter auf drei Meter verbraucht. Für diesen einen Moment, der offensichtlich nicht an einem Freitagnachmittag stattfinden kann.

Aber ansonsten war es eigentlich ein recht schöner Tag.

Immer wieder verwunderlich

Ich bin immer auf's Neue überrascht, wie unverfroren in Pressemitteilungen gelogen wird. Da werden Leute Kenntnisse zugestanden, die sie noch nicht mal im Ansatz haben. Ob die PR der deutschen Bank das beim Ackermann auch so macht? Vielleicht kann der ja in der Realität noch nicht mal eine Bilanz lesen - der hat nur ca. 10 Leute um sich herum, die es können? Aber ach, ich vergas, es war ein Zitat - liebevolle Winkelzüge der PR. Ich hinterfrage mal lieber nicht, was das über die zitierte Person aussagt. Ist ja auch vollkommen egal. Und im übrigen gibt der Erfolg diesen Menschen Recht! Man muss sich nicht auskennen, man kann ja lernen, andere opfern - kurz: man muss eigentlich nur politisch gut agieren können. Man muss nichts wissen, man muss nur wissen, wo man fragen muss.

Das schafft man natürlich nur, wenn man seinen Job über Freunde bekommt, die nicht nachfragen, wie denn der Lebenslauf so aussieht. Man muss es ja nicht belegen.

Eigentlich eine gute Idee. Ich baue mir mal einen fiktiven Lebenslauf und schick den durch die Gegend. Und sein wir ehrlich, im wesentlichen ist ja auch vollkommen egal, wo wir herkommen und ob wir irgendwas können, solang der Erfolg einem Recht gibt. Da wird das amerikanische Prinzip "vom Tellerwäscher zum Millionar" in abgewandelter Form Realität. Und davon träumt doch irgendwie jeder arme Mensch, oder etwas nicht?

Samstag, August 04, 2007

Sauer!

Nein, nicht ich, aber eine der drei Nektarinen, die ich mir heute morgen liebevoll zerteilt habe, um sie genüßlich beim Schreiben vor dem Rechner zu vertilgen.

Weiß jemand, wie sich das anfühlt, wenn man in Erwartung von saftiger Süße in etwas hereinbeißt, was sich dann als sauer entpuppt? Eklig, kann ich euch sagen. Und das Beste ist, ich kann die saure Nektarine nun nicht mehr von den zwei süßen trennen, weil ich alles in mundgerechte Stücke geschnitten und in eine Schüssel geworfen hab. Nun beäuge ich jedes Stück misstrauisch, bevor ich es in den Mund schiebe, finde aber leider auch dadurch nicht wirklich raus, welches nun die saure ist. Wäre es ein eloquenter Wortwitz, zu sagen, "in diese saure Nektarine" muss ich nun beißen? Uh. Nee. Dann lieber den ersten Kaffee des Morgens genießen und an meiner "Rezension" zu Coffee & Cigarettes weiterschreiben, die man dann bald hier

  • Literaturhexen


  • nachlesen kann.

    Ich gebe mir auch Mühe, auf entsprechenden vorgenannten Wortwitz zu verzichten.

    Donnerstag, Juli 26, 2007

    Es ist Donnerstag

    Zeit für die Zeit. Es mag Leute geben, die sagen: "Oje, sie hat nun garnichts mehr zu tun."

    Mitnichten, kann ich da nur lapidar erwidern. Ich möchte jedoch die Leser meines Blogs kurz an meiner kleinen Donnerstags-Freude teilhaben lassen. Denn als erstes pflege ich die Kolumne des hervorragenden Harald Martenstein im Zeit-Magazin zu lesen, um dann auf die letzte Seite zu blättern und das wöchentliche Interview mit Helmut Schmidt (Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt) zu lesen.

    Darauf freu ich mich.

    Jeden Donnerstag. Und das wollte ich nur mal gesagt haben.

    Dienstag, Juli 24, 2007

    Harry Potters Ende

    24. Juli 2007, 11:52. Habe gerade die letzte Seite des neuen Harry Potter gelesen. Das gute ist, dass vielen Leuten Harry Potter mittlerweile wahnsinnig auf den Wecker geht, aber mir nicht. Ich habe nämlich mit Harry Potter erst vor einigen Monaten angefangen und dann alle Bücher auf einmal durchgelesen. Das ist in sofern ganz witzig, weil man merkt, dass die Geschichten mit jedem Buch etwas erwachsener werden. Und außerdem ersparte ich mir natürlich die Wartezeit zwischen jedem Buch, bis hin zum letzten Band.

    Ach so - wer wissen will, wie's war, schaut hier:

    http://literaturhexen.blogspot.com/2007/07/harry-potters-ende.html


    Ich spoiler auch nicht. ;)

    Freitag, Juli 13, 2007

    Schnäppchen: Die Rolling Stones

    Falls jemand daran Interesse und auch das nötige Kleingeld hat, die Rolling Stones sollen angeblich bei einer netten privaten Veranstaltung der Deutschen Bank aufgespielt haben. Für den Salär von läppischen 4 Millionen Euro. Sagt man. Ich hoffe, das war das Geld für die 600 geladenen Manager wert und sicherlich kann man die Kosten auch als Werbungskosten absetzen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,494279,00.html

    Eigentlich wäre es doch eine tolle Idee, wenn man die Gehälter der Angestellten auch von der Steuer absetzen könnte oder als Werbungskosten, dann würden die ganzen Analysten vielleicht nicht auf die Idee kommen ihre nächste Gewinnmaximierung durch Personalabbau zu finanzieren und den Erfolg dann mit den Rolling Stones zu feiern. Aber was red ich, war sicher alles ganz anders.

    Donnerstag, Juli 12, 2007

    Wahre Worte

    Meint ein Freund zu mir gestern:

    "Weißt du was wirklich erschreckend ist?"

    "Nee, was denn?"

    "Wenn der Schäuble plötzlich bedrohlicher wirkt, als der Beckstein."

    Da hat er recht. Aber davon mal ganz abgesehen; nimmt den Schäuble nach seinen Äußerungen eigentlich noch irgendwer ernst?

    Montag, Juli 09, 2007

    Nu bin ich hibbelig.

    Ich bin nervös. Und hibbelig. Das nervt. Wieso? Ich hab morgen ein Bewerbungsgespräch. Und dies eigentlich mehr durch Zufall. Nun begibt es sich aber, dass ich der Meinung bin, der Job könnte echt cool sein und die Firma auch. Und schon bin ich hibbelig. Dabei hab ich eigentlich gar keinen Grund dafür. Ich weiß ja was ich kann und was ich alles schon gemacht habe.

    So ist das, wenn man denkt, dass etwas wichtiges passieren wird. Ach herrje. Ich geh erst mal meinen Anzug abholen, vielleicht gibt sich das dann.

    Wohlhabende Mittelschicht

    Ich habe heute Morgen beim ersten Kaffee des Tages dem Moderator des Morgen Magazins mehr abwesend lauschend folgenden Satz aufgeschnappt:

    "Aber ist die Zielgruppe nicht eher die wohlhabende Mittelschicht mit Bildungsvorsprung?"

    Uh. Wo bewege ich mich eigentlich? Wohlhabend? Mittelschicht? Bildungsvorsprung? Und wenn überhaupt, vor wem hab ich denn einen Bildungsvorsprung? Der armen Unterschicht mit Bildungsarmut? Oder hinke ich vielleicht der reichen Oberschicht mit guter Allgemeinbildung hinterher?

    Hm. Lieber noch einen Kaffee ziehen und nicht drüber nachdenken.

    Mittwoch, Juni 27, 2007

    Ich freu mich so, dass es überall Idioten gibt

    Und überhaupt, diese Unterhaltungen im Handelschat sind doch immer wieder eine Freude. Vor allen Dingen, bei solch ausgefeilten Charakternamen...


    Gibt's auch in groß!

    Da kam doch eine Email rein, mit den Worten: Größer!

    Na gut, versteh schon, ich hätte die Bilder bearbeiten sollen, damit man das Alarm-Telefon auch lesen kann. Aber ach, ich war zu faul.


    Dienstag, Juni 26, 2007

    Alarm Telefon - Ich mag auch in Urlaub!

    Irgendwie geht jeder in Urlaub - oder kommt aus dem Urlaub zurück. Ich will auch. Dann könnte ich vielleicht so nette Fotos machen, wie der Herr S. der kürzlich aus Dänemark zurück kam.







    Die spinnen irgendwie, die Dänen. Danke für's zusenden Markus, copyright liegt natürlich bei dir. :)

    Montag, Juni 25, 2007

    Innehalten

    Wenn ich morgens schon aufstehe und mir als erstes vier verschiedene Optionen in den Kopf kommen, wie ich denn nun meine Brötchen verdienen könnte, läuft etwas schief. Erstens, weil der vorherige Satz das Wort "könnte" enthält. Soll heißen, viele Optionen und Ideen, aber nix greifbares. Zweitens, weil mich die Situation offensichtlich leicht unentspannt am frühen Morgen zurück läßt. Garnicht gut. Ich sollte nämlich über diesem ganzen hin- und her den wichtigsten Punkt nicht vergessen, dass Arbeit Spaß machen sollte. Ergo: Innehalten. Nix machen, außer Dinge, die Spaß machen. Normalerweise ergibt sich dann die Lösung von ganz allein. Schauen wir mal.

    PS. Ich möchte an dieser Stelle auch noch kurz meiner Enttäuschung über eine bestimmte Person Ausdruck verleihen, der ich vertraut habe, und die es mal wieder nicht Wert war. Gibt ja Dinge, die lerne ich nie. Naja, so bin ich eben.

    Montag, Juni 18, 2007

    Polls

    Immer wieder faszinierend sind die Fragen sogenannter Polls, zu deutsch auch Umfragen im Internet. Marketingtechnisch spricht man hier gern davon, am Puls des Endverbrauchers zu sein. In Meetings mit der Management-Ebene werden solche Umfragen auch gern als repräsentativ zitiert. Zum Beispiel: 95 % der Befragten fanden das unser Produkt oberscharf aussieht. Jawoll! Unterschlagen werden hierbei meist mehrere Punkte.

    1. Die Frage lautete "Was finden sie an unserem Produkt am geilsten?"
    2. Zur Antwortauswahl standen folgende Aussagen: "Die Grafik ist der Oberhammer", "Die Hautpdarsteller wirken so menschlich", "Der Entwickler macht sowieso nur tolle Spiele", "Das Gameplay ist unvergleichlich". Vote now! (knöpfchen drück)
    3. Insgesamt am Poll teilgenommen haben 11 Leute - das waren dann meist auch die Mitarbeiter...

    Soviel zum Wahrheitsgehalt der meisten repräsentativen Umfragen. Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Oder so ähnlich.

    Sonntag, Juni 17, 2007

    Nix besonderes

    Nachdem mich nun verschiedene Leute angesprochen haben, dass mein Blog verwaist, hier mal ein kleiner Eintrag samt Erklärung. Also: Man soll es ja nicht glauben, aber ich habe zurzeit sehr viel zu tun. Unglücklicherweise befindet sich aber auch so ziemlich alles mit dem ich zu tun habe in der Planungsphase. Das ist spannend, aber ich rede nun mal nicht sooo gern über Dinge, die noch nicht spruchreif sind; deswegen ja Planungsphase.

    Im übrigen finde ich alles im Moment wahnsinnig spannend und gleichzeitig beunruhigend. Das mag auch dazu beitragen, nicht viel zu schreiben ich habe nämlich die gesamten Planung noch nicht 100 % zu Ende gedacht. Und denken - auch das soll man nicht glauben - braucht Kapazität. Und deswegen denk ich jetzt erst mal weiter. Bis später.

    Mittwoch, Mai 30, 2007

    State the obvious


    Aufreger des gestrigen Tages

    1. Immer noch Grippe - immer noch Fieber. Draußen regnet es. Das nervt.

    2. Trotz leichter Übelkeit auf dem Weg zum Arbeitsamt. Da muss man sich nämlich innerhalb der ersten drei Tage nach Erhalt der Kündigung melden. Es regnet immer noch. Na gut.

    3. Nette Frau auf dem Arbeitsamt (keine lange Wartezeit!) gibt mir das Begrüßungspaket. Auf dem Deckblatt steht: "Information für Neukunden". Ich halte diese Formulierung für stark übertrieben.

    4. Am Abend: Welcher geniale Marketing Mensch kam wohl auf die Idee, die Werbung für die DVD des Zweiteilers "Bermuda Dreieck - Tor zu einer anderen Zeit" in den Werbepausen bei der Ausstrahlung desselbigen zu buchen? Btw. so spannend war der nun wirklich nicht, dass man den auf DVD kaufen müsste.

    5. T-Home go home! Ist ja okay sein Produkt zu bewerben. Aber hallo? Habt ihr eigentlich jede verfügbare Werbepause gebucht?

    6. Mir fällt auf, das die Jungs der Dove Kampagne die Einzigen sind, die ein Produkt "Pro-Age" statt "Anti-Age" genannt haben. Eigentlich sehr sympathisch, kein Grund sich aufzuregen.

    Donnerstag, Mai 24, 2007

    Kurzes Intermezzo

    Ich gebe zu, die Erfüllung alle meiner Träume war ja Emme in Köln nicht. Aber so schnell war ich ja noch nie bei einer Firma wieder weg. Huch. Naja. Ich möchte aber betonen, dass es ausnahmsweise gar nicht an meiner Person oder meinen Äußerungen lag. Es hat nur wirklich mal einer sich die Zahlen angeschaut und festgestellt, dass bestimmte Dinge gar keinen Sinn machen. Normalerweise wettere ich ja gern mal gegen Manager, aber leider - zu meinem Nachteil - kann man den Herren nur beipflichten. Das Gespräch war dann eigentlich auch sehr nett und zivilisiert - unter anderen Umständen könnte da ja wirklich ein netter Kontakt entstehen. Wie auch immer, für mich kam es jetzt ja auch weniger überraschend, allerdings sind natürlich sehr viele Leute betroffen, was natürlich weniger schön ist.

    Schwamm drüber. Hab ich mehr Zeit für die Projekte, die ich ohnehin schon angeleiert hatte. Und schönes Wetter ist auch. Und überhaupt, wer weiß, wozu das alles gut ist.

    Mittwoch, Mai 23, 2007

    Fahrräder aus Köln

    Ich bin ja nun meist einmal die Woche in Köln - zumindest noch. Naja. Und erstaunlicherweise stelle ich fest, dass Köln die Stadt sein muss, mit der stärksten Dichte an Fahrrad-Läden. Muss ein spannendes und erfolgversprechendes Geschäftsmodel sein.

    Freitag, Mai 18, 2007

    Übrigens, ich hab Jonny Depp getroffen.

    Neulich träumte ich doch tatsächlich, ich hätte Jonny Depp getroffen. Wir saßen auf der Terrasse, tranken Rotwein und haben uns stundenlang hervorragend unterhalten. In anderen Worten, es war toll. Also genauso, wie ich mir das vorstellen würde, würde ich ihn mal wirklich treffen.

    Note to myself: Falls ich noch einmal von Jonny Depp träume, darf es ruhig etwas unrealistischer sein...

    Mittwoch, Mai 16, 2007

    I’m so depressed.

    Es regnet.

    Und es ist kalt.

    Und grau.

    Ach.

    Kann mir mal jemand bitte sagen, dass alles gut wird? Das wäre nett.

    Vielleicht hilft’s ja – vielleicht aber auch nicht.

    Warten wir mal auf morgen.

    Dienstag, Mai 15, 2007

    Wenn Spieler sich langweilen

    Weil zum Beispiel ein Boss wieder mal verbuggt ist und man auf einen willigen Gamesmaster warten muss, der die Sache dann wieder hinbiegt, neigen Spieler von Zwergen zu komischen Aktionen.




    Zum Beispiel leicht bekleidetes tanzen, auch wenn anderen Mitspielern zuhause dadurch die Pupille wegbrennt. Egal! Da müssen die durch. Mein Zwerg ist der in der Mitte, der auch seinen Gildenrock ausgezogen hat, um die weibliche Nachtelfen-Priesterin zu beeindrucken, die aber leider gleich nachdem ich anfing eine 10 Minuten Pause einlegte. Naja, hat sicher nix mit mir zu tun. Muss an Balum (rechts) oder Dagger (links) gelegen haben.




    Ach so.

    Wenn ich genervt bin und mir alles nicht schnell genug geht, muss ich immer zwanghaft was anderes ändern. Und da ich nicht jedes Mal die Wohnung umstellen kann, muss der Blog dran glauben. :)

    Ich muss mal quengeln

    Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass mir mal wieder alles nicht schnell genug geht.

    Auf der Arbeit...

    ... kommt man nicht weiter. Na gut. Das ist ja nix neues. Aber es nervt. Ich hasse Stillstand.


    Mit meinem neuen Projekt...

    ... komm ich nicht weiter. Es fehlen zu viele Komponenten. Ok. Man arbeitet dran. Und das wird sicher auch was. Aber ach. Das dauert alles so elendig lange.


    Beim Spielen...

    ... langweilt mich WoW. HdR find ich nicht so ansprechend. Warhammer Online ist noch nicht released. Warum eigentlich nicht... Ich will eine Beta. Sofort.


    Ansonsten möchte ich anmerken, dass ich ganz tolle Freunde habe! Und ganz tolle Geschäftspartner!

    Muss ja auch irgendetwas positives geben.

    Werbung für Filme

    Vor zwei Tagen hab ich einen durchaus witzigen Film auf DVD gesehen. Dazu mehr demnächst auf den Literaturhexen. Erstaunlich waren jedoch die Trailer für diverse andere Filme. Zum Beispiel: Marrakesch.

    Man sieht Bilder irgendwo aus Marroko. Man sieht Kate Winslet. Man sieht - offensichtlich - einen Marrokaner. In den verliebt sich wohl Kate Winslet. Egal. Man sieht Bilder irgendwo aus Marroko. Und dann aus dem off:

    "Marrakesch!"

    - Pause -

    "DER Film mit Kate Winslet!"

    - Pause -

    "Nach Titanic!"

    - Ende -

    Leute. Abgesehen davon, dass ich weder großer Kate Winslet noch Titanic Fan bin, aber was sagt das denn nun über den Film Marrakesch aus? Ah. Richtig. Garnix. Großartige Werbung.

    Sonntag, Mai 06, 2007

    Neues Projekt

    Zurzeit beschäftige ich mich mit so vielen neuen Projekten, dass sogar mir nicht klar ist, wo ich die Zeit dafür hernehme. Wie auch immer. Ich wollte schon seit mindestens einem Jahr eine Seite mit einer Freundin zusammen realisieren, auf der wir Bücher, Filme etc. ganz subjektiv rezensieren. Und da ich heute morgen mal wieder um 8 Uhr wach war, weil ... ach egal ..., hab ich einfach noch einen Blog angelegt. Also: Wer Spaß daran hat, kann gern mal reinschauen - ich hoffe, er füllt sich mit der Zeit und besagte Freundin macht auch mit. Eingeladen ist sie zumindest schon :)

    http://literaturhexen.blogspot.com/

    Mittwoch, Mai 02, 2007

    Ich bin zu alt für Geplänkel!

    Echt jetzt! Es ist eigentlich ein schöner Tag, es ist super Wetter und ich hab Kopfschmerzen, weil ich mich die Hälfte vom Tag schon wieder nur aufrege.

    Deswegen eine kleine Geschichte. Es gibt Leute, die Angst vor Hunden haben. Ich für meinen Teil gehöre natürlich nicht dazu, denn ich habe selbst einen großen Hund. Nichtsdestotrotz hab ich Respekt vor anderen Hunden und käme nie auf die Idee, fremde Hunde einfach anzutatschen. Vor etwas Respekt haben und eine Situation - oder einen Hund - einzuschätzen ist ja auch eine Sache. Das bewahrt einen davor, gebissen zu werden. Und das ist im Regelfall gut. Wenn man allerdings Angst hat, merken das Hunde sofort. Sie können es einfach riechen - da hilft auch nicht, wenn sich derjenige einredet, dass alles gut ist und der Hund einem eigentlich nichts tun wird. Deswegen ist es im übrigen auch immer vollkommen daneben, Leuten die Angst vor Hunden haben zuzurufen: "Der macht nix!"

    Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist folgendes: Ich glaube, dass sich die Menschheit dieses "Angst riechen" irgendwie auch bewahrt hat - wenn auch nur unbewusst. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es funktioniert. Es gibt Menschen, die können Angst nach wie vor riechen. Und wenn man mit denen zu tun hat, hat man entweder keine Angst oder man gibt gleich auf. Das erspart einem viel Geplänkel, viel Zeit und außerdem haben Leute wie ich weniger Kopfschmerzen.

    Dienstag, Mai 01, 2007

    Rote Fahne und marschieren!

    So oder so ähnlich formulierte ein Kollege neulich seine Erinnerung an den ersten Mai. Mir ist nicht nach marschieren und auch nicht nach roten Fahnen. Ich bin nervös und knabbere mir die Fingernägel weg. Uh. Irgendwie eklig - ich sollte das lassen.

    Außerdem wundere ich mich an diesem sonnigen, windigen Morgen, ob ich jemals den Zustand erreichen werde, wo ich sagen werde: "Ich bin zufrieden mit mir selbst, ich hab alles richtig gemacht!"

    Vielleicht kommt der Augenblick aber auch nie. Vielleicht bin ich nie so richtig zufrieden mit mir selbst und vielleicht treibt mich das ja an. Vielleicht aber auch nicht.

    Puh. Alles viel zu kompliziert für einen frühen Morgen.

    Donnerstag, April 26, 2007

    Flickr - alter Hut, ich weiß

    Nichtsdestotrotz hab ich heute beschlossen, mich da auch mal mit diversen Bildern zu verewigen. Wer mal reinschauen möchte, findet mich unter Taris_Teron. Wer hätte es gedacht.

    Montag, April 23, 2007

    Ebay ist Schuld am Amoklauf!

    Nachdem gestern Spon feststellte, dass der koreanische Amokläufer ein geschätzter Ebayer war, mit dem Ebay richtig Spaß machte, weil er pünktlich zahlte und lieferte, ist es wohl auch richtig anzunehmen, dass ich als Ebayer (der pünktlich zahlt und liefert) unweigerlich irgendwann Amok laufen werde.

    Sollte ich mich da als verantwortungsbewußter Bürger eigentlich nicht gleich stellen?

    Samstag, April 21, 2007

    Was diese Woche so geschah...

    Mr. Waters ist überragend. Ich liebe Pink Floyd noch immer, aber warum zur Hölle muss man ein Konzert nur mit Sitzplätzen ausstatten? Und warum sind die Deutschen auf Konzerten so verdammt unbeweglich? Egal. Das Konzert war großartig, die Musik war - nun ja - immer noch großartig, die Show war toll, nur das Publikum war irgendwie verdammt alt. Aber ich könnte mich auch täuschen. Obwohl, das würde die Komplettbestuhlung erklären.

    Schockierend war mein Ausflug nach HdR Online. Und dabei hatte ich mich so darauf gefreut. Vielleicht hätte ich keinen Hobbit machen sollen. Die Charakerauswahl war Schuld daran, dass ich das Spiel in der Beta nicht länger als eine halbe Stunde gespielt habe. Aber hallo? Ein Hobbit mit Schuhen? Das kann man doch nicht bringen. Und dann noch Zwergenstoffstiefel. Die schrecken vor nichts zurück. Die Tatsache, das man Hobbits Schuhe verpasst, hat mich so schockiert, dass ich erst mal auf WoW umgeloggt hab. Tja. Und dann war die Beta zu Ende. Hobbits mit Schuhen! Ich fass es nicht...

    Nur mal so angemerkt

    Ich freu mich grad wie wahnsinnig, weil ich in der Sonne auf meiner Terrasse sitze, die Vögel zwitschern, der Wind durch die Blätter streicht und ich hier mit Laptop sitzen kann. Rechts neben dem Laptop liegt ein Krapfen, links neben dem Laptop steht mein Kaffee und gleich lese ich meine Wochenzeitung. Ach. Manchmal ist einfach alles wunderbar - und das wollte ich gerade nur einmal geschrieben haben.

    Freitag, April 13, 2007

    Sommeroldies

    Es wird Sommer! Juhuu. Da kann man schon mal gut gelaunt im Auto fahren und zu diversen Liedern singen, die so im Radio gespielt werden. Ich höre auch eher selten Radio, meisten hab ich meine CD's dabei. Naja. Alles war super. Die Musik. Das Wetter. Das Auto. Dann kam dieses Schild mit der 120. Und im Radio erzählte der Sprecher zwischen zwei Lieder: "Rufen Sie an und wünschen Sie sich ihr Lieblingslied - heute spielen wir den ganzen Tag nur Oldies." Nur Oldies? Das waren Songs aus den 80er Jahren? Oldies? Spinnt der? Und dann kam es wie es kommen mußte, ich sah einen grellen Blitz von rechts, erinnerte mich an die 120 - aber da war's zu spät.

    Okay. Zurück zu den Oldies. Die 80er liegen doch nur schlappe 20 Jahre zurück! In den 80er wäre ich wahrscheinlich nicht geblitzt worden, weil ich entweder kein Auto besaß oder die Karre eh nie über 100 fuhr. Oldies!

    Das nächste Mal nehm ich wieder meine CD's mit ins Auto, da kann ich singen, gutgelaunt sein und nicht geblitzt werden, weil mich kein Radio Moderator mit seinen Sprüchen ablenkt.

    Oldies. Nicht zu fassen...

    Freitag, April 06, 2007

    Wir werden alle sterben...

    Auf die Frage, was er denn gerade am Rechner macht, antwortete meine bessere Hälfte gerade: "Ich installiere ein Windows unter Linux." Argh. Das kann nicht sein. Die Welt wird noch heute in sich zusammenstürzen. Unmöglich, dass er freiwillig irgendein MS Produkt installiert oder irgendetwas, was entfernt damit zu tun hat. MS = Evil! Da war es äußerst naheliegend zu fragen, warum er das macht.

    "Weil die Scheiß Palm Software nur unter dem Scheiß MS läuft!" Uh. Ich sag ja, das Universum wird zusammenstürzen, noch heute. Ich weiß es.

    Karfreitag, 8:10 Uhr

    Hm. Es ist Feiertag und ich bin - dank meines liebevollen Katers Crowley, der es für eine überragende Idee hält, das Katzenklo an diesem wunderschönen Morgen unter lautem Scharren zu demolieren - wach. Man könnte nun viele sinnvolle Dinge tun. Zum Beispiel, die Zeit lesen, die unten im Wohnzimmer liegt. Oder die Kräuter im Garten auspflanzen, die ich gezogen hab. Oder meine Malutensilien in Ordnung bringen. Oder das Buch weiterlesen, dass ich gerade angefangen habe. Oder den Hund wecken und joggen gehen.

    Stattdessen sitz ich mit einer Tasse Kaffee hier und schreibe diesen Beitrag, während ich mich auf dem zweiten Rechner in WoW einlogge, um mich wichtigen Aufgaben zu widmen.

    Ich bin ein Nerd.


    Frohe Ostern!

    Mittwoch, April 04, 2007

    Feiger Größenwahn

    Puh, ich bin deprimiert. Ich weiß, ich kann soviele Dinge sovieeel besser - aber ich trau mich nicht.

    Sonntag, April 01, 2007

    Outside mag kein mauve!

    So heißt mein Zwergenpriester in WoW. Also Outside, nicht mauve. Ich finde ja, dass er echt nett aussieht, mit seinem Outfit. Mit der pinkfarbenen Brille ein wenig, wie ein zwergischer Cyberpunk Elton John-Verschnitt. Oder so.




    Andererseits, kennt man irgendeinen Zwerg, der freiwillig eine Mischung aus pinkfarbenen, lila Klamotten anzieht? Nee! Da hätte Gloins Sohn ja auch gleich im rosa Tütü durch die Gegend laufen können. (Im übrigen kenn ich eigentlich nur Zwerge die mit einem großen, güldenen Hammer - aber lassen wird das...) Und überhaupt, warum gibt es mit BC so viele pink/lila Kombinationen? Fragen über Fragen, aber keine Antwort...

    Bye, bye Vivendi, bon jour Emme!

    Ich möchte an dieser Stelle noch mal anmerken, dass heute am 1. April 2007 ganz hochoffiziell meine 6,3 Jahre bei Vivendi Games zu Ende sind. Es wäre im übrigen wohl nicht mein Leben, wäre das Ende nicht auf diesem markanten 1. April gefallen - nun ja, in diesem Fall war es wohl kein Scherz. Wie auch immer: Es war schön, zumindest die ersten 4 Jahre!

    Ab morgen findet man mich bei Emme Deutschland wieder, wo ich mich in Zukunft darum kümmern werde, den Weg für Kinder- und Jugendspiele zu ebnen und mich mit Pädagogen und Eltern auf Streitgespräche einzulassen, ob PC Spiele für Kinder überhaupt sein müßten. Na darauf freu ich mich doch. :)

    Sollte mir in der Zeit ein Entwicklerteam über den Weg laufen, die nette Games entwickeln, aber noch einen Vertriebspartner suchen, wunderbar! Emme hat bekanntlich das beste Vertriebsteam der Welt - da sitzen nämlich eine Menge Leute, die was von ihrem Job verstehen. Zumindest kann ich das von einigen bislang schon sagen, die kenne ich ja schon länger.

    Und ich hoffe, bald werden auch ein paar mehr Leute ganz generell Emme besser kennen, denn dafür hat man mich eingestellt. Bekanntlich liebe ich ja Herausforderungen.

    Aber heute ist erst mal Sonntag. Draussen scheint die Sonne und ich muss meinen Zwerg noch vor die Tore Karazhans schaffen. Da werde ich nämlich um 15.30 erwartet. Man muss einfach mal Prioritäten setzen.

    Donnerstag, März 29, 2007

    Die Gartenzwerge der Pseudo-Intellektuellen


    Merke: Der Terracotta-Mönch ist der Gartenzwerg der Pseudo-Intellektuellen, die ein wenig Kitsch mögen. Zumindest manchmal. So wie ich zurzeit. Und deswegen sitzt der dicke Mönch an der Steinmauer bei mir im Garten und freut sich. Und ich freu mich mit - auch wenn's unglaublich kitschig und spießig ist. Ist mir wurscht, ich hab Spaß! Und außerdem find ich toll, dass der dick ist und sich trotzdem freut - das lenkt mich von meiner Sport-Diät ab. ;)


    Deutsche Kleingeister

    Es ist typisch deutsch, dass man die deutsche Nationalmannschaft seit der WM hochjubelt, aber kaum verlieren sie ein Spiel, alle schon wieder total am rummotzen und maulen sind. Nicht, dass ich der Fußballprofi wäre, aber war doch mutig mal neue Jungs aufzustellen, denn Nachwuchs kann man immer brauchen und das die original Besetzung gut spielt wissen wir ja. Außerdem ist ein 0:1 nun wirklich kein Weltuntergang. Manchmal sind wir Deutschen wirklich kleingeistig. Und mir tut sowas manchmal wirklich weh.

    Meine Lieblingsmanager sind wieder gewählt!

    Ich hatte ja gestern abend das "Aha"- Erlebnis schlechthin, weil sich auf meinem Konto ein letzter Abschiedsgruß der Firma befand, für die ich noch bis morgen offiziell tätig bin. Nettes Gefühl. Ich frag mich nur, was macht einer meiner Lieblingsmanager mit einem Jahreseinkommen von 13 Millionen? Ach so, man muss ja fair sein, sein Fixum ist nur 1,2 Millionen, der Rest ist erfolgsabhängig.

    Ich stell mir grad vor, wie das ist, wenn monatlich ein sechs- bis siebenstelliger Betrag auf meinem Konto eingeht. Nee. Das geht garnicht. Soviel Geld kann kein Mensch jeden Monat verdienen. Unglaublich. Die lügen doch alle...

    Und ja, ich weiß, die deutschen Manager sind vergleichsweise arm dran! Angeblich verdiente der Goldman-Sachs Chef Llyod Blankfein (der Name ist doch Programm oder?) im Jahre 2006 einen Bonus von 40 Millionen Euro - ja richtig, das Fixum ist nicht ausgewiesen. Wie jedes Jahr folgt jetzt die Debatte, ob ein Manager überhaupt soviel verdienen darf. Meine Antwort: Ich weiß es nicht. Ich gehöre ja zu den Naivlingen, die behaupten, dass durch überragende Leistung auch überragendes Gehalt zustande kommen sollte. Naiv ist diese Einstellung eigentlich nur, weil sich dies im übrigen nur ab Vorstandsebene wirklich realisieren läßt. Außerdem sind wir uns ja einig darüber, dass wir hier nicht nur von den Leistungen eines einzelnen an der Spitze rumtingelnden Managers reden. Sprich, das Unternehmen sollte etwas von seinem Erfolg an die Mitarbeiter weitergeben - und zwar an alle Mitarbeiter. Schließlich ist die Geschäftsleitung auch immer ganz schnell bei der Sache, wenn es darum geht den Leuten das Gehalt zu kürzen, oder die Jobs gleich ganz einzusparen. Wir erinnern uns an meinen Schweizer Lieblingsmanager, der bei besten Renditen und Gewinnen, noch mal schnell einige tausend Jobs bei der Deutschen Bank gestrichen hat. Ergebnis: Die Bank steht besser da als zuvor, Herr Ackermann bekommt 13 Millionen Bonus und die gekündigten Mitarbeiter Hartz IV. Na da hat doch jeder bekommen, was er verdient. Prost!

    You are the Star!

    Ach, kann ein Morgen besser beginnen, als mit diesen Worten? Jaja, und einer Tasse Kaffee - und Sonnenschein und ach, alles ein wenig zu viel heute morgen. :)


    You are The Star


    Hope, expectation, Bright promises.


    The Star is one of the great cards of faith, dreams realised


    The Star is a card that looks to the future. It does not predict any immediate or powerful change, but it does predict hope and healing. This card suggests clarity of vision, spiritual insight. And, most importantly, that unexpected help will be coming, with water to quench your thirst, with a guiding light to the future. They might say you're a dreamer, but you're not the only one.


    What Tarot Card are You?
    Take the Test to Find Out.



    Ich weiß, dass wird meine ganzen esoterisch angehauchten Freundinnen freuen, also probiert's mal aus und lasst mich wissen, welche Karte ihr seid. Gefunden übrigens bei: http://devil-on-a-hog.blogspot.com/2007/03/sonnenknig.html

    Freitag, März 23, 2007

    Desperate Houswifes in Seligenstadt

    Eine ReHa ist wie eine Folge Desperate Housewifes, nur besser. Glaubt ihr vielleicht nicht, ist aber so. Neulich waren leider alle Kabinen für die Physiotherapie besetzt, sodass ich mit meinem Therapeuten in den Bodenturnraum ausweichen musste. Da stehen natürlich auch zwei Liegen zwischen Bodenmatten, Gummibällen und –bändern etc. herum. Und schwups, hatten wir Gesellschaft von einer Physiotherapeutin nebst Patientin. Es fing schon damit an, dass sie bemerkte, dass meine OP-Narbe ja wesentlich kleiner sei, als ihre. Okay, dass kann man ja auch durchaus mal feststellen, wobei ich nicht wusste, dass man sich mit diesem Thema lockere 10 Minuten beschäftigen kann. Ihre Therapeutin versuchte sie zu beruhigen, dass doch jede OP anders wäre und die Länge der Narbe ja gar nichts zu bedeuten hätte. Sie schaute nicht überzeugt, ließ es aber dabei bewenden. Allerdings nur für ungefähr 30 Sekunden. Da stellte sie nämlich fest, dass ich ja schon Sport mache, während sie nur zur Physio geht. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass die Physiotherapie ja auch meiner Erholung dienen soll – diese ging an diesem Tag vollkommen verloren, dank des andauernden Gebrabbels auf der Nebenliege. Die prinzipiell gutaussehende, blonde Enddreißigerin im sportlichen Markenoutfit, geschminkt und wohlberingt – hier meine ich den Schmuck – die Figur war einwandfrei, störte mich in meiner Konzentration zur Erholung doch erheblich. Wie dem auch sei. Nachdem sie erfuhr, dass ich gerade vom zweistündigen Sportprogramm kam, fragte sie gleich, warum darf „sie“ denn schon Sport machen und ich nicht. Ich ließ meinen Kopf auf die linke Seite der Liege wandern, um sie im Blickfeld zu haben. Ihre Therapeutin bewegte gerade ihr rechtes Bein zur Körpermitte und wieder zurück, während sie auf dem Rücken liegend abwechselnd mich und ihre Therapeutin fixierte. „Ach wissen Sie“, versuchte die Therapeutin es erneut, „die Fortschritte der Patienten sind da sehr unterschiedlich. Wir wollen ja, dass es ihnen gut geht und das ihnen im Verlauf der Therapie auch nichts weh tut. Beim einen geht das halt schneller, beim anderen langsamer. Da findet jeder seinen Rhythmus.“

    „Meine OP, war Mitte Dezember, wann war denn ihre“, fragte sie mich von der Seite.

    „Ende Januar“, antwortete ich knapp, immer noch bemüht etwas Entspannung aus der Therapie zu ziehen.

    „Oh,“ entwich es ihr und sie riss die Augen auf. „Und da machen sie jetzt schon Sport?“ Ihre Stimme hob sich um mindestens eine Oktave in meinem Gehirn machte es unmerklich „klick“ und ich antwortete:

    „Wahrscheinlich bin ich einfach nicht so weinerlich wie sie.“ Uh. Als der Satz raus war wusste ich, das war eigentlich recht unhöflich, deswegen schob ich ein Grinsen hinterher. Entweder ignorierte sie es oder sie hatte es nicht verstanden. Wie auch immer, Gespräch erst mal unterbrochen.

    Eine kurze Welle der Entspannung zog über meinen Rücken. Ah. Das hielt aber nicht lange an, den Madame erzählte ihrer Therapeutin von ihrem Ehemann, der sie wegen einer 19jährigen verlassen hat. Aha. Sie selbst ist 34. Und nun, man höre und staune, lässt sie sich darüber aus, dass die 19jährigen doch keinerlei Respekt mehr hätten und so frühreif wären. Hm. Naja. Sex mit 19 ist nicht wirklich frühreif, oder? Egal. Nun hör ich zu, ich kann nicht anders. Um ihre Ehe zu retten hat sie das Früchtchen dann mal angerufen, um ihr mitzuteilen, dass sie doch bitte ihren Ehemann in Ruhe lassen soll, sie würde eine Ehe zerstören und ja, sie solle doch auch an die Kinder denken. Herrje. Gute Frau, denk ich mir, dass wird die kaum interessiert haben. Richtig! Die Göre hat wohl geantwortet: „Wir werden ja sehen, für wen er sich entscheidet!“

    Ohne Witz, dass das nichts bringt, hätte ich ihr auch vorher sagen können. Schlimmer ist nur, dass sie nun auch noch behauptet, ihr Mann kann da ja nichts dafür! Jawoll. Nur die kleine Zicke schuld. Ja sicher, man kann es sich ja auch schönreden. Von links ertönt nun die Frage: „Ja was soll ich da nur machen?“ Ich sollte nicht, aber ich kann nicht anders: „Eine Bratpfanne könnte helfen“, ächze ich etwas gequält, weil mein Therapeut gerade einen meiner Rückenmuskel malträtiert.

    „Radfahren soll da helfen?“ kommt es etwas ungläubig aber nicht ohne Interesse zurück.

    „Bratpfanne!“ rufe ich leicht entnervt zurück.

    Sie schaut mich an, sie versteht es nicht – und fängt von neuem an, wieder etwas über die Unschuld ihres Mannes zu erzählen, über unerzogene, frühreife Mädchen und darüber, dass ja eigentlich die Frauen an allem Schuld sind und die Männer ja gar nichts dafür können. Oh my god, ist die doof! Schaut man sie an und hört man ihr zu, weiß man, woher das Klischee der doofen Blondine kommt.

    Um noch einmal auf die Eingangs erwähnte Serie zurückzukommen – Desperate Houswife Charakter hätte das ganze natürlich erst angenommen, wäre es mein Ehemann gewesen. Ich hätte ihn mit der gusseisernen Bratpfanne einfach beim Abendessen erschlagen und bei Nacht Nebel verschwinden lassen. Dann wäre ich bei der kleinen Bitch vorbeigefahren, um sie von meiner Lebenserfahrung profitieren zu lassen, die da wäre, dass ein verheirateter Mann um die 40 kaum seine Frau und Kind verlässt, um ewig bei einer 19jährigen zu bleiben. Mitnichten. Allerspätestens in 5 Jahren, würde er sie wegen einer 17jährigen verlassen, weil sie dann leider zu alt geworden ist. Dies wiederum würde sie nicht glauben, mich als alte verbitterte Fettel verhöhnen. Doch spätestens nach einer Woche, würden ihr Bedenken kommen, denn er hätte sie ja nicht mehr gemeldet. Wie auch, denn er weilt schon lange nicht mehr unter uns. Dann könnte man noch einmal vorbeifahren, mitfühlend die Tränchen abtupfen und über die undankbare Männerwelt schimpfen. Und schon hätte man eine kleine, dankbare Göre als Freundin, die man bei nächster Gelegenheit auf irgendeinen Trottel ansetzen kann, weil einem seine Ehefrau gewaltig auf den Senkel geht, um deren Ehe aufzumischen. Wäre doch wie Desperate Housewifes, oder?

    Dienstag, März 20, 2007

    Rawhide!

    Das Leben ist ungerecht. Okay, zugegebenermaßen keine neue Erkenntnis. Aber ist doch fies, wenn man aufhört zu rauchen und Sport macht bis zum abwinken und trotzdem zunimmt. Und dank gewisser Leute (!) spukt mir nun immer dieses Lied im Kopf rum, auch wenn das nichts mit Gewichtszunahme zu tun hat:

    "Rollin, rollin, rollin - rollin, rollin, rollin ..."

    Hinzu kommt, dass mein Trainer meint, ich müßte ja meine Rückenmuskulatur aufbauen und meine Gewichte immer ein wenig erhöht. Dem hab ich nun mit den Worten, "Christoph, meine Jackets werden eng und ich wollte demnächst nicht aussehen wie eine DDR-Kampfschwimmerin" entgegengewirkt. "Ach so, stimmt ja", hat er lapidar erwidert. Jaja. Eine Freundin von mir meinte schon, sie würde sich in meiner Gegenwart immer sehr sicher fühlen, aber mehr Rücken bräuchte ich garnicht. Die Geschichte fand mein Trainer übrigens noch lustig! Männer...

    Wie auch immer, 10 kg müssen weg - so oder so. Und zwar bis Ende des Jahres. Kann ja nicht so schwer sein. Ich geh dann mal radfahren. 45 Minuten. Rawhide!

    Freitag, März 09, 2007

    Höflichkeitsfloskeln

    Nach sechs Jahren in einer Firma, sollte man am letzten Tag doch soviel Größe besitzen und sich verabschieden, beziehungsweise der Geschäftsleitung viel Glück wünschen. Dacht ich mir.

    Woran ich nicht dachte, ist, dass man mir scheinbar eher rohe Gewalt zutraut. Anders kann ich mir den erstaunten Blick und das leichte zurückweichen nicht erklären, als ich die Hand ausstreckte und sagte: "Wir sehen uns ja dann nicht mehr. Viel Glück in München!"

    Irgendwie starrte sie mich an, als würde ich gleich die Machete auspacken - statt der entgegengestreckten Hand. Nur zur Erklärung: Das hab ich natürlich nicht gemacht, ich bin eigentlich erklärter Pazifist. Außer mir geht jemand gewaltig auf den Senkel. Egal. Sie ergriff die Hand mit einiger Verzögerung, schaute mich nicht an und stammelte: "Man sieht sich auf der Messe."

    "Ja, möglich. Mach's gut."

    Und das war's. So einfach kann man 6 Jahre hinter sich lassen. Das hatte ich mir irgendwie schwieriger vorgestellt. Aber ich glaube, dass ist exakt mein Fehler, ich mach alles immer so kompliziert.

    Morgendliche Beobachtung...

    Wenn man ungefähr 150 Kilo wiegt, sieht der 911er Porsche an einem nicht mehr schick aus. Beim Betrachter entsteht vielmehr das geistige Bild einer Leberwurst, die aus der Pelle drückt. In diesem Fall rate ich zum Unimog, der schmeichelt der Figur eher.

    Dienstag, Februar 20, 2007

    Monty Burns live

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nun an Fastnacht, der frühen Stunde (7.35) oder dem nicht vorhandenen Kaffee lag, aber ich bin mir zu 98 % sicher, heute morgen in der ReHa den fleischgewordenen Montgomery Burns gesehen zu haben.

    Und nein, ich nehme keine Drogen.

    Donnerstag, Februar 08, 2007

    10 Gründe extrem genervt zu sein

    1. Im geistigen Nirvana zwischen zwei Jobs zu hängen.

    2. Sich Geschichten über seine zwei Nachfolger anzuhören, die man - und dafür können die zwei überhaupt nix - schon jetzt nicht leiden kann.

    3. Einen Bandscheibenvorfall mit 38 zu haben.

    4. Den Bandscheibenvorfall operieren zu lassen, weil die dämliche Bandscheibe auf die Nervenbahnen drückt und die Schmerzen nicht nachlassen. (Zitat des Neurochirugen: "Eigentlich müßten sie bei dieser Art des Bandscheibenvorfalls schon Lähmungen aufweisen." Danke.)

    5. Zur Operation an einem Freitag morgen in die Klinik fahren - natürlich nüchtern.

    6. Aufgrund eines Anfluges von totaler Coolness und "ich hab ja alles im Griff-Mentalität" nach der OP das Rauchen gleich zu lassen. Man hat es ja jetzt ohnehin schon 24 Stunden überstanden.

    7. Vier Tage später festzustellen, dass es jetzt eigentlich verdammt cool wäre eine zu rauchen, nachdem man wieder zu Hause ist, es dann aber doch läßt und sich lieber einen DS bestellt. Schließlich spar ich ja jetzt total viel Geld.

    8. Am fünften Tag festzustellen, dass ich sicher dick und rund werde, weil ich nicht mehr rauche und nun auch keinen Ausdauersport machen kann. Oh Gott, wirklich eine doofe Idee. Andererseits, so schlank bin ich ohnehin nicht - kann ich also nicht viel kaputt machen.

    9. Sechster Tag: Ich hab abgenommen? Kann nicht sein.

    10. Dreizehnter Tag: Naja, nu ist auch egal. Immerhin hab ich keine Zahnschmerzen mehr nach der Wurzelbehandlung heute. Mein Rücken tut weh und mein rechtes Bein krampft. Ich bin genervt, rauche aber immer noch nicht. Sollte ich mich nicht freuen? Ich lese weiter im Buch des Dalai Lama, vielleicht finde ich dort die Antwort.

    Ach so ja - World of Warcraft Burning Crusade ist doof. Dank Bandscheibenvorfall und der Tatsache, dass ich zwar zuhause bin , aber nicht stundenlang sitzen kann, bin ich nu soweit zurückgefallen, dass jeder in meiner doofen Gilde vor mir Level 70 erreichen wird.

    Ansonsten ist alles super.